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Talentmanagement

Urlaubsabgeltung berechnen mit unserer einfachen Formel

Der Urlaubsanspruch für Angestellte ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und somit sozusagen sogar eine Pflicht für Arbeitnehmer. Manche möchten oder müssen allerdings darauf verzichten, sei es aufgrund längerer Krankheit oder anderen persönlichen oder beruflichen Gründen. Was geschieht in solchen Fällen? Wie sollte das Unternehmen reagieren? Welche Optionen hat der Mitarbeiter? Wie sieht die gesetzliche Regelung beim Urlaubsverfall aus und lohnt es sich, Urlaubstage auszahlen zu lassen? Kann der Mitarbeiter seinen nicht genommenen Jahresurlaub auszahlen lassen oder verfällt der Resturlaub? Gibt es HR-Softwareplattformen, die bei der Verwaltung von Jahresurlauben und Abwesenheiten unterstützen können? Wir erklären es Dir und zeigen Dir anhand unseres Urlaubsabgeltung Rechners ein paar Beispiele.

 

Zunächst einmal ist das Recht auf Jahresurlaub im deutschen Arbeitsrecht verankert und die Anzahl der zu nehmenden Tage im Vertrag jedes Arbeitnehmers angegeben. Laut dem deutschen Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) beträgt das gesetzliche Minimum 24 Urlaubstage im Jahr bei einer 6-Tage-Woche. Arbeiten Angestellte nur an fünf Tagen die Woche, entsteht ein Jahresurlaubsanspruch von 20 Urlaubstagen. Durch Tarifverträge der jeweiligen Unternehmen gibt es jedoch erheblichen, individuellen Spielraum.

 

Wir erinnern uns, dass bezahlter Jahresurlaub sowohl ein Recht als auch eine Verpflichtung ist. Das bedeutet, dass die Arbeitnehmer zuallererst versuchen müssen, ihren gesamten Anspruch auf Jahresurlaub wahrzunehmen und nicht auf ihn verzichten oder sich ihren Resturlaub auszahlen lassen. Ausnahmen bestätigen hier die Regel und hierbei kommt es darauf an, zu wissen, wie der nicht genommene Jahresurlaub eines Arbeitnehmers berechnet werden muss, um ihn ausgleichen zu können.

 

 

Wichtige Punkte im Bundesurlaubsgesetz

 

Das Bundesurlaubsgesetz wurde am 8. Januar 1963 verkündet und ergänzt als Mindestregelung die daneben bestehenden vielfältigen Einzelabsprachen zwischen den Tarifparteien für jede Branche und jedes Land. Nach dem Gesetz muss der Jahresurlaub grundsätzlich bis zum Jahresende genommen werden. Allerdings haben Beschäftigte in der Regel bis zum 31. März des Folgejahres Zeit, um ihren Resturlaub zu nehmen. Einige der Hauptmerkmale im Zusammenhang mit dem Jahresurlaub lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Urlaubsanspruch: Der Jahresurlaub ist ein Rechtsanspruch, der bis zum Ende des betreffenden Jahreszeitraums genommen werden muss.
  • Vollzeitbeschäftigte haben Anspruch auf insgesamt 24 Tage Urlaub pro Jahr. Der Jahresurlaub kann durch einige Tarifverträge erhöht, aber niemals reduziert werden.
  • Jeder Arbeitnehmer kumuliert 2 Arbeitstage Jahresurlaub pro Arbeitsmonat.
  • Der Urlaub muss im laufenden Kalenderjahr genommen werden. Eine Übertragung des Urlaubs auf das nächste Kalenderjahr gilt nur in Ausnahmefällen bei dringenden betrieblichen oder persönlichen Gründen.
  • Bei einer Übertragung muss der Urlaub bis zum März des folgenden Kalenderjahrs genommen werden.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich der Resturlaub auszahlen und nach § 7 Abs. 4 BUrlG Urlaubsabgeltung geltend gemacht werden.
  • Um die Urlaubsabgeltung zu berechnen und den Resturlaub auszuzahlen wird der durchschnittliche werktägliche Verdienst herangezogen, den der Mitarbeiter in den letzten 13 Wochen vor Vertragsende erhalten hat. Aber dazu später mehr.

 

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Was ist ein Tarifvertrag?

 

Wir haben bereits erwähnt, dass Tarifverträge den Jahresurlaubsanspruch von Arbeitnehmern erhöhen können. Es handelt sich also um eine gesetzliche Bestimmung, die die Arbeitsbedingungen in einer bestimmten Gegend oder in einem bestimmten Wirtschaftszweig regelt. Das Hauptmerkmal eines Tarifvertrags ist, dass er zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern geschlossen wird.

 

Es handelt sich um eine für beide Seiten verbindliche Vereinbarung, und aus den Verträgen sollte klar hervorgehen, unter welchem Tarifvertrag das Unternehmen fällt. Die Arbeitnehmer können somit ihre spezifischen Bedingungen einsehen und schauen, ob sie Anspruch auf mehr Urlaubstage haben oder nicht.

 

 

In welchen Fällen ist es möglich, Urlaubstage auszuzahlen?

 

Prinzipiell gilt, dass Ruhetage nicht mit Geld abgeglichen werden können und der Arbeitnehmer verpflichtet ist, seinen Urlaub auch zu nutzen. In Deutschland gibt es eigentlich nur den Fall, dass eine Urlaubsabgeltung bei einer Kündigung erlaubt ist:

 

Vertragsende bei Kündigung

 

Ein Vertragsende bei Kündigungen oder Entlassungen, Invalidität oder Pensionierung des Arbeitnehmers führen dazu, dass Resturlaub ausgezahlt werden kann. Wenn der Arbeitnehmer nicht den gesamten entsprechenden Jahresurlaubsanspruch in Anspruch genommen hat, muss er für die ausstehenden Urlaubstage entschädigt werden. Die finanzielle Entschädigung ist proportional zur Höhe des nicht genommenen Urlaubs und wird in die Abschlusszahlung einbezogen.

 

Der Anspruch auf Auszahlung verfällt spätestens 15 Monate nach Ablauf des Jahres, aus dem der Urlaub stammt.

 

 

Wie kann man die Urlaubsabgeltung berechnen?

 

Prinzipiell gilt, dass das man die Urlaubsabgeltung genauso berechnen kann wie das Entgelt, das der Angestellte im Urlaub erhalten würde. Wie schon erwähnt richten sich Personalabteilungen an den durchschnittlichen Verdienst, den der Beschäftigte in den letzten 13 Wochen vor Austritt erhalten hat und multipliziert diesen mit der Anzahl der Urlaubstage. Wichtige Punkte zur Steuer und Sozialversicherungspflicht bei der Urlaubsabgeltung sind:

 

  • Urlaubsabgeltung Steuer: Die Urlaubsabgeltung ist unbedingt zu versteuern. Dazu wird die Lohnsteuer für den Jahresarbeitslohn einmal ohne und einmal mit der Urlaubsabgeltung berechnet. Die Differenz daraus ist dann die Lohnsteuer, die für den sonstigen Bezug abzuführen ist.
  • Urlaubsabgeltung Sozialversicherung: Hier gilt die Urlaubsabgeltung als eine Einmalzahlung und ist normal beitragspflichtig.         

 

Urlaubsabgeltung berechnen

 

 

Urlaubsabgeltung Rechner: Wie wird der Urlaub berechnet bei Auszahlung?

 

Die Formel zur Berechnung kennt im Personalmanagement fast jeder. Gehen wir von folgendem Sachverhalt aus:

 

  • Dein Mitarbeiter hat einen festen Monatsverdienst von 1.800 EUR. 
  • Er arbeitet 5 Tage pro Woche.
  • Du möchtest ihm 5 Urlaubstage auszahlen

Das Urlaubsentgelt errechnet sich aus dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen und kann mit Hilfe einer einfachen Urlaubsabgeltung Formel berechnet werden:

 

(A : B) x C

 

A = Der Gesamtverdienst der letzten dreizehn Wochen

B = 65 Arbeitstage der letzten 13 Wochen zu je 5 Arbeitstagen.

C = der Urlaub, der ausgezahlt werden soll

 

Konkret an unserem Beispiel sieht die Berechnung folgendermaßen aus:

 

  • 65 Arbeitstage der letzten 13 Wochen zu je 5 Arbeitstagen
  • 1.800 EUR x 3 = 5.400 EUR hat der Mitarbeiter in den letzten drei Monaten insgesamt verdient
  • (5.400 € : 65 Arbeitstage) x 5 Urlaubstage = 415,38 Urlaubsentgelt

 

 

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Die Verwaltung und Berechnung von nicht genommenem Jahresurlaub ist eine der Hauptaufgaben, einer Personalabteilung. Die Verwendung einer HR-Softwareplattform wie Kenjo erleichtert nicht nur den Prozess, sondern spart auch noch enorm viel wertvolle Arbeitszeit.

 

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