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Personalabteilung

Midijob: Alles, was Arbeitgeber im Jahr 2023 wissen müssen!

Midijobs sind in aller Munde, doch Du als Unternehmer fragst Dich, was das eigentlich genau ist? Dann haben wir in unserem Artikel alle Antworten für Dich! Ein Midi-Job ist eine Mischform, die man vor allem im Niedriglohnsektor findet, da der Midijob ein Mix aus einem Minijob und einer regulären Teilzeitbeschäftigung ist. Es handelt sich dabei also um eine Art Hybrid-Job

 

Im Jahr 2003 führte die deutsche Bundesregierung den Midi-Job im Rahmen der umstrittenen Hartz-Reformen ein. Ziel war es, die Benachteiligung von Arbeitnehmern zu verhindern, die nur geringfügig mehr verdienen als in einem versicherungsfreien Minijob. Zusätzlich sollte die soziale Absicherung für Arbeitnehmer verbessert und für eine geringere Arbeitslosenquote durch neue Beschäftigungsformen gesorgt werden. In unserem Artikel findest Du als Arbeitgeber alles, was Du zum Thema Midijob im Jahr 2023 wissen musst. Viel Spaß beim Lesen.

Was ist ein Midijob?

 

Zunächst zum Gehalt: In einem Midi-Job kann ein Arbeitnehmer zwischen 520 und 1.600 Euro pro Monat verdienen und diese Obergrenze wird zu Jahresbeginn 2023 auf 2.000 Euro angehoben. Im September 2022 lag die Obergrenze noch bei 1.300 Euro. Dieses geringfügige Teilzeitarbeitsverhältnis bietet sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern erhebliche Vorteile: niedrige Steuern und gleichzeitig volle soziale Absicherung. Dessen musst Du dir bewusst sein, sobald Du diese Art von Job anbietest, da dies oft ein wichtiges Argument bei der Suche nach Arbeitskräften sein kann. Ein Midi-Job ist ein Arbeitsverhältnis, das oft auch als sogenannte Beschäftigung in der Gleitzone oder im Übergangsbereich bezeichnet wird.

 

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Dank der oben erwähnten Ober- und Untergrenzen hat der Arbeitnehmer einen echten Spielraum beim Verdienst. Wenn ein Arbeitnehmer mehrere Jobs hat, ist der insgesamt verdiente Lohn entscheidend für die Einstufung des Arbeitsverhältnisses. Verdient er also in zwei Jobs mehr als 1600 Euro im Monat, gilt er nicht als Midijobber.

 

Ausnahmen von den Midijobs: Alle Ausbildungsberufe fallen nicht unter die Kategorie des Midi-Jobs - also weder Praktikanten, Trainees noch Absolventen eines sozialen Jahres. Studierende können jedoch als Midi-Jobber arbeiten, sie müssen nur für die Rente einzahlen.

 

Bei einem Gehalt über der Minijob-Grenze zahlen Studenten außerdem Rentenversicherungsbeiträge, die je nach Höhe des Lohns steigen, bis auf den vollen Beitragssatz von maximal 9,3 Prozent.

 

Die kurzfristige Beschäftigung, die auf drei Monate oder 70 Arbeitstage pro Kalenderjahr begrenzt ist, ist ebenfalls vom Midijob abzugrenzen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Midijob und einem Minijob?

 

Im Rahmen eines Minijobs verdient ein Arbeitnehmer 520 Euro oder weniger. Außerdem ist er, anders als der Midijob, steuer- und versicherungsfrei. Hier alle Unterscheide zwischen einem Midijob und einem Minijob in der Übersicht:



 

Mini-Job

Midi-Job

Bezahlung

Maximal 520 € pro Monat

Zwischen 520 € und 1.600 € im Monat (2.000 Euro ab 2023)

Sozialversicherung

Rentenbeiträge (Befreiung möglich)

Abgaben auf alle Sozialversicherungen

Bruttolohn

Brutto = Netto

Brutto minus Steuern

Steuern

Steuerfrei

Regelmäßige Besteuerung des Einkommens

 

Der Midi-Jobber zahlt also alle Sozialversicherungsbeiträge und Steuern. Die Arbeitnehmerbeiträge liegen jedoch unter denen, die ein regulärer Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigter zu zahlen hat.

Was sind die Vorteile eines Midijobs für Arbeitgeber?

 

Aktuelle Schätzungen gehen von bis zu 3,5 Millionen Beschäftigten aus, die in Deutschland als Midi-Jobber arbeiten. Die 2019 eingeführten Neuerungen - insbesondere die Anhebung der Obergrenze des Übergangsbereichs im Jahr 2022 und 2023 - haben die Gruppe der Midijobber deutlich erweitert. Wir von Kenjo haben Dir alle Vorteile eines Midijobs zusammengefasst:

Rentenanspruch

 

Ein Midijobber zahlt geringere Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung, erwirbt aber trotzdem volle Rentenansprüche, zum Beispiel auch auf eine Erwerbsminderungsrente. Dies ist nicht nur für den Arbeitnehmer, sondern auch für Dich als Arbeitgeber von Vorteil, da Du aufgrund der attraktiven Bedingungen schneller Arbeitskräfte findest.

Steuern

 

Ein Midijobber muss nur in bestimmten Fällen Lohnsteuer zahlen. Entscheidend ist, ob es sich bei dem Midijob um eine Voll- oder Teilzeitbeschäftigung handelt. Auch die Steuerklasse spielt eine Rolle: Wer in den Steuerklassen I bis IV gemeldet ist, zahlt keine Lohnsteuer. In den Klassen V und VI wird Lohnsteuer fällig - denn die Steuerklasse V kann nur in Kombination mit der Steuerklasse III des Ehepartners gewählt werden und in der Steuerklasse VI wird der Midi-Job als Tätigkeit neben dem Hauptjob besteuert.

Kranken- und Pflegeversicherung

 

Ein Midijobber ist zu geringen Beiträgen kranken- und pflegeversichert, erhält aber volle Leistungen. Im Falle einer Langzeiterkrankung hat der Midijobber Anspruch auf Lohnfortzahlung und Krankengeld.

Arbeitslosenversicherung

 

Midi-Jobber erhalten Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung - wenn sie den Midi-Job mindestens 12 Monate am Stück ausgeübt haben. Höhe des Arbeitslosengeldes: 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoverdienstes der letzten 12 Monate; 67 Prozent, wenn Kinder vorhanden sind. Dauer der Zahlung: 12 Monate.

 

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Zusätzliche Teilzeitbeschäftigung

 

Midi-Jobber können auch einen Mini-Job ausüben - was dann einer zulässigen Teilzeitbeschäftigung entspricht. Auf diese Weise sind 5.400 € mehr Verdienst pro Jahr möglich, ohne dass Sozialversicherungsbeiträge und Steuern gezahlt werden müssen. Denn der Pauschalbetrag wird vom Arbeitgeber gezahlt.

Welche Steuern zahlen Arbeitgeber beim Midijob?

 

Wie wir bereits erwähnt haben, gibt es im Zusammenhang mit einem Midijob diverse steuerliche Vorteile. Für den Angestellten in den Steuerklassen 1 bis 4 ist der Minijob steuerfrei und wird deshalb nicht in der Steuererklärung erwähnt.

 

Midijob und Sozialversicherung

 

Wie ebenfalls bereits erwähnt, haben Midijobs auch in Bezug auf die Sozialversicherung diverse Vorteile für Deine Arbeitnehmer, da sie bei der Ausübung einen umfassenden Schutz in der Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung haben, aber nicht die vollen Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen.

 

Für einen Midijob werden die Abgaben zur Sozialversicherung nämlich grundsätzlich vom Arbeitnehmer gezahlt. Für Normalverdiener liegt der gesetzliche Arbeitnehmeranteil hier bei 20 bis 21 Prozent des Bruttolohns.

 

Wie viele Stunden darf man beim Midijob arbeiten?

 

Sobald Du als Arbeitgeber eine Midijobber einstellst, stellt sich natürlich die Frage, wie viele Stunden eine Person auf dieser Stelle arbeiten darf. Dies ist nicht per se zu beantworten, da die Anzahl der Stunden vom Gehalt abhängt.

 

Es gilt: Wie viele Stunden ein Midijobber arbeiten darf, ist abhängig vom gezahlten Stundenlohn. Ausgehend vom Mindestlohn (12 Euro) dürfen Midijobber im Monat höchstens etwa 133 Stunden arbeiten. Steigt der Lohn, müssen Midijobber dementsprechend ihre Stunden kürzen.

Haben Midijobber Urlaubsanspruch?

 

Als Midijobberin oder Midijobber haben Deine Angestellten Anspruch auf bezahlten Urlaub. Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt mindestens vier Wochen oder 24 Arbeitstage pro Jahr bei einer Sechs-Tage-Woche. Wenn Deine Angestellten weniger Tage pro Woche arbeiten, wird der Urlaub anteilig berechnet. Der Anspruch beträgt bei einer 5-Tage-Woche dann 20 Urlaubstage.

Wie melden Arbeitgeber einen Midijob an?

 

Leider musst Du als Arbeitgeber akzeptieren, dass die Anmeldung eines Midijobs etwas komplizierter ist. Bei dieser Art von Anstellung ist es nämlich leider nicht so, dass Du diesen bei der Minijob-Zentrale anmelden kannst. Du musst diesen Job, ganz genau wie bei einer gewöhnlichen Anstellung, bei sämtlichen Sozialversicherungen anmelden und mit den Sozialversicherungsträgern abrechnen.

So hilft Dir Kenjo bei Deiner Personalverwaltung

 

Egal ob Midijob, Minijob oder normale Anstellung: Irgendwann wird Deine Personalverwaltung unübersichtlich und raubt Dir als Unternehmer zu viel Zeit. Dies liegt nicht nur an der Größe des Unternehmens, sondern auch an den komplexen Prozessen Deiner HR-Abteilung. Doch es gibt gute Nachrichten: Wir von Kenjo können Dir helfen, Deine Prozesse zu verschlanken und zu digitalisieren.

 

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