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Kurzfristige Beschäftigung: Alle Regeln zum Urlaubsanspruch und der Lohnsteuer!

Viele Arbeitssuchende streben eine langfristige Beschäftigung an. Steht diese jedoch momentan nicht zur Verfügung, kann eine befristete oder kurzfristige Beschäftigung die Karriere voranbringen und auch andere Vorteile bringen. Bei einer solchen Anstellung ist für den Arbeitnehmer und Dich als Arbeitgeber die 70-Tage-Regelung für kurzfristige Beschäftigungen von zentraler Rolle, weshalb diese Art der Beschäftigung umgangssprachlich auch als 70-Tage-Job bezeichnet wird. Was es damit auf sich hat, erklären wir von Kenjo in unserem Artikel. Viel Spaß beim Lesen!

 

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Eine kurzfristige Beschäftigung ist sozialabgabenfrei, aber lohnsteuerpflichtig. Arbeitnehmer können bis zu drei Monate pro Jahr in kurzfristiger Beschäftigung arbeiten, die nicht wie eine Vollzeitstelle behandelt werden darf, gerade in Bezug auf die Sozialversicherung. Hier bei uns von Kenjo erfährst Du, was eine kurzfristige Beschäftigung ist, welche Vor- und Nachteile sie hat und wie Du mit einer kurzfristigen Stelle umgehen musst.

 

Was ist eine kurzfristige Beschäftigung?

 

Jobs mit einem bestimmten Enddatum werden als "kurzfristig" bezeichnet und auch Beschäftigungen in Vollzeit- oder Teilzeit können als kurzfristig gelten, solange sie ein Enddatum haben, das sowohl für Dich als Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer klar und vertraglich festgehalten ist. 

 

Für die kurzfristige Beschäftigung gilt sowohl die Drei-Monats-Regel als auch die 70-Tage-Regel. Das bedeutet: Wenn ein Arbeitnehmer 5 Tage pro Woche arbeitet, kann er maximal drei Monate am Stück als Kurzzeitbeschäftigter beschäftigt werden. Ab dem 4. Monat gilt er nicht mehr als Kurzzeitbeschäftigter, unabhängig davon, ob die 70 Tage erreicht wurden. Dann geht das Arbeitsverhältnis in einen neuen Status über.

 

Auch Zeitarbeit oder befristete Stellen sind Teil dieser Art von Beschäftigung. In der Verwaltung, im Gesundheitswesen und in pädagogischen Berufen sind Kurzzeitbeschäftigte am häufigsten anzutreffen. Unternehmen stellen Kurzzeitbeschäftigte aus den unterschiedlichsten Gründen ein. Oft brauchen die Unternehmen eine vorübergehende Unterstützung, wenn das Geschäft sehr rege oder produktiv ist. Dies kann zum Beispiel während der Weihnachtszeit oder in den Sommerferien der Fall sein.

 

Was ist der Unterschied zwischen einer kurzfristigen Beschäftigung und einer berufsmäßigen Beschäftigung?


Kommt ein Mitarbeitender mit der aktuellen Beschäftigung insgesamt auf über drei Monate oder 70 Arbeitstage, handelt es sich nicht mehr um eine kurzfristige Beschäftigung. Dann spricht man von einer berufsmäßigen Beschäftigung. Das Arbeitsverhältnis geht dann in einen neuen Status über.

 

Der Unterschied zwischen einer kurzfristigen Beschäftigung und einer berufsmäßigen Beschäftigung ist gegeben, sobald eine Beschäftigung ausgeübt wird und für den Arbeitnehmer nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist. Sobald eine kurzfristige Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird, ist sie dann automatisch auch sozialversicherungspflichtig.

 

Was ist der Unterschied zwischen einer kurzfristigen Beschäftigung und einem Minijob?

 

Der Unterschied zwischen einer kurzfristigen Beschäftigung und einem Minijob liegt in der Länge der Beschäftigung. Die kurzfristige Beschäftigung ist auf insgesamt drei Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt, während der Minijob auf den Verdienst begrenzt ist. Arbeitnehmer können hier bis zu 520 Euro verdienen, da die Minijob-Verdienstgrenze am 1. Oktober 2022 angehoben wurde.

 

Wie wird eine kurzfristige Beschäftigung versteuert? 

 

Deine Arbeitnehmer und auch Du als Arbeitgeber fragen sich natürlich, wie die kurzfristige Beschäftigung besteuert wird. Grundsätzlich ist hier zu sagen, dass das Einkommen einer kurzfristigen Beschäftigung nicht steuerfrei ist. Bei der kurzfristigen Beschäftigung wird nämlich die Lohnsteuer nach den individuellen Merkmalen Deines Arbeitnehmers erhoben. Die Höhe der vom Arbeitnehmer zu zahlenden Steuern ist abhängig von seinen elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (ELStAM). Diese setzen sich aus der Steuerklasse, den individuellen Freibeträgen und weiteren Faktoren zusammen.

 

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Lohnsteuer und Pauschalbesteuerung bei kurzfristiger Beschäftigung

 

Wie wir also gelernt haben, hängt die Höhe der vom Arbeitnehmer zu zahlenden Steuern von seinen ELStAM ab. In bestimmten Fällen ist es aber auch möglich, die kurzfristige Beschäftigung pauschal mit einer Lohnsteuer von 25% zu besteuern. Die Voraussetzungen dafür liegen vor, wenn:

  • die Beschäftigung nicht länger als 18 aufeinanderfolgende Arbeitstage andauert,
  • der durchschnittliche Lohn während der Beschäftigung 150 € pro Arbeitstag nicht übersteigt 
  • und der Stundenlohn im Durchschnitt nicht über 19 € liegt.

 

Wenn eine längerfristige Anstellung von Anfang an geplant ist, entfällt die Möglichkeit, die kurzfristige Beschäftigung pauschal mit einer Lohnsteuer von 25% zu besteuern. Dann hängt die Höhe der zu zahlenden Steuern von den ELStAM ab.

 

Wann ist eine kurzfristige Beschäftigung sozialversicherungspflichtig?

 

Eine kurzfristige Beschäftigung ist nicht sozialversicherungspflichtig, wenn die Dauer der Beschäftigung unter drei Monaten oder 70 Arbeitstagen liegt. Geht die Beschäftigung allerdings länger als der oben beschriebene Zeitrahmen, zum Beispiel im Zuge eines Minijobs oder eines Midijobs, dann sind die Voraussetzungen für eine kurzfristige Beschäftigung nicht mehr gegeben und die Anstellung wird sozialversicherungspflichtig.

 

Urlaubsanspruch bei kurzfristiger Beschäftigung

 

Eine kurzfristige Beschäftigung ist nicht von der normalen Urlaubsregelung ausgeschlossen. Dies bedeutet, dass ein Arbeitnehmer, der in Deinem Unternehmen kurzfristig beschäftigt ist, ganz normal Anspruch auf Urlaub hat. Dieser Anspruch ist in § 5 des Bundesurlaubsgesetz geregelt. Dort steht, dass dem Arbeitnehmer pro Monat mindestens ein Zwölftel des regulären Jahresurlaubs zusteht. Dies gilt auch für Mitarbeitende in einer kurzfristigen Beschäftigung.

Kann man mehrere kurzfristige Beschäftigungen ausführen?

 

Prinzipiell ist es nicht verboten, mehrere kurzfristige Beschäftigungen zu bekleiden. Aber Vorsicht: Alle Arbeitsstunden werden zusammengezählt und der Arbeitnehmer darf in kurzfristiger Beschäftigung in einem Arbeitsjahr nicht über die Frist von drei Monaten oder 70 Arbeitstagen kommen.

Muss man eine kurzfristige Beschäftigungen anmelden?

 

Jede kurzfristige Beschäftigung muss bei der Minijob-Zentrale angemeldet und später wieder abgemeldet werden. Es müssen die gleichen Meldungen wie für versicherungspflichtige Beschäftigte gemacht werden. Diese Meldung erfolgt unabhängig davon, bei welcher gesetzlichen Krankenkasse der Arbeitnehmer versichert ist.

 

Kurzfristige Beschäftigung während der Elternzeit

 

Kurzfristige Jobs während der Elternzeit sind grundsätzlich möglich, wenn die Beschäftigung auf drei Monate oder 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres befristet ist. Eine kurzfristige Beschäftigung während der Elternzeit bei demselben Arbeitgeber ist nicht möglich, da das Arbeitsverhältnis dann nicht mehr als unterbrochen gilt.

Kurzfristige Beschäftigung als Student

 

Es gelten sowohl die Drei-Monats-Regel als auch die 70-Tage-Regel. Dies gilt auch für Studenten. Solange die Beschäftigung diesen Zeitrahmen nicht übersteigt, gilt sie als kurzfristig und kann somit von Studenten ausgeführt werden, ohne sozialversicherungspflichtig zu sein.


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