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Homeoffice

Wege aus der sozialen Isolation und Einsamkeit im Homeoffice

Länger schlafen, ein ruhiger Arbeitsplatz, kein lästiges Pendeln und Ärger durch Staus auf dem Weg zur Arbeit - das Arbeiten im Homeoffice kann viele Vorteile haben. Doch bei vielen Arbeitnehmern folgt nach der Begeisterung die Ernüchterung, kämpfen doch viele mit Gefühlen der sozialen Isolation, Einsamkeit und Depression. 

 

Wir alle wissen nur zu gut, wie es sich um neun Uhr morgens anfühlt, mit verquollenen Augen müde und verschwitzt ins Büro zu eilen. Zu diesem Zeitpunkt haben die meisten von uns schon erfolgreich Menschenmassen in der Bäckerei, im Bus und in der U-Bahn ignoriert und sehnen sich nach ihrer gemütlichen Bettdecke - oder zumindest einen starken Kaffee. Auf den morgendlichen Stress folgen acht Stunden Arbeit in einem grauen Büro und eine Stunde Mittagspause. Feste Arbeitszeiten, Regeln und vorprogrammierte Störungen durch andere Mitarbeiter gehören zum typischen Büroalltag. Da wundert es nicht, dass immer mehr Arbeitnehmer im Homeoffice arbeiten wollen und in den letzten zehn Jahren um 91 % zugenommen hat.

 

Aber wer hätte gedacht, dass die Arbeit im Homeoffice auch mit einigen Herausforderungen verbunden sein könnte? Sind wir Menschen einfach nie zufrieden oder handelt es sich dabei nur um Wachstumsschmerzen? Werfen wir einen Blick auf die größten Schwierigkeiten, auf die Remote-Arbeiter im Homeoffice treffen. Anschließend zeigen wir Wege aus der Isolation, damit Mitarbeiter besser mit Gefühlen der Einsamkeit, sozialen Isolation und mentalen Problemen umgehen können.



Tipps zur Vermeidung der sozialen Isolation im Homeoffice

 

Oftmals führt das Arbeiten zu Hause im Homeoffice dazu, dass firmeninterne Informationen schneller verloren gehen und Mitarbeiter sich ihrem Unternehmen weniger verbunden fühlen. Immerhin sieht man sich nur noch alle paar Tage online und könnte ebenso gut mit seinem Goldfisch reden. 

 

Ebenso erweist sich die Trennung zwischen Arbeit und Privatleben für viele Mitarbeiter im Homeoffice als herausfordernd: Viele Statistiken zur Telearbeit zeigen, dass die meisten Arbeitnehmer nicht abschalten können und zu Hause mehr Überstunden einlegen als im Büro. 

 

Der größte Faktor ist jedoch der fehlende menschliche Austausch mit den Kollegen. nach wenigen Wochen können sich Gefühle der Einsamkeit, soziale Isolation und sogar Depression einstellen. Personalmanager und Vorgesetzte sollten alles daran setzen, es dazu gar nicht erst kommen zu lassen.

 

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1. Regelmäßige virtuelle Meetings


Gute Chefs halten auch im Homeoffice das Team zusammen und schaffen eine Atmosphäre der Verbundenheit. Großartige Chefs nehmen sich sogar bewusst Zeit für private Gespräche, schließlich sind Angestellte keine Maschinen und brauchen menschliche Interaktion, um sich als Teil eines Teams und eines größeren Ganzes zu fühlen.

 

"Mitarbeiter verlieren zunehmend das Gefühl der Verbundenheit mit ihrem Unternehmen, wenn wir dieses nicht proaktiv pflegen."

Interact-Intranet

 

Vorgesetzte sollten Zeit und die entsprechenden Tools für regelmäßige virtuelle Meetings per Videokonferenz einrichten. Diese Team-Treffen bei einem Drink nach der Arbeit oder während des Mittagessens sorgen für einen angenehmen Ausgleich und lassen Mitarbeiter in unverfänglicher Umgebung miteinander ins Gespräch kommen oder bleiben. Ein spezielles Motto kann bei solchen Videoanrufen für gute Laune sorgen, zum Beispiel kann jeder sein hässlichstes Hemd hervorkramen. 

 

 

2. Videokonferenz-Tools verwenden 


Videokonferenzen, Online-Besprechungen, Gespräche über Slack und Skype und die guten alten Telefonanrufe können ein guter Ersatz für persönliche Begegnungen sein. Außerdem schaffen Live-Anrufe oft ein persönlichere Verbindung als E-Mails oder Nachrichten.

 

In diesem Artikel über effektives digitales Recruiting und Onboarding im Homeoffice, erfährst Du mehr Tipps und Tricks dazu.

 

 

3. Remote-Mitarbeiter in Büro-Meetings einbeziehen


Intelligente 360-Grad-Videokonferenzkameras wie von Meeting Owl sorgen für einen stabilen und integrativen Sitzungsaufbau und tragen dazu bei, dass sich die Mitarbeiter im Homeoffice stärker in die Themen im Büro einbezogen fühlen. Alle Teilnehmer sollten sich dazu in die Videokonferenz einloggen, um Nebengespräche im echten Besprechungsraum im Büro zu verhindern.

 

 

4. Team-Events und gemeinsame Trips


Personalmanager sollten im Budget Networking-Events und Gruppenveranstaltungen einplanen, um Mitarbeiter aus dem Homeoffice ins Büro zu holen, Beziehungen aufzubauen und zu netzwerken.

 

Sie könnten zum Beispiel einmal im Jahr einen verlängerten Wochenendtrip organisieren. Hier kommt Klassenfahrt-Feeling auf: Es werden Kontakte geknüpft, Leistungen gefeiert und und ein Gefühl der Gemeinschaft aufgebaut. Das führt letzten Endes auch zu mehr Produktivität im Homeoffice.  

 

Personalmanager sollten sich darüber bewusst sein, dass eine solche Veranstaltung die Kosten durchaus rechtfertigt. Viele Mitarbeiter arbeiten aufgrund von Missverständnissen und mangelndem Engagement nur mit halber Kraft, wieder andere suchen sich einfach ein neues Unternehmen, die eher ihren Werten entsprechen. Eine hohe Fluktuationsrate sorgt nicht nur für einen schlechten Ruf auf dem Markt, sondern führt auch zu einem Mehraufwand an Zeit und Geld bei der Suche und Einarbeitung neuer Mitarbeiter.

 

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5. Virtueller Lunch


Wer isst schon gerne ganz allein zu Mittag? Während viele allein ihre Suppe auslöffeln und sich nach unterhaltsamen Kantinenklatsch sehnen, könnte eine virtuelle Mittagspause ein Weg aus der sozialen Isolation im Homeoffice sein.

 

Ein Slack- oder Skype-Mittagessen mit Kollegen lädt zu einem ausgedehnten Schwatz unter Kollegen ein. 

 

 

6. Networking-Events und Stammtische


Freiberufler und Solopreneure sind Experten im Umgang mit der sozialen Isolation und Einsamkeit im Homeoffice. Nutze deren Fachwissen und tue es ihnen gleich, immerhin haben sie lange vor Covid-19 kreative und nützliche Lösungen für die berufliche Einsamkeit gefunden. Netzwerkveranstaltungen, Konferenzen und regelmäßige Stammtische sind eine ausgezeichnete Gelegenheit, Kollegen und Experten zu treffen und Erfahrungen auszutauschen.

 

Auch Webinare und andere Schulungen und Weiterbildungen bieten eine großartige Möglichkeit sein, Gleichgesinnte zu treffen, um Kontakte zu knüpfen und der Karriere den dringend benötigten Auftrieb zu geben und sich weniger einsam und isoliert zu Hause im Homeoffice zu fühlen.


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Foto: Tumisu, Pixabay

 

 

7. Mal öfter den Ort wechseln


Ganz gleich, ob es sich um einen Coworking Space handel, ein Café oder eine örtliche Bibliothek, der erste Schritt zur Überwindung des Gefühls der Isolation und Einsamkeit sollte darin bestehen, sich aus dem heimischen Büro in die Welt hinaus zu wagen. Selbst introvertierte Mitarbeiter werden von dem Perspektivwechsel profitieren und die andere Arbeitsatmosphäre und neuen Leute schätzen.



8. Vergünstigungen bei Coworking Spaces


Genauso wie Unternehmen Vergünstigungen wie kostenlosen Kaffee, Catering oder Fitnesskurse im Büro anbieten, sollten Personalmanager an gewisse Boni für ihre Remote-Mitarbeiter im Homeoffice denken. Unternehmen sparen immerhin den Arbeitsplatz vor Ort, dementsprechend könnten sie etwa die Kosten für die Mitgliedschaft an einem Coworking space decken. 

 

 

9. Vereinzelung und Schichtregelung


Um Beeinträchtigungen und Gefühlen der Einsamkeit und Isolation im Homeoffice auszugleichen, hat sich eine Kombi-Lösung als gute Wahl erwiesen: Zwei Tage Heimbüro und drei Tage Büro pro Woche. Für beide Parteien eine Win-Win-Situation. 

 

Übrigens trägt die Umsetzung einer Aufteilung der Belegschaft auch dazu bei, die Arbeitssicherheit im Büro in Zeiten von Corona zu bewältigen.

 

Abgesehen von den offensichtlichen Tipps zu Bewegung und viel frischer Luft, um den Kopf frei zu bekommen, sollten Personalmanager ihre Mitarbeiter aktiv ermutigen und unterstützen, mit Kollegen in Kontakt zu treten, damit sie sich als Teil einer größeren Gemeinschaft fühlen.

 

Bevor Unternehmen und Angestellte komplett auf Homeoffice umstellen, sollten sich Vorgesetzte und Arbeitnehmer überlegen, ob der jeweilige Persönlichkeitstyp zum Arbeitsmodell passt und wie deren Bedürfnis nach täglicher Kommunikation, Selbstdisziplin und Zeitmanagement überwinden aussieht. Nicht jeder ist zum Homeoffice geboren und Hilfestellungen und regelmäßige Check-Ins können geeignete Wege aus der sozialen Isolation und Einsamkeit im Homeoffice sein.

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