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Homeoffice

18 Tipps für mehr Produktivität im Homeoffice

Nach einigen Monaten im Homeoffice fängt bei vielen der Lagerkoller an. Wenn das Internet der einzige Weg in die Außenwelt ist und mancher Kollege anfängt mit seinen Pflanzen zu sprechen, dann ist es an der Zeit gegen die soziale Isolation und Einsamkeit zu kämpfen. Wir zeigen, wie Mitarbeiter im Homeoffice produktiv bleiben und geistig gesund und engagiert arbeiten.

 

Für viele Menschen ist die Möglichkeit auf Homeoffice so etwas wie der große Jackpot. Sie stellen sich vor, wie sie ohne Pendeln den ganzen Tag im Pyjama mit dem Laptop auf der Couch arbeiten, ein paar lustige Videos auf YouTube anschauen und zwischendurch den Haushalt schmeißen. Das bisschen Arbeit erledigt sich nebenbei, oder? 

 

Die Vorstellungen von Homeoffice scheint die Fantasie so mancher Angestellter und Vorgesetzter zu beflügeln, und es geistern alle möglichen Vorstellungen und Klischees über diese Form der Arbeitens durch die Köpfe. Nach der anfänglichen Euphorie bricht oftmals Chaos oder Stillstand aus, da viele Menschen nicht wissen, wie sie im Homeoffice produktiv arbeiten und zwischen Arbeit und Privatleben die Trennlinie ziehen können. Wenn man zwischendurch nur schnell den Abwasch erledigt oder abends nach dem Abendessen noch die wichtige Präsentation fertig macht, ist Stress vorprogrammiert.

 

Allerdings deuten viele Telearbeit-Statistiken darauf hin, dass das Arbeiten im Homeoffice nicht mit Produktivitätsverlusten einhergeht. So fand das renommierte Forschungsunternehmen Valoir im Mai 2020 heraus, dass das mobile Arbeiten zu Hause der Arbeit im Büro in nichts nachsteht. Im Hinblick auf die Produktivität konnte lediglich ein Rückgang von nur 1 Prozent im Homeoffice beobachtet werden. Viele Arbeitnehmer arbeiten zu Hause sogar länger und mit weniger Pausen, um zu beweisen, dass der Vertrauensvorschuss gerechtfertigt ist. Das wiederum kann zu Gefühlen der Überforderung, Einsamkeit und sozialen Isolation beitragen. So entsteht leicht ein Teufelskreislauf, den es zu durchbrechen gilt, um im Homeoffice maximal produktiv zu bleiben.



Wie man im Homeoffice produktiv arbeiten kann

 

Wie finden Arbeitnehmer also die richtige Balance zwischen Engagement, Motivation und Eigenverantwortung? Und was können Personalmanager tun, um die Produktivität im Homeoffice zu steigern? Wir haben einen Telearbeit-Leitfaden für flexibles Arbeiten geschrieben und hier die 18 besten Tipps für mehr Produktivität zusammengestellt. Als Personalverantwortlicher solltest Du Deinen Mitarbeitern unbedingt diese Liste zur Steigerung der Produktivität im Homeoffice mitteilen und für Fragen jederzeit zur Verfügung stehen.

 

Ebenso sollten Vorgesetzte jederzeit ansprechbar sein und ihrem Team jeden Tag oder wenigstens einmal die Woche Feedback geben. Nur so lassen sich Engagement und der Bezug zum Unternehmen erhalten. Letzten Endes leisten Menschen mehr und gehen die berühmte Extrameile, wenn sie für ihre Leistungen Anerkennung, Lob und Belohnungen erhalten. 

 

In gleicher Weise sollten Personalmanager einen sicheren Kommunikationsweg für Mitarbeiter-Feedback zur Verfügung stellen und die entsprechenden Ansprechpartner festlegen, damit Remote-Mitarbeiter wissen, an wen sie sich bei Problemen wenden können. Im Zweifelsfall ist ein Mehr an Kommunikation immer besser als ein zu wenig.

 

Dein ultimativer Leitfaden für mobiles Arbeiten

 

 

1. Eigener Arbeitsplatz 


Wir können nicht genug betonen, wie wichtig ein eigener Arbeitsplatz für produktives Arbeiten im Homeoffice ist. Ein eigener Schreibtisch in einem ruhigen Bereich des Hauses oder der Wohnung ist für die Konzentration und die mentale Umstellung vom Privat- ins Berufsleben unerlässlich. 

 

 

2. Das Sofa ist kein Arbeitsplatz


In den ersten Tagen im Homeoffice mag es noch lustig sein, den ganzen Tag im Bett zu liegen, aber nach einer Weile können sich Remote-Mitarbeiter darin verlieren. Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit und Motivationsprobleme sind die Folge. Ein abgetrennter Bereich mit Schreibtisch und rückenfreundlichem Stuhl sind das absolute Minimum.

 

 

3. Klare Arbeitszeiten festlegen


Ein eigener Arbeitsplatz und feste Arbeitszeiten setzen eine klare Trennlinie zwischen Privatem und Beruflichem. Remote-Mitarbeiter sollten sich an ihre eigenen Arbeitszeiten halten und auch ihrem Team sowie allen im selben Haus oder Wohnung lebenden Personen mitteilen. Auf diese Weise setzen Mitarbeiter klare Grenzen und stellen sicher, dass sie und ihr Umfeld sich die meiste Zeit des Tages daran halten.

 

 

4. Die richtige Morgenroutine


Morgenroutinen sind so unterschiedlich wie die Menschen selber, aber sie helfen sich mental auf den neuen Tag und die Arbeit einzustellen. 

 

 

5. Aufgaben-Management


Die Selbstmotivation ist ein großes Problem im Homeoffice. Schließlich finden Meetings virtuell statt und das Team kann höchstens via Videokonferenz motivieren. Umso wichtiger ist die sinnvolle Planung des Arbeitstages sowie das Setzen von Deadlines. Jeder Morgen sollten Mitarbeiter die wichtigsten Aufgaben auf einer Listen priorisieren und nach Erledigung abhaken. Genieße das großartige Gefühl, wenn die Liste immer kleiner wird und zu reflektieren, was Du alles geschafft hast. Diese Liste ist übrigens auch ein tolles Fundament für Zielvereinbarungen im Mitarbeitergespräch.

 

 

6. Festgelegte Routinen


Laut einem Bericht von Buffer über das Remote-Arbeiten geben über 40 Prozent der Beschäftigten an, dass ein flexibler Zeitplan der beste Teil am Homeoffice sei. Ohne Vorbereitung und festgelegte Routinen entsteht jedoch schnell Chaos. Vereinbarte Ziele und organisierte Aufgaben helfen dem entgegenzuwirken und produktiv im Homeoffice zu arbeiten.

 

 

7. Das Schwerste zuerst


Eine gute Möglichkeit, Ziele zu erreichen, besteht darin, immer mit den herausforderndsten Aufgaben zu beginnen. Auf diese Weise vermeidet man Aufschieberitis und alle anderen Aufgaben erscheinen anschließend wie ein Kinderspiel.

 

 

8. In Zeitfenstern arbeiten


Bestimmte Zeitfenster von bis zu zwei Stunden helfen den Arbeitstag in flexible und überschaubare Blöcke einzuteilen. Nach Ablauf des Blocks darf man sich bewusst eine kleine Pause gönnen, bevor es mit dem nächsten Zeitfenster weitergeht. Den Tag in Blöcke aufzuteilen trägt zur Steigerung der Produktivität im Homeoffice bei. 

 

 

9. Telefon ausmachen


Das millionenfache Überprüfen auf Nachrichten und andere Spielereien ist genauso wie Büro ein sicherer Weg für Ablenkungen. Schlaue Mitarbeiter nutzen ihr Handy während der Pausen ihrer Zeitblöcke und schalten es ansonsten aus bzw. legen es in einen anderen Raum oder verwenden Apps, die den Konsum überwachen und gegebenenfalls bestimmte Apps sperren. 

 

 

10. Apps zur Steuerung sozialer Medien


Die größte Ablenkung von der Remote-Arbeit zu Hause sind die sozialen Medien. Schalte alle Benachrichtigungen aus oder nutze Apps zur Steuerung des Umgangs mit den sozialen Medien. Apps wie Sense und Offtime helfen, tägliche Limits einzurichten und den Zugriff auf alle Apps einzuschränken, die als störend empfunden werden. 

 

 

11. Pausen einlegen


Den ganzen Tag zu Hause zu verbringen, kann sehr frustrierend sein und womöglich negative Effekte auf die körperliche und mentale Gesundheit haben. Im Homeoffice fällt die Trennung zwischen Berufs- und Privatleben schwer, und viele Remote-Mitarbeiter kommen im Lauf eines Arbeitstages auf nicht mehr als hundert Schritte vom Badezimmer zum Arbeitszimmer. Das ist extrem ungesund und kann langfristig zu erheblichen Gesundheitsproblemen führen. Lege jeden Tag eine einstündige Mittagspause ein, so wie Du es im Büro auch tun würdest. Ein Spaziergang, Lunch beim Italiener um die Ecke oder ein kleiner Plausch mit Nachbarn helfen, für kurze Zeit aus dem Arbeitsalltag auszubrechen. 

 

 

12. Offline-Zeit

 

Auch wenn die Verlockung noch so groß ist sollten sollten mobil arbeitende Mitarbeiter am Feierabend konsequent den Rechner ausschalten und klare Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben setzen. Es bringt nichts sich unnötig unter Druck zu setzen und jederzeit ansprechbar zu sein, wenn man nach einem Jahr unter Schlaflosigkeit, Burnout oder Angststörungen leidet. 

 

home office produktiv

Foto: AndiP, Pixabay

 

13. Regelmäßige Bewegung

 

Der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung ist äußerst wichtig, um produktiv zu bleiben. Versuche, nach jeweils 45 Minuten intensiver Arbeit eine kurze Pause einzulegen. Dazu könnten Mitarbeiter eine kurze Kaffeepause auf dem Balkon einlegen, sich strecken oder einen Spaziergang machen. 

 

 

14. Gesunde Ernährung

 

Jeder kennt das Mantra und gerade bei Bürojobs im Homeoffice ist eine gesunde Ernährung wichtiger denn je. 

 

 

15. Virtuelle Meetings

 

Viele Homeoffice-Mitarbeiter beklagen die mangelnde zwischenmenschliche Kommunikation wie kurze Gespräche in der Küche oder auf dem Flur. Viele fühlen sich dadurch isoliert und einsam. Personalmanager und Vorgesetzte sollten dem unbedingt entgegenwirken, etwa indem sie zu regelmäßigen, virtuellen Kaffeekränzchen einladen, bei dem alle Teilnehmen eine Tasse Kaffee oder Tee trinken und sich über nicht arbeitsbezogene Dinge unterhalten. Der menschliche Aspekt spielt eine besonders große Rolle für Mitarbeiter im Homeoffice, um engagiert und motiviert zu bleiben. Messaging-Anwendungen wie Slack helfen ebenso, um mit den Arbeitskollegen in Kontakt zu bleiben.

 

 

16. Coworking spaces

 

Digitale Nomaden schwören schon seit Jahren auf die sogenannten Coworking spaces, in denen Remote-Mitarbeiter zusammentreffen und gemeinsam an einem Ort ihrer Arbeit nachgehen. Die Arbeit in einem gemeinsam genutzten Büro oder Arbeitsraum hilft den Mitarbeitern, mit Menschen zu interagieren, und sich trotzdem in einer Arbeitsumgebung auf ihre Aufgaben zu konzentrieren.

 

 

17. Trennung zwischen Arbeit und Privatleben

 

Vielen Mitarbeitern fällt es schwer, im Homeoffice von der Arbeit abzuschalten. Immerhin erinnert der Schreibtisch beim Abendessen zu Hause an die unerledigte Arbeit. Ein guter Weg, um sich jeden Tag mental von der Arbeit zu verabschieden ist das Abhaken einer Prioritätenliste. Diese hilft, sich noch einmal alle Aufgaben vor Augen zu führen und gibt einen guten Überblick über ausstehende Projekte. Offene Aufgaben übertragen Mitarbeiter auf eine neue To-Do-Liste für den nächsten Tag, um mental loszulassen.

 

 

18. Schlüsselfaktor Kommunikation

 

Im Zweifelsfall sollten sich Kollegen immer anrufen anstatt Nachrichten zu verschicken. Die beste Art der Kommunikation ist eben die verbale Kommunikation. Virtuelle Tools wie Zoom, Skype, Slack und viele mehr erlauben das Teilen des Bildschirms, so dass die Person auf der Empfängerseite genau weiß, worüber Du sprichst ohne langes Hin- und Herschreiben.



Konzentriert und produktiv im Homeoffice

 

Von zu Hause aus zu arbeiten erfordert Disziplin und etwas Zeit der Eingewöhnung. Personalmanager und Vorgesetzte sollten daher nicht zu hart mit sich selbst und ihren Mitarbeitern sein und lernen, Grenzen zu setzen. 

 

Dabei ist menschlicher Kontakt im Homeoffice der wichtigste Faktor, damit Mitarbeiter produktiv und zufrieden arbeiten können. Sich den ganzen Tag von allen Menschen zu isolieren, kann zu Depressionen und Angstgefühlen beitragen. Dem rechtzeitig entgegenzuwirken ist eine wichtige Aufgabe einer Personalabteilung

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