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Personalabteilung

Fürsorgepflicht der Arbeitgeber: Das gehört alles dazu

Alle Arbeitgeber tragen für ihre Mitarbeiter eine Verantwortung. Die Fürsorgepflicht der Arbeitgeber kommt dabei in vielen gesetzlichen Regelungen zum Vorschein. Aufgrund der recht unterschiedlichen Ausgestaltung der möglichen Arbeitsverhältnisse verteilen sich diese auf verschiedene Gesetze und sind meist recht allgemein gehalten.

Wir möchten etwas Licht ins Dunkel bringen und stellen Dir die einzelnen Schutzbereiche näher vor.

Fürsorgepflicht des Arbeitgebers: Welche Bereiche sind geschützt?

Das Verhältnis zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern ist nicht immer einfach, sollte jedoch grundsätzlich von gegenseitigem Vertrauen und Respekt geprägt sein.

 

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So sind alle Arbeitnehmer Dir als Arbeitgeber gegenüber zur Treue verpflichtet. Im Gegenzug entsteht die Fürsorgepflicht für jeden einzelnen der Mitarbeiter.

Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers ergibt sich aus folgenden Gesetzen:

Zusätzlich gelten unter Umständen auch weitere Regeln, die die Berufsgenossenschaften oder Kammern einzelner Berufszweige aufweisen.

Achtung: Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers beginnt bereits, wenn ein Vorstellungsgespräch ansteht. Dies gilt insbesondere für eine Aufklärungspflicht hinsichtlich der in Deinem Unternehmen herrschenden Umstände.

Fürsorgepflicht der Arbeitgeber: Grundregeln

Obwohl es sehr viele verschiedene Regelungen gibt, die sich detailliert mit der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers beschäftigen, so musst Du diese in den meisten Fällen nicht unbedingt kennen, um korrekte Entscheidungen zu treffen.

In § 618 Abs. 1 BGB heißt unter anderem es, dass Du als Arbeitgeber

  • Räume, Vorrichtungen oder Gerätschaften, die zur Verrichtung der Dienste nötig sind, beschaffen, einrichten und unterhalten musst
  • sowie dafür zu sorgen hast, dass Mitarbeiter gegen eine Gefahr für das Leben sowie die Gesundheit geschützt sind, sofern es die Art der Dienstleistung gestattet. 

Vor allem der letzte Teil ist von besonderer Bedeutung für Dich, denn je nach Segment fallen die Anforderungen sehr unterschiedlich aus.

Wer beispielsweise mit ätzenden Lösungen arbeitet, kann dies selbstverständlich nicht ohne Handschuhe tun. Entstehen gesundheitsschädliche Gase, ist eine entsprechende Maske nötig.

Ein klassischer Bürojob am Schreibtisch erfordert hingegen nur wenig Schutz, während es Dachdeckern durchaus zuzumuten ist, auf dem First eines Daches entlangzugehen. Die nötige Sicherung muss zwar erfolgen, eine Gefahr lässt sich bei derlei Tätigkeiten jedoch nie ganz ausschließen.

Hältst Du Dich an diese Grundsätze der Sicherheit, so kommst Du Deiner Fürsorgepflicht als Arbeitgeber in aller Regel bestens nach.

Schutzbereiche der Fürsorgepflicht und besonders schutzwürdige Personen

Auch wenn es kaum möglich ist, alle Schutzbereiche abschließend aufzuführen, so möchten wir es Dir dennoch etwas leichter machen, die verschiedenen Bereiche der Fürsorgepflicht als Arbeitgeber etwas genauer kennenzulernen.

Arbeitsschutz als wichtigster Teil der Fürsorgepflicht

Dieser Bereich ist sicherlich für die meisten Arbeitgeber von größter Bedeutung. Das Ziel ist dabei stets darauf ausgerichtet, Unfälle am Arbeitsplatz zu verhindern.

Dies bedeutet jedoch auch, dass der Arbeitsplatz so ausgestattet sein muss, dass es jedem Deiner Mitarbeitenden zuzumuten ist, die jeweiligen Aufgaben zu erfüllen. So muss allen Angestellten, die am PC sitzen, ein Schreibtisch, ein PC mit Monitor und Zubehör sowie ein Schreibtischstuhl zur Verfügung stehen.

 

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Es besteht hingegen kein ausdrücklicher Anspruch auf einen teuren, ergonomischen Schreibtischstuhl. Auch ein zweiter Schreibtischstuhl zum Wechseln oder aber ein höhenverstellbarer Schreibtisch sind nicht automatisch von der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers umfasst.

Etwas anderes kann ausnahmsweise gelten, wenn ein Rückenleiden vorliegt und dieses ärztlich bescheinigt wird. Unter Umständen genügt es hier jedoch auch, wenn Du für ausreichende kurze Bewegungspausen sorgst.

Eine entsprechende Ausstattung musst Du auch für Homeoffice- bzw. Telearbeitsplätze bereitstellen.

Der Bereich des Arbeitsschutzes umfasst jedoch nicht nur die Einrichtung des Arbeitsplatzes, sondern auch psychische Belastungen, die Einhaltung der Arbeits- und Pausenzeiten sowie die Sicherung und Überwachung von Arbeitsprozessen.

Im Umgang mit Maschinen sowie gefährlichen Stoffen gelten viele Sondervorschriften, die sich allerdings stark unterscheiden.

Tipp: Besprich die Notwendigkeit bei bestimmten Wünschen am besten direkt mit dem Angestellten. So kannst Du dem Entstehen von gravierenden Problemen vorbeugen. Letztlich ist die Mitarbeiterzufriedenheit für Dein Unternehmen deutlich wichtiger als Kosteneinsparungen bei der Büroausstattung.

Erhöhter Schutz von Arbeitnehmer mit besonderen Bedürfnissen

Neben der allgemeinen Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gibt es bestimmte Berufsgruppen, die der Gesetzgeber als besonders schützenswert erachtet.

Dieser Schutz gilt:

  • bei Frauen während der Schwangerschaft
  • bei jugendlichen Angestellten (unter 18 Jahren)
  • gegenüber Schwerbehinderten
  • in höherem Alter (je nach Beruf ab 55 oder 60 Jahren)
  • bei einer sehr langen Betriebszugehörigkeit (über 20 Jahre)

Im Fokus stehen dabei die möglichen körperlichen Einschränkungen. So dürfen Schwangere beispielsweise nicht schwer heben.

Bei Jugendlichen ist es vor allem der Schutz vor zu kurzen Schlafphasen, sodass Arbeiten nach 22 oder 23 Uhr nur unter besonderen Umständen erlaubt sind.

Verletzungen der Fürsorgepflicht der Arbeitgeber vermeiden

Jeder Deiner Angestellten hat das Recht, die Arbeit zu verweigern, wenn die Sicherheit am Arbeitsplatz nicht gewährleistet ist.

Genau diesen Aspekt solltest Du also stets im Blick behalten. Zudem schützt Du Dein Unternehmen am besten dadurch, dass Du Dich aktiv um Deine Mitarbeiter kümmerst und Dich bei Problemen oder Fragen kooperativ zeigst. So verbesserst Du die Arbeitsatmosphäre, was sich letztlich positiv auf die Motivation aller Mitarbeiter auswirkt. Im Hinblick auf den Gewinn zahlen sich über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehende Fürsorgepflichten als Arbeitgeber daher in aller Regel aus.

 

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Die wichtigsten Informationen zur Fürsorgepflicht des Arbeitgebers im Schnelldurchlauf:

 

Gibt es einheitliche Regeln zur Fürsorgepflicht des Arbeitgebers?


Die Pflichten eines Arbeitgebers verteilen sich über viele verschiedene Gesetze. Im Fokus steht dabei der Grundsatz von Treu und Glauben gem. § 242 BGB.

Auf welche Bereiche erstreckt sich die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers?

Du bist sowohl für die Sicherheit als auch für eine ordentliche Ausstattung sowie die Einhaltung der Arbeitszeiten verantwortlich. Im Zentrum steht allerdings der Arbeitsschutz.

Was geschieht bei einer Verletzung der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers? 

 

Alle Arbeitnehmer können die Arbeit verweigern, sofern Sicherheitsbedenken vorliegen. Zudem drohen Dir in einigen Fällen Schadensersatzforderungen.

 

So hilft Kenjo beim Umsetzen der Fürsorgepflicht der Arbeitgeber

Mit der HR-Software von Kenjo kannst Du vielen Problemen vorbeugen, indem Du Arbeitsplatz-Umfragen durchführst, die Mitarbeiterzufriedenheit kontrollierst, das Arbeitsklima analysierst und Deinem Personal anonymes Feedback ermöglichst. 

Zudem verrät Dir das integrierte Abwesenheitsmanagement, welche Angestellten besonders häufig krankheitsbedingt ausfallen. Diese kannst Du anschließend gezielt in einem Mitarbeitergespräch ansprechen. Manchmal lassen sich auf diese Weise die Gründe für so manches Unwohlsein aus der Welt schaffen.

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