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HR-Services

HR-Berater: Definition, Aufgaben und Gehalt

Auf die Expertise eines HR-Beraters greifen Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen zurück. Denn ein guter HR-Consultant kennt sich mit den Abläufen und Prozessen in einer Personalabteilung aus und verfügt über wichtige Einblicke in die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt.

 

In diesem Artikel beleuchten wir den Aufgabenbereich von HR-Consultants näher und zeigen, in welchen personalspezifischen Bereichen sie Unternehmen unterstützend zur Seite stehen.

 

 

Was ist ein HR-Berater?

 

Doch zunächst einmal sollten wir klären, was sich genau hinter einem HR-Consultant verbirgt. HR-Consultants sind externe Fachleute, die Unternehmen bei Bedarf beauftragen, um bestimmte Aufgaben oder Prozesse der Personalabteilung nach außen abzugeben. Dabei übernehmen HR-Berater oftmals eigenständige HR-Projekte und liefern Lösungen oder Empfehlungen für die Personalteamleitung beziehungsweise das Unternehmen als Ganzes.

 

Auch wenn der Begriff HR-Consultant nicht selten synonym mit Personalberater verwendet wird, sind HR-Berater per se keine Personalberater. Auf die Abgrenzung zum Beruf des Personalberaters sollte deshalb geachtet werden: „Sucht ein Personalberater insbesondere nach passenden Fach- und Führungskräften, geht es bei der HR-Beratung vorrangig um Personal als Produktionsfaktor, mit dazugehörigen personalwirtschaftlichen Funktionen sowie Prozessen.“ (Consulting.de)

 

Es gibt zwei wesentliche Gründe, warum Unternehmen einen externen HR-Berater zur Unterstützung ins Boot zu holen:

 

  • Es handelt sich um ein kleines Unternehmen ohne eigene Personalabteilung oder die notwendige Expertise und Erfahrung, um ein wichtiges Projekt eigenständig zu realisieren. In dieser Situation kann es von Vorteil sein, die Aufgaben auszusourcen und die Dienstleistungen eines externen HR-Beraters in Anspruch zu nehmen.
  • Es handelt sich um ein großes Unternehmen mit eigener Personalabteilung, dass beispielsweise Schwierigkeiten bei der Bewältigung einer Aufgabe im HR-Bereich hat oder ein größeres HR-Projekt angehen möchte. Hier kann sich professioneller Input von außerhalb des Unternehmens lohnen. Ein externer HR-Berater blickt – wie schon gesagt – von außen auf die Situation und steht dem Unternehmen als unabhängiger Berater zur Seite.

 

 

Welche Qualifikationen zählen in der Personalmanagement-Beratung?

 

In Deutschland ist der Begriff des Beraters nicht geschützt und im Grunde kann sich jeder so nennen. Es gibt auch keine klassische Ausbildung wie im Handwerksbereich. Oft bieten sich andere Studiengänge als Einstieg, zum Beispiel BWL oder Wirtschaftspsychologie oder eine kaufmännische Ausbildung an. 

 

Wir haben oben bereits darauf hingewiesen, dass HR- und Personalberater nicht ein und dasselbe sind. Während sich Personalberater um den Personalbedarf eines Unternehmens kümmern, umfasst der Aufgabenbereich von HR-Beratern Strategien, Maßnahmen und Prozesse im Bereich der Personalwirtschaft; dazu gehören unter anderem auch die Personalplanung und -entwicklung. Ein HR-Consultant sollte deshalb einen Abschluss im Bereich Arbeitnehmerbeziehungen (Stichwort: Employee Relationship Management) und Personalwesen mitbringen. Darauf aufbauend sind Zusatzqualifikationen in den Bereichen Führungs- und HR-Management sinnvoll.

 

Entscheidend ist jedoch die Erfahrung. HR-Berater blicken in der Regel auf eine lange Karriere zurück. Dadurch verfügen sie über die notwendige Expertise, um Unternehmen kompetent darin zu beraten, wie sie ihre Personalabteilung führen sollen. Denn eines sollte man hierbei nicht vergessen: Unternehmen beauftragen HR-Consultants, damit diese Aufgaben übernehmen, für die intern keine Ressourcen oder Expertise vorhanden sind.

 

Das Anforderungsprofil an einen HR-Berater zeichnet sich deshalb durch einige grundlegende Kriterien aus, wobei die Berufserfahrung zu den wichtigsten gehört. Weitere wichtige Kompetenzen und Fähigkeiten sind: kommunikative Fähigkeiten, Fingerspitzengefühl, Teamorientierung, zielorientiertes und selbständiges Arbeiten, analytische Fertigkeiten, unternehmerisches Denken, Marktkenntnis, Fachkenntnis. 

 

 

Funktionen eines HR-Beraters

 

Die wichtigsten Aufgabenbereiche eines HR-Beraters sind:

 

Analyse und Bewertung der Ausgangssituation

  

Zu den wesentlichen Aufgaben eines HR-Consultants gehört die ausführliche Analyse der bestehenden Arbeitsweise der Personalabteilung, einschließlich Prozesse, Abläufe und Richtlinien. Das heißt, HR-Consultants sammeln alle wichtigen Informationen und bereiten die gewonnenen Daten in einem Bericht an das Kundenunternehmen auf.

 

Beratung

 

Ein HR-Consultant steht der Personalleitung beratend zur Seite und begleitet sie bei allen Herausforderungen und Problemen, die im Zusammenhang mit der HR-Abteilung aufkommen. 

 

Ein HR-Berater muss deshalb auch Verbesserungsvorschläge machen und Empfehlungen aussprechen, wie ein Unternehmen seine Arbeitsabläufe optimieren kann. Dazu entwickeln, überprüfen und implementieren HR-Consultant bei Bedarf neue Richtlinien.

 

HR-Berater

 

 

Monitoring

 

Die Arbeit von HR-Beratern endet aber nicht, nachdem sie Empfehlungen für effizientere Arbeitsabläufe ausgesprochen oder Optimierungsvorschläge gemacht haben. Im Gegenteil, das Monitoring von Veränderungsprozessen muss ebenso gewährleistet sein. Änderungen, die ein Unternehmen im Rahmen eines HR-Consultings durchführt oder implementiert, müssen nachverfolgt, überprüft und ausgewertet werden. Nur so können im weiteren Verlauf Anpassungen vorgenommen und die gewünschten Zielvorhaben erfolgreich umgesetzt werden.

 

 

Einhaltung rechtlicher Vorschriften (Legal Compliance)

 

Das deutsche Arbeitsrecht ist komplex – und die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben und Verpflichtungen unbedingt erforderlich. Zu Schwierigkeiten kann es kommen, wenn es im Unternehmen keinen Experten für Arbeitsrecht gibt (was oftmals der Fall ist). Deshalb übertragen Unternehmen gern die Verantwortung für die Einhaltung aller rechtlichen Verpflichtungen und Vorgaben auf einen spezialisierten HR-Berater.

 

 

Fort- und Weiterbildung

 

HR-Consultants unterstützen Unternehmen auch in der Weiterbildung ihres Teams. Das umfasst meist fachliche Weiterbildungen sowie Mitarbeiterschulungen im Zusammenhang mit der Einführung neuer Methoden, Techniken und Verfahren.

 

 

Was verdient ein HR-Berater?

 

Laut Stepstone liegt das Durchschnittsgehalt eines HR-Consultants in Deutschland bei 60.600 Euro pro Jahr; im Vergleich dazu spricht Glassdoor von durchschnittlich 59.165 Euro pro Jahr. Das Durchschnittsgehalt eines Personalberaters liegt bei 51.200 Euro pro Jahr (Stepstone). 

 

In der Schweiz verdient ein HR-Consultant mit rund sieben Jahren Berufserfahrung circa 93.625,00 CHF (ungefähr 85.500 Euro) jährlich. 

 

In Spanien liegt laut Glassdoor das Durchschnittsgehalt eines HR-Beraters bei 46.876 Euro und in Großbritannien bei 41.186 Pfund (Change Board) pro Jahr.

 

 

Was macht einen guten Berater aus?

 

Eines ist deutlich geworden: Da die Funktionen von HR-Beratern ganz unterschiedliche HR-Bereiche berühren – die Beratung von Führungskräften, die Weiterentwicklung von Kompetenzen innerhalb der Belegschaft, die Verwaltung und die Vergütung des Personals – müssen sie eine Reihe von bestimmten Kriterien erfüllen, um ein Unternehmen bei der Umsetzung seiner Zielvorhaben zu unterstützen und ihre Arbeit erfolgreich auszuführen. Wir haben die wichtigsten hier noch einmal überblicksartig aufgegriffen:

 

  • Umfassende, nachweisbare Erfahrung als HR-Berater
  • Erfahrungen im Projektmanagement im Personalbereich
  • Expertise im HR-Bereich (Grundsätze, Aufgaben, Methoden und Best Practices)
  • Ausgeprägte Analyse- und Auswertungskompetenzen
  • IT-Verständnis, also Erfahrung im Umgang mit IT-Programmen, insbesondere mit HR-Software
  • Fähigkeiten in der strategischen Neuausrichtung, Strategieentwicklung und Erstellung eines Geschäftskonzepts
  • Problemlösungskompetenz
  • Hervorragende kommunikative Fähigkeiten
  • Ausgeprägte Teamkompetenz

 

Und ganz wichtig ist neben der fachlichen Expertise und dem unternehmerischen Denken auch ein ordentliches Maß an Empathie. Denn letztlich geht es bei der HR-Beratung immer auch um die Belegschaft eines Unternehmens.

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