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Personalabteilung

Was ist interne Kommunikation und wie kann man sie verbessern?

Eine gut funktionierende Kommunikation ist entscheidend für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg und eine höhere Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter*innen. Wie also würdest Du die interne Kommunikation in Deinem Unternehmen bewerten? Hervorragend, gut oder doch eher verbesserungswürdig?

 

Interne Kommunikation ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Unternehmensführung und Mitarbeiter*innen. Das heißt: Verfügen die Mitarbeiter*innen über alle wichtigen Informationen über das Unternehmen, die zu erledigenden Aufgaben und die Teams, mit denen sie zusammenarbeiten, schafft das Transparenz und fördert einen reibungslosen Arbeitsablauf – und sichert darüber hinaus den Dialog zwischen den unterschiedlichen Bereichen. All das ist notwendig, um gemeinsam auf die Unternehmensziele hinzuarbeiten. 

 

In diesem Artikel beschäftigen wir uns ausführlicher mit interner Kommunikation. Wir erklären Dir, was es damit auf sich hat, welche Instrumente und Arten es gibt und wie Du die interne Kommunikation in Deinem Unternehmen verbessern kannst.

 

 

Was ist interne Kommunikation? 

 

Interne Kommunikation bezieht sich also auf die Kommunikation innerhalb eines Unternehmens. Es geht um den Austausch und die Weitergabe von Wissen und Informationen zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen, den Abteilungen, dem Management und den Mitarbeiter*innen sowie den Mitarbeiter*innen untereinander.

 

Laut Gabler Wirtschaftslexikon „kennzeichnet [interne Kommunikation] zum einen eine Führungsfunktion, die mithilfe von Kommunikations- und Verhaltensmanagement ihre Organisation unterstützt. Zum anderen meint interne Kommunikation auf der operativen Ebene die geplanten Kommunikationsinstrumente (mediale und persönliche Kommunikation).“

 

Unternehmen setzen interne Kommunikationsstrategien ein, um ihre Mitarbeiter*innen über das Unternehmenskonzept, die Zielvorgaben, die erzielten Ergebnisse und die Unternehmenswerte, -ideale und -kultur zu informieren.

 

Effektive interne Kommunikation ist entscheidend für den Unternehmenserfolg. Sie muss also alle im Unternehmen erreichen und aktiv einbinden. Eine gut umgesetzte interne Kommunikationsstrategie kann so die Mitarbeiterbindung und die Identifikation der Belegschaft mit ihrem Unternehmen stärken. 

 

Dazu gehört beispielsweise, dass alle Abteilungen rechtzeitig über die Einführung neuer Arbeitsabläufe, über Umsatzsteigerungen oder auch über Neuerungen in der Belegschaft informiert werden. Dadurch fühlen sich die Mitarbeiter*innen als Teil eines Ganzen und das wirkt sich positiv auf ihre Arbeit und ihre Leistung aus.

 

 

Was ist der Unterschied zwischen interner und externer Kommunikation?

 

Unternehmenskommunikation hat grundsätzlich zwei Bereiche: interne und externe Kommunikation. Während also interne Kommunikation die Mitarbeiter- oder Personalkommunikation beschreibt, dreht sich bei der externen Unternehmenskommunikation alles um den Austausch mit anderen Unternehmen, Kooperationspartner*innen, Kund*innen, also der Öffentlichkeit. 

 

Aber Vorsicht: Eine strikte Trennung zwischen beiden Bereichen lässt sich nicht konsequent durchziehen. Interne und externe Kommunikation sind eng miteinander verbunden. Ziel einer gelungenen Unternehmenskommunikation ist, schreibt Für-Gründer.de, „das Image und die Reputation des Unternehmens zu pflegen sowie über wichtige Entwicklungen zu informieren“. Was also nach außen kommuniziert wird, muss intern auch gelebt werden.

 

 

Die vier Säulen der internen Kommunikation

 

Information, Dialog, Motivation und Wissenstransfer sind die vier Säulen, auf die die interne Kommunikation in einem Unternehmen aufbaut. Hinter diesen Säulen verbirgt sich:

 

  • Information: Unternehmenskommunikation dient der Weitergabe von relevanten Informationen an die betreffenden Mitarbeiter*innen; schlägt die Informationsweitergabe fehl, sind die anderen Säulen nicht realisierbar.
  • Dialog: Interne Kommunikation ist kein einseitiger Prozess; sie fördert den Dialog zwischen den unterschiedlichen Unternehmensbereichen.
  • Motivation: Wer transparent und effizient kommuniziert, motiviert sein Team und fördert die Leistungsbereitschaft; das wiederum verringert die die Mitarbeiterfluktuation und den damit verbundenen Wissensverlust.
  • Wissenstransfer: Wissensverlust entsteht bei hoher Mitarbeiterfluktuation; Mitarbeiter*innen dazu zu ermutigen, ihr Fachwissen zu teilen und sich so Anerkennung im Team zu erarbeiten, sichert den Informationsverlust und stärkt die Mitarbeiterbindung nachhaltig.


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Warum ist gute interne Kommunikation wichtig für Dein Unternehmen?

 

Laut einer Studie der Peter Schmidt Group sind 41 Prozent der befragten Beschäftigten der Meinung, dass in ihrem Unternehmen nicht offen und transparent kommuniziert wird und 75 Prozent der Beschäftigten möchten sich mehr ins Unternehmen einbringen und nach ihrer Meinung gefragt werden. 

 

Diese Zahlen zeigen, warum gute interne Kommunikation so wichtig ist. Sie soll die Glaubwürdigkeit, das Vertrauen sowie den Informationsfluss zwischen Unternehmensleitung und Mitarbeiter*innen als auch den Mitarbeiter*innen untereinander stärken.

 

Für nachhaltigen Unternehmenserfolg ist die Entwicklung und Umsetzung einer gut funktionierenden internen Kommunikationsstrategie also unerlässlich. Gut funktionierend bedeutet: eine offene, kontinuierliche und transparente Kommunikation, die alle Mitarbeiter*innen gleichermaßen einbindet und über gemeinsamen Unternehmensziele, Arbeitsverteilungen und Aufgaben anderer Abteilungen und Teammitglieder auf dem Laufenden hält. 

 

Das festigt nicht nur die Beziehung zwischen den Mitarbeiter*innen und den Abteilungen, sondern sorgt auch für einen Motivationsschub und eine gestärkte Unternehmenskultur. Außerdem sind in Unternehmen mit einer starken internen Kommunikationsstrategie Arbeitsabläufe besser organisiert und transparenter gestaltet – und das begünstigt eine effiziente Arbeitskultur mit motivierten und leistungsbereiten Mitarbeiter*innen.

 

Weitere Vorteile der internen Kommunikation sind: höheres Mitarbeiterengagement, geringere Fluktuationsrate und besseres Onboarding neuer Mitarbeiter*innen.



Kanäle der internen Kommunikation

 

Interne Kommunikation ist dann erfolgreich, wenn sie alle Mitarbeiter*innen zur richtigen Zeit mit der richtigen Botschaft und dem richtigen Inhalt erreicht. Für Unternehmen gibt es deshalb unterschiedliche Kanäle, über die sie ihre Mitarbeiter*innen erreichen können. 

 

Für die interne Unternehmenskommunikation kommen drei Hauptkanäle infrage:

 

  • direkt mündliche Kommunikation beziehungsweise Face-to-Face-Kommunikation
  • schriftliche Kommunikation (Print)
  • digitale Kommunikation

 

Aus diesen Kanälen wiederum lassen sich wichtige Instrumente der internen Mitarbeiterkommunikation ableiten.

 

 

Instrumente der internen Kommunikation 

 

Der Fokus der internen Unternehmenskommunikation richtet sich seit einigen Jahren verstärkt auf digitale Kommunikationsinstrumente. Das liegt auch daran, dass abhängig vom Kommunikationsziel jede Arbeitssituation und jedes Unternehmen unterschiedliche Tools erfordern. Klassische Instrumente wie Mitarbeiterzeitung, Schwarzes Brett, Plakate oder Briefe sind heute weniger präsent als noch vor Jahren, zumindest in ihrer analogen Ausführung.

 

Im Folgenden findest Du eine Auswahl interner Kommunikationsinstrumente:

 

 

Intranet oder Social Intranet

 

Intranets ermöglichen Unternehmen, die interne Kommunikation, den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit auf nur einer Plattform zu bündeln. Dazu gehören beispielsweise Tools für Teamarbeit, Chats, Feedback-Funktionen, interne Blogs und Wissensdatenbanken. 

 

Mit der Einführung der Social Intranets können sich Mitarbeiter*innen auch untereinander vernetzen und eigene Communities gründen, um projekt- oder aufgabenbezogen zu kommunizieren. Mitarbeiter*innen konsumieren also nicht nur Informationen, sondern können sich selbst engagieren, indem sie eigene Inhalte wie Präsentationen, Hintergrundinformationen, Fachbeiträge oder News mit ihren Kolleg*innen teilen.

 

 

E-Mails

 

E-Mails sind ein beliebtes Instrument in der Unternehmenskommunikation,  vor allem in größeren Unternehmen. Per E-Mail kann man ausgewählte Mitarbeiter*innen gezielt informieren, Feedback einholen oder wichtige Anhänge verschicken. Allerdings arbeiten Mitarbeiter*innen immer mehr remote und in Anbetracht überfüllter Postfächer scheinen E-Mails nicht immer das optimale Mittel, um wichtige Informationen mitzuteilen.

 

 

Messaging

 

Mit Instant Messenger oder Chats kann die Kommunikation zwischen einzelnen Abteilungen, Teams und Mitarbeiter*innen vereinfacht und Kommunikationswege im Vergleich zur klassischen E-Mail stark verkürzt werden – Stichwort: digitale Kommunikation in Echtzeit. 

 

Besonders hilfreich ist das, wenn Mitarbeiter*innen eines Teams unterwegs sind oder schnell etwas während eines Meetings klären möchten. Typische Tools der interne Unternehmenskommunikation sind Messenger wie Slack oder Skype, die in ihrer Business-Version meist mit nützlichen Zusatzfunktionen ausgestattet sind. 

 

 

Interner Unternehmensblog 

 

Ein interner Blog ist eine ideale Plattform für den internen Austausch, Wissenstransfer, aber auch um dem Team die Unternehmenskultur näherzubringen. Mitarbeiter*innen können dafür eigene Inhalte erstellen und das Management kann dieses Instrument sinnvoll zur Information der Mitarbeiter*innen einsetzen. Fotos und Videos lockern einen Unternehmensblog auf und werden obendrein gern geteilt.

 

 

Interner Newsletter 

 

Unternehmensinterne Newsletter werden klassischerweise regelmäßig per E-Mail an das gesamte Team oder bestimmte Unternehmensbereiche versendet. Manche Unternehmen machen die Newsletter auch als Downloadversion im Intranet verfügbar. Die Themen können mithilfe geeigneter Tools schnell und einfach aufbereitet werden. 

 

 

Wissensdatenbanken (Stichwort: Unternehmens-Wiki)

 

Eine unternehmensinterne Wissensdatenbank bündelt allgemeine Informationen und Fachwissen und ermöglicht Mitarbeiter*innen einen schnellen Zugriff auf relevante Informationen. Außerdem können Mitarbeiter die Inhalte mitgestalten, ändern oder ergänzen. Wikis dienen auch der Dokumentation und stellen damit sicher, dass bei Krankheit oder Ausscheiden eines Mitarbeiters das Wissen im Unternehmen bleibt.

 

 

Präsenzveranstaltungen

 

Face-to-Face-Kommunikation oder persönliche Treffen bringen wichtige Vorteile, beispielsweise wenn entscheidende Informationen übermittelt werden müssen. Ob in Mitarbeitergesprächen, Versammlungen oder Teammeetings – direkte Kommunikation, gerade zwischen mehreren Personen, kann helfen, Meetings konstruktiver zu gestalten und Raum für direkte Rückfragen zu schaffen.

 

 

Videokonferenzen

 

Videokonferenzen sind eine gute Alternative zu Präsenzveranstaltungen, etwa wenn ein persönliches Treffen nicht möglich ist. Sie eignen sich für Mitarbeitergespräche oder Teammeetings. Da sich bei den meisten Tools für Videokonferenzen auch der Bildschirm teilen lässt, kann man hierüber auch wichtige Informationen teilen, Abläufe genauer aufzeigen oder Mitarbeiter*innen eine neue Software anschaulich erklären.

 

 

Tools für Mitarbeiterfeedback

 

Eine gute Feedbackkultur ist erfolgsentscheidend; Mitarbeiterfeedback und Mitarbeitergespräche sind wichtige Instrumente der Mitarbeiterführung und der internen Unternehmenskommunikation. Unternehmen können mit spezifischen Tools, anonym Mitarbeiterfeedback einholen und Voraussetzungen für konstruktive Feedbackgespräche zwischen Mitarbeiter*innen und Vorgesetzten schaffen. 

 

Kenjos Feedback-Tool zur Mitarbeiterzufriedenheit eignet sich hervorragend, um die Bedürfnisse der Belegschaft zu sammeln und analysieren.

 

 

Die richtigen Kommunikationsinstrumenten auswählen 

 

Für eine erfolgreiche Gestaltung der internen Mitarbeiterkommunikation sorgt ein guter Instrumentenmix. Allerdings machen je nach Branche, Unternehmenskultur und Kommunikationsziele unterschiedliche Instrumente Sinn. 

 

Deshalb solltest Du zuerst die Anforderung festlegen, was die Instrumente überhaupt leisten sollen. Dafür ist es wichtig, die Bedürfnisse und (technischen) Voraussetzungen Deines Unternehmens zu kennen und die Ziele der internen Kommunikation genau zu bestimmen. Auf dieser Basis kannst Du entscheiden, welche Instrumente passen. 

 

Die Kanäle verfolgen unterschiedliche Zwecke: 

 

  • Mitarbeitergespräche werden in der Regel ein- bis zweimal durchgeführt und dienen vor allem dem Feedback und der Vermittlung entscheidender Informationen. 
  • Persönliche Gespräche: Es ist ohne Frage, persönliche Gespräche stärken die Verbundenheit im Team; allerdings können damit nicht alle Mitarbeiter*innen immer gleichzeitig und -wertig informiert werden.
  • Newsletter werden normalerweise einmal im Monat versendet und eignen sich für allgemeine Bekanntmachungen wie Unternehmenserfolge, Berichte über die Unternehmenskultur und -vision).
  • Intranet, Messaging und Wissensdatenbanken kommen tagtäglich zum Einsatz, etwa zum raschen Informationsaustausch und Wissenstransfer; sie binden Teammitglieder aktiv in die Kommunikation ein.
  • Videokonferenzen können zwar auch für Mitarbeitergespräche eingesetzt werden, allerdings eignen sie sich eher für einen generellen Informationsaustausch, wöchentliche Teammeetings (bei Remote-Teams) 
  • Mitarbeiterfeedbacks wie das 360-Grad-Feedback-Gespräch sollten mindestens ein- bis zweimal im Jahr eingeholt werden. Sie fangen wichtige Stimmungsbilder ein und zeigen auf, womit Mitarbeiter*innen vielleicht unzufrieden sind; sie ermöglichen Unternehmen frühzeitiges gegensteuern. 

 

Jedes Instrument hat seine Vor- und Nachteile. Um die Entscheidung für oder gegen ein Instrument etwas zu vereinfachen, gibt es unterschiedliche Kriterien für die Instrumentenauswahl:

 

  • Inhalte: Eignet sich das Instrument zur Vermittlung der Inhalte? Es gibt Informationen, die eher persönlich als über digitale Tools vermittelt werden sollten. Auch die Visualisierung und die Kanalisierung von Inhalten spielen hier rein.
  • Schnelligkeit: Wie schnell werden die Informationen übertragen? In Echtzeit? Gerade in Krisen- oder eiligen Situationen kann es enorm wichtig sein, dass alle Beteiligten rechtzeitig erreicht werden.
  • Akzeptanz: Wie nutzen die Mitarbeiter*innen das jeweilige Instrument? Gibt es Generationsunterschiede in Bezug auf die Nutzung der einzelnen Instrumente?
  • Dialog- und Feedbackfähigkeit: Können Mitarbeiter*innen mithilfe des Instruments Feedback, persönliche Meinungen und Ideen austauschen? 
  • Emotionalität: Kann man über das Instrument auch Wertschätzung und Anerkennung vermitteln

 

Wichtig ist, dass Dein Unternehmen eine Auswahl trifft und sich auf einige wenige Instrumente beschränkt. Der Einsatz zu vieler verschiedener Instrumente kann Mitarbeiter*innen überfordern und für ein Informationschaos sorgen (Demotivation ist vorprogrammiert). 

 

HR-KPI-Analyse

 

 

Interne Kommunikation und Unternehmenskultur

 

Der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt mit einer offenen, effizienten und kontinuierlichen Kommunikation. Wie die interne Kommunikation gestaltet ist, sagt viel über die Kultur eines Unternehmens und dessen Betriebsklima aus. Denn: Interne Kommunikation spielt eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung der Unternehmenskultur und -werte. Sie soll ein Gemeinschaftsgefühl schaffen, Engagement im Team fördern und Potenziale aktivieren, schreibt die Agentur markenzeichen. „Gut gemacht, wird sie zum Motor der Unternehmensentwicklung und befördert den Dialog und Austausch, der Grundlage von Innovation ist.“

 

Es ist also umso bedeutender – auch für die Außenwahrnehmung eines Unternehmens –, dass die Kommunikationsstrategie die Werte des Unternehmens widerspiegelt und diese Werte tatsächlich im Betrieb gelebt werden. 

 

 

Was ist der Unterschied zwischen Horizontale und Vertikale Kommunikation?

 

Grundsätzlich unterscheiden wir bei der internen Mitarbeiterkommunikation zwischen der vertikalen und horizontalen Kommunikation. 

 

 

Vertikale Kommunikation

 

Vertikale Kommunikation beschreibt den Austausch zwischen Führungskräften und ihren Mitarbeiter*innen.

 

Gängige Instrumente der vertikalen Kommunikation sind beispielsweise monatliche Rundschreiben/Newsletter, Mitarbeitergespräche, Intranet oder Mitarbeiterbefragungen. 

 

 

Horizontale Kommunikation

 

Bei der horizontalen Kommunikation kommunizieren Personen der gleichen Hierarchieebene, zum Beispiel Kolleg*innen.

 

Während die vertikale Kommunikation auf allen Unternehmensebenen stattfindet, erfolgt bei der horizontalen Kommunikation der Austausch auf einer Unternehmensebene.

 

Unter horizontale Kommunikation fallen beispielsweise Abteilungsbesprechungen, Arbeitsgruppen und Kundenkommunikation.

 

 

5 Fehler in der internen Kommunikation, die Du vermeiden kannst

 

Schlechte oder gar fehlende interne Kommunikation führt zu Unzufriedenheit und hoher Fluktuation. Im Folgenden findest Du fünf der häufigsten Fehlerquellen in der internen Unternehmenskommunikation.

 

 

1. Informationen kommen zu früh/viel zu spät oder sind unvollständig

 

Der zeitliche Aspekt spielt eine wichtige Rolle in der internen Kommunikation. Wenn Mitarbeiter*innen beispielsweise erst in den Medien von geplanten internen Umstrukturierungen erfahren, kann das nicht nur enttäuschend sein, sondern auch als Vertrauensbruch empfunden werden. Ebenso können zu frühe Bekanntmachungen Unmut und Irritationen nach sich ziehen (Dein Unternehmen zieht zum Beispiel die Fusion zweier Abteilungen in Betracht, hat diese aber noch nicht endgültig beschlossen).

 

Deshalb: Informiere Deine Mitarbeiter*innen über Neuerungen möglichst zeitnah; wichtige Informationen solltest Du immer zuerst nach innen und vollständig kommunizieren.

 

 

2. Es findet kein Dialog statt

 

Einer der größten Fehler und ungenutzten Chancen in der internen Kommunikation ist, die Kommunikation einseitig zu gestalten. Das heißt: Mitarbeiter*innen erhalten Informationen, haben aber keine Möglichkeit, Anregungen oder Feedback zu geben

 

Deshalb: Beziehe Dein Team aktiv in die Kommunikation mit ein. Gib Deinen Mitarbeiter*innen die Möglichkeit, sich einzubringen, ihr Wissen weiterzugeben und ihre Meinung kundzutun. Feedback ist elementar für einen funktionierenden Kommunikationsprozess.

 

 

3. Du misst nicht, was gelesen/genutzt wird

 

Burkhard Heidenberger, Trainer für Arbeitsmethodik, Stress- & Zeitmanagement, schreibt auf seiner Webseite: "Werden für die Weiterleitung von Informationen Kanäle und Tools verwendet, die von der Zielgruppe nicht/kaum genutzt werden, läuft die interne Kommunikation in eine Sackgasse“.

 

Also: Setz Dich mit der Frage auseinander, welche Informationskanäle Deine Mitarbeiter*innen zum Informationsaustausch bevorzugt oder überhaupt nutzen. Überprüfe, ob die geteilten Inhalte auch bei den Mitarbeiter*innen ankommen, die sie brauchen? Mitarbeiterbefragungen sind dafür ein geeignetes Mittel.

 

 

4. Keine zielgerichtete Information

 

Es geht nicht nur darum, die Mitarbeiter*innen grundsätzlich auf dem Laufenden zu halten, sondern sie über relevante Themen auf dem Laufenden zu halten.

 

Deshalb: Prüfe die Relevanz der Informationen. Teile Informationen mit Deinen Mitarbeiter*innen, die sie brauchen, um ihren Job gut zu machen. Betrifft ein wichtiges Thema nur bestimmte Abteilungen oder Mitarbeitergruppen, teile die Info mit diesen Gruppen. So vermeidest Du, dass Deine Mitarbeiter*innen in einer Informationsflut ertrinken oder wichtige Informationen übersehen.

 

 

5. Wertschätzung kommt viel zu kurz

 

Fehlende Wertschätzung der Arbeitsleistung und mangelnde Anerkennung von Mitarbeitermeinungen und -feedback kann zu Problemen in der internen Kommunikation und somit auch der Unternehmenskultur führen.

 

Deshalb: Bringe Deinen Mitarbeiter*innen regelmäßig Lob und Anerkennung für ihre Leistung entgegen und pflege eine ausgewogene Feedbackkultur. 

 

Mehr zu diesem wichtigem Thema und wie sich das sogenannte Performance Management gewandelt hat, findet sich in diesem Artikel: Performance Management im Wandel.

 

 

Wie verbessert man die interne Kommunikation?

 

Der Nutzen interner Kommunikation ist deutlich geworden. Falls Dein Unternehmen Nachholbedarf in der Umsetzung hat: Im Folgenden haben wir Tipps zusammengestellt, wie Du die interne Kommunikation in Deinem Unternehmen effektiver gestalten kannst.

 

 

1. Aktionsplan erstellen 

 

Definiere klare Zielvorgaben für die interne Kommunikation. Bevor Du überhaupt Hand an Deine interne Kommunikationsstrategie legst, kläre, wie in Deinem Unternehmen kommuniziert werden soll. Wie soll die Kommunikationskultur aussehen und ab wann soll sie im Unternehmen gelebt werden? Ein Aktionsplan erleichtert diese Aufgabe.

 

Folgende Punkte solltest Du dabei berücksichtigen:

 

  • Sprache und Umgangston: Je nach Unternehmenskultur kannst Du das betriebliche Miteinander formell oder informell gestalten.
  • Wie viele Informationen: Du solltest Nachrichten bündeln und Dich in Mitteilungen auf einige wenige Punkte und Gedanken konzentrieren.
  • Zeitpunkt der Information: Wie oft möchtest Du Deine Mitarbeiter*innen informieren? Monatlich, quartalsweise, jährlich? Diese Entscheidung hilft Dir, einen Informationsüberfluss zu vermeiden und geeignete Kanäle zu finden.
  • Art und Weise der Information: Wie möchtest Du kommunizieren? Per Newsletter, E-Mail, Meetings, Chat?

 

 

2. Agile Instrumente einsetzen

 

Agile Tools können die interne Kommunikation nicht nur beschleunigen, sondern auch den Austausch erleichtern und somit die Produktivität steigern. Denn: Sie halten Mitarbeiter*innen und Teams über kommende Projekte, die damit verbundenen Aufgaben, die Projektdokumentation, beteiligte Abteilungen und übergeordnete Ziele informiert.

 

Agile Tools erlauben meistens den Zugriff von verschiedenen Geräten. Dadurch sind Mitarbeiter*innen stets auf dem aktuellen (Projekt-)Stand und es ist leichter, alle Beteiligten zeitnah und zeitgleich zu informieren.

 

 

3. Zugriff auf unterschiedliche Kommunikationskanäle

 

Nicht alle Kommunikationskanäle leisten die gleiche Arbeit oder erreichen alle Mitarbeiter*innen wenn nötig. Das birgt das Risiko von Informationsdefiziten und sogar Falschinformationen, was besonders kritisch bei unternehmensrelevanten Themen ist. 

 

kenjo interne Kommunikation*Die in diesem Bild enthaltenen Informationen sind frei erfunden.

 

 

Mithilfe von Team-Newslettern, allgemeinen Meetings oder einer internen HR-Messaging-Software kannst Du sicherstellen, dass alle Mitarbeiter*innen erreicht werden. Mit Kenjo etwa kannst Du Unternehmensmitteilungen oder wichtige Nachrichten auf der gemeinsamen Plattform veröffentlichen. Alle Mitarbeiter*innen können diese Informationen in ihrem persönlichen Konto einsehen.

 

In diesem Artikel haben wir die Bedeutung und die Vorteile gute interner Kommunikationssysteme in Unternehmen erläutert. In vielen Unternehmen bleiben diese Projekte oftmals in der Schublade liegen, doch eine gute interne Kommunikation ist die Grundvoraussetzung für erfolgreiche Geschäftsmodelle.  Alle oben genannten Maßnahmen werden nichts bringen, wenn das Management und die Personalabteilungen nicht zuhören und neue Informationen aufnehmen und umsetzen können. Mitarbeiter wollen sich gehört und wertgeschätzt fühlen und in diesem Sinne ist es immer eine gute Idee, bei der internen Kommunikation auf das Feedback der Belegschaft zu setzen.

 

Wir hoffen, dass wir unsere Verbesserungsvorschläge zur Unternehmenskommunikation die nötige Hilfestellung gegeben haben, um Deine interne Kommunikation zu stärken und die beste Lösung für Dein Unternehmensmodell finden kannst. 

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