Wie arbeitet man neue Mitarbeiter am besten ein, so dass sie sich trotz mobiler Arbeit und Homeoffice als Teil eines Teams fühlen? Als Teil einer ganzheitlichen Personalstrategie hilft ein optimierter Onboarding-Prozess beim Start in den neuen Job.
Inmitten der allgemeinen Aufregung um Covid-19 und der damit verbundenen Umstellung auf mobiles Arbeiten und Homeoffice ist es gar nicht so einfach, talentierte Kandidaten anzuwerben und einzustellen. Haben Personalmanager erst einmal mit diesem Schritt Erfolg gehabt, wartet auch schon die nächste Hürde: Wie arbeitet man am besten neue Mitarbeiter ein und wie läuft ein effektiver Onboarding-Prozess ab, wenn sowohl Vorgesetzte als auch Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten?
Da kann man schon einmal ins Schwitzen geraten, aber keine Panik, wir sind hier, um zu helfen. Als Experten für HR-Software kennen wir die Bedürfnisse unserer Kunden und wissen genau, was Personalmanager tun müssen, damit sie den Onboarding-Prozess optimieren und ihre neuen Mitarbeiter auch im Homeoffice einarbeiten können.
So bleiben im Schnitt vier von fünf neu eingestellten Mitarbeitern im Unternehmen, was für eine erfolgreiche Einarbeitung spricht. Doch laut einer Untersuchung des Jobportals stepstone.de empfindet nur etwa die Hälfte der neuen Mitarbeiter den Onboarding-Prozess als strukturiert und angenehm. Da gibt es also noch viel Platz nach oben.
Als Teil einer ganzheitlichen Personalstrategie sorgt das Onboarding für eine reibungslose Mitarbeiterintegration, um neue Mitarbeiter optimal bei der Vorbereitung und Einarbeitung zu begleiten.
In der Regel dauert die Einarbeitungszeit zwischen einer Woche und einem Monat und sollte idealerweise auch schon vor dem ersten Arbeitstag beginnen. Die ersten Tage vermitteln Mitarbeitern ein Bild vom Unternehmen und den Werten, für die diese stehen.
Immerhin gilt: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.
Während dieser kritischen Phase beobachten neu eingestellte Mitarbeiter genau, wie Prozesse organisiert sind, wie Kollegen in informellen und formellen Situationen miteinander agieren und wie Leistung erbracht wird. Ein erfolgreicher, optimierter Onboarding-Prozess zeichnet sich dadurch aus, dass neue Mitarbeiter:
In diesem Sinne bietet das Onboarding eine großartige Chance, die Unternehmenskultur und jeweiligen Erwartungen an jeden, der dort arbeitet, transparent darzustellen.
Grafik: Aneta Kosinska
In dieser von Kosinska, A erstellten Grafik ist das Verhältnis zwischen dem wirtschaftlichen Wert, “Economic Value” genannt, und der Zeit gut dargestellt. Diese ist wiederum unterteilt in eine Investitions- und Gewinnzone. Wie wir sehen, fällt in die Zeit des Onboardings der Löwenanteil der Investition: Hier müssen Personalmanager und Vorgesetzte sich genügend Zeit nehmen, neue Mitarbeiter zu schulen und einzuarbeiten. Nur dadurch lässt sich ein angemessener Return on Investment (ROI) erzielen.
Immerhin ist sowohl die Suche nach geeigneten Bewerbern als auch die Einarbeitungszeit ein zeit- und kostenintensiver Prozess. Daher gilt es, den Onboarding-Prozess richtig zu gestalten und dem Mitarbeiter genügend Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen.
Laut Untersuchungen von Gallup und Tata Consulting verbessert eine positive Onboarding-Erfahrung die Chancen, dass der neue Mitarbeiter nicht nach ein paar Wochen innerlich auscheckt und sich nach einer neuen Stelle umsieht um 82 %. Eine negative Onboarding-Erfahrung dagegen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der neue Mitarbeiter das Unternehmen recht schnell wieder verlässt.
Für die meisten neuen Mitarbeiter fühlt sich der erste Arbeitstag wie der erste Schultag an: Sie sind aufgeregt, vielleicht ein wenig ängstlich und brennen darauf, in ihrer neuen Firma etwas zu bewegen. Wir erinnern uns bestimmt alle an den ersten Tag auf einer neuen Arbeit. Ein Onboarding-Prozess zu optimieren und gestalten bildet einen idealen Rahmen, damit Mitarbeiter Bedenken oder Rückmeldungen über ihre neue Rolle und ihr neues Umfeld ohne falsche Scheu mitteilen. Weitere Vorteile sind:
Vier Hauptbereiche haben den größten Einfluss auf einen erfolgreichen Onboarding-Prozess:
Strukturieren und organisieren Personalmanager diese Bereiche gut durch, sind sie auf dem besten Weg, ihre Neueinstellungen zu Insidern zu machen, die langfristig einen Unternehmensbeitrag leisten wollen und für ihren Job brennen.
Nach dem Recruiting sollten neue Mitarbeiter während der Einarbeitungsphase alle wichtigen und relevanten Kollegen treffen, mit denen sie in ihrer neuen Rolle zusammenarbeiten werden. Dazu gehören Manager, Teamkollegen, Führungskräfte, neu eingestellte Mitarbeiter und die Personalabteilung.
👍🏻 Führungskräfte involvieren
👍🏻 Abteilungsgespräche
👍🏻 Team-Meetings
👍🏻 Ungezwungene Kennenlernrunden
👍🏻 Einführung in die Personalabteilung
👍🏻 Individuelle Vorstellung
Während der Onboarding-Phase müssen neue Mitarbeiter die Unternehmensstrategie verstehen, die Richtung des Unternehmens kennen und wissen, welche Fähigkeiten sie benötigen, um dorthin zu gelangen.
👍🏻 Einblicke in die einzelnen Rollen
👍🏻 Einblicke in die Technik und Software
👍🏻 Kernstrategie des Unternehmens
Wenn wir den Onboarding-Prozess optimieren, erleichtern wir neuen Mitarbeiter die Einarbeitung ungemein. Dazu gehört auch das Bereitstellen entsprechender Ressourcen.
👍🏻 Papierkram und Verwaltung
👍🏻 Begrüßungspakete
👍🏻 Handbuch für die mobile Arbeit
Funktionierende Technik und der entsprechende Zugang ist die Voraussetzung für einen guten Start in jedem Unternehmen, aber im Homeoffice noch mehr als je zuvor, um einen stressfreien Onboarding-Start zu gewährleisten.
👍🏻 Ausrüstung
👍🏻 Zoom-Müdigkeit
Unabhängig davon, ob es sich um ein junges Startup-Unternehmen oder einen großen multinationalen Konzern handelt, die Erfahrung des Mitarbeiters bei der Einarbeitung wird seine Wahrnehmung für den Rest seiner Zeit im Unternehmen prägen. Deshalb sollten Personalmanager und Vorgesetzte das Onboarding auch im Homeoffice als Investition in die Zukunft betrachten und dementsprechend die richtigen Ressourcen auf die Menschen, Prozesse, Strategien und Technologien zur Verfügung stellen.
Mit einer optimierten Onboarding-Software gelingt die reibungslose Mitarbeiterintegration einfach und schnell, denn für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Ein positiver Einarbeitungsprozess bindet Fachkräfte an das Unternehmen und sorgt für zufriedene Mitarbeiter und ein funktionierendes Unternehmen.
Antea Kosinska arbeitet als Remote Change Consultant mit Führungskräften an digitalen Transformationsprojekten und ist auf Kommunikation und Schulungen spezialisiert.