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Was ist der ENPS und warum ist er wichtig?

Geschrieben von Anja Knorr | 28 Oktober 2020

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026


Der eNPS ist wahrscheinlich eine der interessantesten Kennzahlen für die Personalabteilung. Es handelt sich um eine schnelle und unkomplizierte Methode zur Messung der Mitarbeiterbindung, legt mögliche Schwachstellen auf und führt zu echten Verbesserungen innerhalb von Unternehmen. 

 

Immerhin wissen wir alle, dass zufriedene Mitarbeiter auch bessere Arbeitsleistungen bringen. Und in diesem Sinne wirkt sich der eNPS direkt auf die Geschäftsergebnisse aus.

 

 

Was ist der eNPS?


 

Mit dem eNPS, oder besser gesagt der Employee Net Promoter Score, können Unternehmen die Mitarbeiterbindung messen. Dazu stellen Personalmanager ihrer Belegschaft eine einfache Frage:

 

"Wie wahrscheinlich ist es auf einer Skala von null bis zehn, dass Du dieses Unternehmen einem Freund oder einer Freundin als Arbeitsort weiterempfehlen würdest?"

 

Anschließend können die Mitarbeiter entsprechend ihren Antworten in folgende Gruppen eingeteilt werden:

 


  • Befürworter (Promoter im Englischen): Mitarbeiter, die dem Unternehmen eine Bewertung von neun oder zehn gegeben haben und daher motiviert und zufrieden sind.
  • Neutrale (Passive): Mitarbeiter, die eine Note von sieben oder acht vergeben haben, also zufrieden sind, das Unternehmen aber nicht weiterempfehlen würden.
  • Kritiker (Detractors): Alle, die weniger als sechs Punkte verteilen, sind unzufrieden und könnten das Unternehmen sogar diskreditieren.

 

Aus diesen Ergebnissen lässt sich dann eine Gesamtzahl ermitteln, die die Entwicklungstendenzen über einen bestimmten Zeitraum leicht nachvollziehen und messen lässt.

 

Was ist der Unterschied zwischen eNPS und NPS


 

eNPS kommt von NPS, dem Net Promoter Score. Diese Metrik, die verwenden Unternehmen, um die Kundentreue zu messen. Fred Reichheld hat dieses Verfahren in den frühen 90er Jahren in der Harvard Business Review veröffentlicht. In diesem Artikel erläutert er seine Auffassung, dass das Stellen einer einzigen Frage die beste und wirksamste Methode zur Messung der Kundenzufriedenheit sei. Daraufhin testeten zahlreiche Unternehmen dieses Verfahren und fanden sie äußerst wertvoll.

 

Wenn dieses System also für die Messung der Kundenloyalität funktioniert, warum sollte es dann nicht auch für die Messung der Mitarbeiterloyalität funktionieren? Und so entstand der Employee Net Promoter Score. Dennoch sollten wir nicht vergessen, dass es gewisse Unterschiede zwischen dem einen und dem anderen System gibt.

 

Zunächst einmal ist unsere Fragestellung anders:

 


  • NPS: Wie wahrscheinlich ist es, dass Du [Name der Marke oder des Produkts] einem Freund oder Familienmitglied weiterempfehlen wirst?
  • eNPS: Wie wahrscheinlich ist es, dass Du dieses Unternehmen einem Freund oder einer Freundin als einen guten Arbeitsplatz empfehlen? 


Zweitens, und das ist am wichtigsten, zeigt der NPS den Vor- und Nachnamen sowie die Kontaktinformationen des Befragten an, während der eNPS immer anonym sein muss. Auf diese Weise soll die Identität der Befragten geschützt werden. Allerdings führt dies zu einer geringeren Rückverfolgbarkeit, da die Auswirkungen von Korrekturmaßnahmen für das Unternehmen schwieriger zu berechnen sind.

 

Ebenso ist die Durchführung des NPS viel umfangreicher als die des eNPS. Die meisten Arbeitsplatzumfragen enthalten alle möglichen Fragen, die in der Regel eher qualitativer als quantitativer Natur sind.

 

 

 

Warum sollte man den eNPS messen?


 

Es gibt viele Gründe warum Personalabteilungen und Firmen enps-Daten erheben. Zum  Beispiel sind motivierte Mitarbeiter gut für das Unternehmen, da sie produktiver arbeiten und dadurch das Betriebsklima verbessern. Ebenso bieten sie eine bessere Kundenerfahrung. Aus diesem Grund sollten Personalmanager wissen, ob sie zufrieden sind.

 

Unternehmen neigen dazu, langwierige Fragebögen zu erstellen, die viel Zeit in Anspruch nehmen, und die es auch schwieriger machen, daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. Der eNPS bietet eine hervorragende Grundlage für ein einfacheres und effizienteres Verständnis von Mitarbeiterbindung und -engagement. Zudem erlaubt er uns, Entwicklungen und Tendenzen zu beobachten.

 

 

Warum ist der eNPS-Wert für Dein Unternehmen wichtig?


 

Die Kombination aus qualitativen und quantitativen Daten bildet die Grundlage für die Umsetzung interner Maßnahmen und Verbesserungen. Das Ergebnis ist eine stärkere Mitarbeiterbindung und einer gefestigte Arbeitgebermarke und ist in diesem Sinne auch ein hervorragendes Instrument für ein erfolgreiches Krisenmanagement.

 

Letztlich zeigt der eNPS, wer die größten Befürworter also Förderer im Unternehmen sind. Der eNPS bietet hier eine solide Grundlage, um das Engagement und die Loyalität der Mitarbeiter auf einfache und kostengünstige Weise zu verstehen.

 

Mitarbeiterbefragung Muster


 

Kenjo hat ein Muster für eine Mitarbeiterbefragung entwickelt, das Unternehmen nutzen können, um ihre eigene Umfrage durchzuführen. Dieses Muster steht zum Download bereit und bietet eine praktische Vorlage, die Unternehmen an ihre spezifischen Bedürfnisse anpassen können. 

 

Mit diesem Muster erhalten Unternehmen eine wertvolle Ressource, um den Prozess der Mitarbeiterbefragung zu vereinfachen und sicherzustellen, dass alle wichtigen Aspekte berücksichtigt werden.

 

 

eNPS Vorteile


 

Zwar ist der eNPS noch relativ unbekannt, bringt er dem Unternehmen enorme Vorteile und wertvolle Informationen.

 

Schnell messbar


 

Einer der Hauptvorteile des Employee Net Promoter Scores besteht in der einfachen und schnellen Berechnung. HR-Manager müssen keine Stunden damit verbringen, Fragebögen zu entwerfen und anschließend die Antworten zu analysieren. Es genügt eine einzige Frage, um herauszufinden, wie es den Mitarbeitern des Unternehmens geht.

 

Hohe Teilnahmequote


 

Wir alle haben das schon erlebt: Wir starrten auf lange, langweilige Fragebögen und gaben schließlich auf. Niemand mag das Gefühl, seine Zeit zu verschwenden.

 

Je mehr Fragen wir also stellen, desto unwahrscheinlicher wird es, dass jemand teilnehmen will. Der eNPS zeichnet sich durch hervorragende Teilnahmequoten aus, ist er doch denkbar kurz und einfach gehalten, sodass praktisch niemand die Beantwortung verweigert.

 

Einfache Handhabung der Kennzahl


 

Beim eNPS handelt es sich um eine einzige Zahl, sodass es sich um eine sehr einfach zu verwendende Metrik handelt. Personalabteilungen sehen auf einem Blick, wie sich der eNPS im Laufe der Zeit entwickelt und verfolgen mögliche Änderungen auf verschiedene Maßnahmen.

 

Die meisten kennen den NPS


 

Der Net Promoter Score (NPS) ist derart bekannt, dass die meisten Menschen den eNPS mit einer kurzen Erklärung leicht verstehen würden.

 

Kostengünstige Methode


 

Diese Vorgehensweise spart durch seine einfache Umsetzung Kosten, Zeit und Geld. Personaler versenden eine E-Mail und ein paar Erinnerungshilfen, um den eNPS zu messen. Darüber hinaus helfen spezielle HR-Softwares bei der Automatisierung von Prozessen. Eine Auswahl der besten Mitarbeiterbefragungen Softwares findest du hier.

 

Führungskräfteentwicklung


 

Personalabteilungen können Führungskräfte dabei unterstützen, ihre Teams zu stärken. Dazu gehört auch, dass Führungskräfte lernen, wie sie potenzielle zukünftige Führungspersonen identifizieren können.

 

Employee Net Promoter Score berechnen


 

Die Berechnung des eNPS-Scores ist kinderleicht. Beachte einfach die folgenden Schritte:  

 


  1. Zähle die Gesamtzahl der Antworten zusammen.
  2. Rechne den Anteil der Personen, die Bewertungen von neun oder zehn abgegeben haben (Befürworter) aus.
  3. Berechne den Anteil der Personen, deren Bewertungen zwischen null und sechs lagen (Kritiker).

 

Anschließend wird der Prozentsatz der Kritiker vom Prozentsatz der Befürworter subtrahiert. Die eNPS formel sieht dann wie folgt aus:

 

 eNPS = % Befürworter - % Kritiker 


 

Sehen wir uns ein Beispiel an:

 


  • 40 Kritiker
  • 30 Neutrale
  • 30 Befürworter


Setzen wir diese Antwort nun in unsere Gleichung ein:

 

 eNPS: 30% - 40% = -10 


 

Da das eNPS-Ergebnis durch eine Zahl dargestellt wird, können wir das Prozentzeichen weglassen. In diesem Beispiel beträgt die Mitarbeiterbindung in diesem Unternehmen -10.

 

Die beste Methode zur Berechnung des eNPS eines Unternehmens besteht in der Nutzung einer Software. Kenjos Software für Mitarbeiterbefragungen unterstützt beim problemlosen Messen der Mitarbeiterbindung.

 

Was ist ein guter eNPS-Wert?


 

Im Allgemeinen gilt:

 


  • Jeder Wert unter -10 ist ein Grund zur Besorgnis.
  • Ein Wert zwischen +10 und +20 ist normal
  • Jedes Ergebnis über 40 oder 50 ist ein gutes Zeichen

 

Wie kannst Du Deinen Net Promoter Score verbessern?


 

1. Weitergabe der erzielten eNPS-Ergebnisse


 

Wenn das Ergebnis nicht ganz den Erwartungen entspricht, zögern manche vielleicht, das Ergebnis mit ihren Mitarbeitern zu teilen. Personalmanager sollten dies jedoch als den ersten Schritt zur Verbesserung betrachten.

 

2. Neue Kritiker vermeiden


 

Natürlich arbeiten Personalabteilungen hart daran, Kritiker in Neutrale oder sogar Befürworter zu verwandeln. Dennoch sollte sich die Strategie darauf konzentrieren, zu verhindern, dass neutrale Mitarbeiter zu Kritikern werden.

 

 3. Zusammenarbeit mit Mitarbeitern


 

Der eNPS bildet die Mitarbeiterzufriedenheit nur zu einem bestimmten Zeitpunkt ab. Um den Grund dafür herauszufinden, müssen Personalmanager genauer hinschauen und ihre Mitarbeiter um Feedback bitten.

 

4. Handlungsplan erstellen


 

Entsprechende Maßnahmen helfen bei der kontinuierlichen Verbesserung des eNPS.

 

5. Unkompliziertes Ausfüllen


 

Die Umfragen sollten so unkompliziert wie möglich gestaltet werden.

 

6. Ergebnis verstehen


 

Um den eNPS-Score zu verstehen, musst Du die Antworten genau analysieren.

 

7. Mitarbeiter-Feedback


 

Abschließend kannst Du Engagement-Umfragen versenden, um ein genaueres Gesamtbild der Unternehmenskultur zu erhalten.

 

8. Regelmäßigkeit


 

Kurze eNPS-Fragen sind der entscheidende Faktor für regelmäßige Umfragen.

 

eNPS-Berechnung mit Kenjo


 

Im Internet sind einige kostenlose Varianten zur Berechnung des eNPS zu finden.

 

Kenjo hingegen vereinfacht den gesamten Prozess deutlich. Vom Versenden der Mitarbeiterbefragung über das Sammeln der Daten bis zur Berechnung des Endergebnisses. Alles auf einer einzigen integrierten Plattform, zusammen mit den übrigen HR-Tools. Wichtige Funktionen sind dabei:

 


  • Vergleiche die Mitarbeiterzufriedenheit mit ausgewählten Benchmarks.
  • Anonymes Feedback hilft, unterschwellige Probleme rechtzeitig zu erkennen.
  • Verschiedene Kategorien für Büro, Standort, Alter, Dauer und vieles mehr.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Employee Net Promoter Score ein äußerst effektives Instrument zur Messung des Mitarbeiterengagements sein kann. Wir sollten immer daran denken, dass Verbesserungen nur Hand in Hand mit unseren Mitarbeitern geschehen können und der eNPS bildet in diesem Sinne eine ausgezeichnete Basis.

 

Mit den vorgefertigten Best-Practice-Fragenpaketen von Kenjo können Personalmanager in Minutenschnelle mit ihren Maßnahmen beginnen. Kenjo ist eine Personalverwaltungssoftware, die HR-Teams den gesamten Prozess von der Befragung bis zur Auswertung abnimmt. Hier geht's zur kostenlosen Probeversion.