Viele Arbeitnehmer und -geber mussten sich langsam an die gar nicht mehr so "neue Arbeitsweise" gewöhnen. Immerhin lief die Einführung von Videokonferenzen, neuen Tools und den richtigen Strategien nicht immer reibungslos. Für eine erfolgreiche Arbeitsroutine im Homeoffice sind jedoch die richtigen Rahmenbedingungen unerlässlich.
Wir erinnern uns alle noch daran, wie wir vor nicht allzu langer Zeit unsere Vorgesetzten erst davon überzeugen mussten, wenigstens ab und zu einmal im Homeoffice arbeiten zu dürfen. Wie schnell sich doch bestimmte Dinge innerhalb weniger Monate ändern können... Während im Jahr 2018 nur 5,3 Prozent der deutschen Arbeitnehmer im Homeoffice arbeiteten, stieg diese Zahl im April 2020 auf 23 Prozent an wie eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zeigt.
Viele Unternehmen schafften den Übergang zum Homeoffice schneller und problemloser als anfangs gedacht. Immerhin wurden sie durch allgegenwärtiges schnelles Internet, Smartphones sowie Video- und Audiokonferenzen unterstützt. Viele Beschäftigte freuten sich, endlich nicht mehr pendeln zu müssen, mehr Ruhe und Zeit für die Familie zu haben.
Doch nach kurzer Zeit wichen die anfänglichen Frühlingsgefühle einer Zeit der Ernüchterung; viele fühlten sich erschöpft, einsam und sozial isoliert und hatten Probleme, Privates von Beruflichem in den eigenen vier Wänden zu trennen. Vorgesetzte kämpften dagegen mit mangelnder Motivation und Konzentrationsproblemen seitens der Mitarbeiter.
Eine gut durchdachte Strategie sowie eine angemessene Vorbereitung und Organisation seitens der Personalführung verhindern diese Probleme. Beginnen wir mit einer Analyse der scheinbar größten Herausforderungen bei der Arbeit im Homeoffice:
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Mitarbeiter im Homeoffice |
Vorgesetzte und Personalabteilungen
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"Schluss mit dem Managen, Vorbild sein."
- Hamza Khan
Daraus ergeben sich fünf wichtige Maßnahmen zur Umsetzung einer erfolgreichen Homeoffice-Strategie:
Die Grundlage jeder erfolgreichen Homeoffice-Planung ist eine klare Kommunikationsstrategie. Führungskräfte müssen ihre Erwartungen und Ziele klar kommunizieren und Verantwortlichkeiten und Erwartungen genau umreißen.
Dementsprechend sorgen Vorgesetzte dafür, dass alle Mitarbeiter ihre Aufgaben pünktlich und in gleichbleibender Qualität erfüllen. Dabei sollten sie sich nicht nur auf die Zeiterfassung ihrer Teammitglieder konzentrieren. So lösen etwa elektronische Zeitmarken bei vielen Mitarbeitern mehr Misstrauen und Unzufriedenheit aus als das sie nutzen. Wer fühlt sich schon gerne kontrolliert?
Produktivität misst sich viel besser, wenn von allen Teammitgliedern online einsehbare Task-Management-Dienste verwendet werden. Die Beliebtesten sind Asana, Trello und Monday.com.
- Zu welchen Kernarbeitszeiten sollten alle Mitarbeiter verfügbar sein?
- Welche Antwortzeiten gelten für E-Mails und Anfragen?- Wer hat Zugang zu welchen Akten?
✓ Gängige Hilfsmittel der internen Kommunikation sind Google Hangouts, Zoom und Slack. Weitere Tools für virtuelle Teams findest Du in unserem Blog.
Das Festlegen von SMART-Zielen und anderen wichtigen KPIs sind der erste Schritt zu produktiver Arbeit im Homeoffice. Mitarbeiter und Vorgesetzte einigen sich auf Zielvereinbarungen und können so jederzeit ihre Entwicklungsschritte verfolgen.
"Kreativität entsteht aus spontanen Begegnungen, aus zufälligen Gesprächen. Du triffst jemanden, fragst, was er tut, du sagst 'Wow', und schon bald fliegen alle möglichen Ideen durch den Raum.”
- Steve Jobs
Wie der gute alte Steve treffend feststellt, trägt das Bürogeflüster ungemein zur Bürodynamik bei. Es ist sozusagen das Herzstück eines Unternehmens und Ideenmaschine zugleich. Die große Frage ist dabei, wie man im Homeoffice diesen kreativen Austausch am Laufen hält. Damit Mitarbeiter im Homeoffice erfolgreich zusammen arbeiten können, sind Chat-Funktionen und virtuelle Meetings unerlässlich.
✓ Beliebte Werkzeuge zur Aufgabenverwaltung sind Trello und Asana sowie Mural, Kahoot und Miro für interaktive Sessions.
Für Unternehmen ist es wichtig, attraktive Bedingungen für ihre Mitarbeiter zu schaffen. Als bekannte Faustregel gilt: Je höher die Mitarbeiterzufriedenheit, desto höher die Produktivität. Dies wiederum zieht langfristig mehr Bewerber an, was gerade im Hinblick auf das Employer Branding interessant ist.
Viele Personalmanager fragen sich, wie sie ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Einstehens für bestimmte Werte aufrechterhalten, wenn ihre Teams über die ganze Welt verstreut arbeiten? Unsere Homeoffice-Tipps helfen, eine Art Verbundenheit bei der Remote-Arbeit herzustellen:
✓ Um Unternehmensumfragen zu erstellen, sind Slido und natürlich Kenjos Mitarbeiterbefragungen eine gute Wahl.
Die Umsetzung einer erfolgreichen Homeoffice-Strategie erfordert definitiv Zeit und gewisse Abstimmungsschleifen. Ein gesamtes Team mit neuen Tools vertraut zu machen, neue Rahmenbedingungen zu etablieren und verstaubte Technik anzupassen, kann und sollte etwas Zeit beanspruchen, aber auf jeden Fall lohnt sich hier ein langer Atem.
Schließlich ist das Remote-Arbeiten im Homeoffice kein vorübergehender Trend, der in absehbarer Zeit wieder in der Versenkung verschwinden wird, sondern vielmehr die Arbeit der Zukunft ganz entscheidend bestimmen wird.