In den letzten Jahren hat sich der Trend der sogenannten "Workation" immer stärker durchgesetzt. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Arbeit und Urlaub, bei der Deine Arbeitnehmer ihre beruflichen Aufgaben von einem anderen Ort aus erledigen, als dem üblichen Arbeitsplatz. Das kann zum Beispiel ein Strand auf den Kanaren, ein Bergdorf in den Alpen oder eine Großstadt wie Paris sein.
Workation bietet die Möglichkeit, flexibel zu arbeiten, neue Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig dem Alltag zu entfliehen. In unserem Artikel diskutieren wir Fragen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen, organisatorischen Aspekten und möglichen Vor- und Nachteilen.
Eine Workation ist eine Mischform aus Arbeit und Urlaub, bei der Deine Arbeitnehmer ihren Job an einem anderen Ort ausüben. Der Fokus liegt hierbei darauf, die Arbeit in eine neue Umgebung zu verlegen und dabei die Möglichkeit zu haben, den Arbeitsplatz zu wechseln, ohne den Job zu kündigen oder unbezahlten Urlaub nehmen zu müssen. Durch diese Kombination können Deine Arbeitnehmer ihre Arbeitseffizienz steigern, neue Erfahrungen sammeln und gleichzeitig dem Alltag entfliehen. Mehr zu den Vorteilen der Workation erfährst Du weiter unten.
Workation und Fernarbeit sind zwei Begriffe, die oft synonym verwendet werden, jedoch gibt es einen Unterschied zwischen beiden.
Fernarbeit oder auch Remote-Arbeit bezieht sich auf eine Arbeitsweise, bei der Deine Arbeitnehmer ihre beruflichen Aufgaben außerhalb des traditionellen Büros ausführen, z.B. von zu Hause aus oder von einem anderen Ort, der ihnen die Freiheit gibt, ihren Arbeitsplatz selbst zu wählen. Fernarbeit kann auch als eine feste Anstellung bei einem Unternehmen erfolgen, bei der die Mitarbeiter nicht im Büro anwesend sein müssen, sondern ihre Arbeit von überall aus erledigen können.
Workation hingegen bezieht sich speziell auf die Kombination aus Arbeit und Urlaub, bei der Arbeitnehmer an einem anderen Ort arbeiten als dem üblichen Büro und dabei auch die Möglichkeit haben, die Freizeit an diesem Ort zu genießen. Im Gegensatz zur Fernarbeit, die sich auf die Arbeitsweise bezieht, geht es bei einer Workation darum, den Arbeitsplatz an einen inspirierenden Ort zu verlegen und dabei den Urlaub mit der Arbeit zu verbinden.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Fernarbeit eine allgemeine Arbeitsweise bezeichnet, während Workation eine spezielle Art von Arbeitsmodell ist, das mit einem Erlebnis von Urlaub und Arbeitsplatzwechsel verbunden ist.
Die Vorteile einer Workation sind vielfältig. Wir von Kenjo haben diese einmal für euch zusammengetragen und diese nach Vorteilen für Dich als Arbeitgeber und Deinen Arbeitnehmern unterteilt.
Eine Workation kann für Dich als Arbeitgeber mehrere Vorteile bieten:
Allerdings solltest Du als Arbeitgeber auch die möglichen Herausforderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Umsetzung von Workation berücksichtigen, um sicherzustellen, dass Deine Arbeitnehmer auch während der Workation produktiv und rechtlich abgesichert arbeiten können.
Eine Workation bietet Arbeitnehmern viele Vorteile. Hier sind einige der wichtigsten:
Die Nachteile einer Workation sind vielfältig. Wir von Kenjo haben diese einmal für euch zusammengetragen und diese nach Nachteilen für Dich als Arbeitgeber und Deinen Arbeitnehmern unterteilt.
Obwohl Workation viele Vorteile für Dich als Arbeitgeber bietet, kann es auch einige Nachteile geben. Hier sind einige der wichtigsten Nachteile:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Workation einige Herausforderungen für Dich als Arbeitgeber mit sich bringen kann, insbesondere in Bezug auf Zusammenarbeit, Technologie und Compliance. Daher solltest Du diese Faktoren berücksichtigen, bevor Du Deinen Mitarbeitern die Möglichkeit einer Workation bietest.
Obwohl Workation viele Vorteile bietet, gibt es auch einige potenzielle Nachteile, die Arbeitnehmer in Betracht ziehen sollten. Hier sind einige der wichtigsten Nachteile:
Bevor man eine Workation mit dem Arbeitgeber abspricht, sollte man zunächst darüber nachdenken, ob man als Arbeitnehmer überhaupt alle Anforderungen für eine solche Arbeitsform erfüllt. Wir haben die wichtigsten Anforderung kurz zusammengefasst:
Grundsätzlich gibt es in Deutschland keinen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice und somit auch kein Anrecht auf Workation. Die Realität sieht natürlich in vielen Formen heutzutage anders aus und manche Arbeitnehmer haben auch schon entsprechende Vereinbarung im Arbeitsvertrag, die ihnen sowohl Home Office als auch Workation zusichern.
Wenn Du als Arbeitgeber darüber nachdenkst, einen Einsatz im Ausland zu erlauben, spielt die Dauer der Workation eine zentrale Rolle. Dabei ist grundsätzlich zu sagen, dass eine kurzfristige Tätigkeit bis maximal 183 Tage pro Jahr im Home-Office im Ausland in der Regel
möglich ist.
Wenn Mitarbeiter nur vorübergehend aus dem Ausland arbeiten, ist die Anwendbarkeit des deutschen Arbeitsrechts kein Problem. Durch das Freizügigkeitsabkommen ist ein Aufenthalt in der EU unproblematisch und Deine Arbeitnehmer müssen sich theoretisch keine Arbeitserlaubnis einholen, da rechtlich das deutsche Arbeitszeitgesetz weiterhin gilt.
Um rechtlich aber komplett abgesichert zu sein, ist eine vertragliche Regelung mit Mitarbeitern sinnvoll. Deshalb sollte man sich auf eine Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag einigen, in der die Workation verankert wird. Die weiteren Regelungen des Arbeitsvertrags sind dadurch unberührt.
Findet das Arbeiten im Urlaub also nicht an mehr als 183 Tagen im Jahr statt und entspricht damit weniger als der Hälfte der regulären Arbeitszeit, entsteht keine Lohnsteuerpflicht in dem bereisten Land. Sind Deine Arbeitnehmer 25 % ihrer Arbeitszeit in Deutschland tätig, sind sie hierzulande sozialversicherungspflichtig.
Hier ist eine Absicherung über die Beantragung einer A1-Bescheinigung für „Vorübergehende Entsendung” der sicherste Weg. Du als Arbeitgeber kannst dies auf dem elektronischen Weg für Deine Arbeitnehmer erledigen.
Für Arbeitseinsätze oder vorübergehende Homeoffice-Tätigkeiten aus dem Ausland gilt gesetzlich das deutsche Arbeitszeitgesetz. Da es für Arbeitgeber schwierig ist, die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden zu überwachen, ist die Erfassung der täglichen Arbeitszeiten in der Regel eine der Aufgaben der Arbeitnehmer.
Laut Arbeitsrecht sind Arbeitnehmer nicht verpflichtet, Dienstleistungen außerhalb der Arbeitszeit zu erbringen. Trotz der Entfernung trägt eine gute Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit jedoch dazu bei, das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu stabilisieren. Dies ist im Interesse aller Beteiligten.
Kenjo ist der Experte beim Thema Abwesenheitsmanagement: Mit unserer All-In-One-HR-Software, die Dich als Unternehmer beim Thema Abwesenheiten und Urlaub digital unterstützt, können Deine Mitarbeitenden auch während der Workation leicht und akribisch ihre Arbeitszeit und Abwesenheit dokumentieren. Mit der intelligenten Zeiterfassung für alle Mitarbeitenden können Urlaubstage, Krankenstand und Elternzeit erfasst und detaillierte Berichte erstellt werden.
Unsere Software sorgt für das automatische Erkennen von regionalen Feiertagen und die Genehmigung von Arbeitszeitnachweisen kann von jedem Gerät erfolgen. HR-Manager können Stundenzettel aller Mitarbeitenden mit einem Klick genehmigen und die Kontrolle über Überstunden erfolgt durch festgelegte Zeitgrenzen, um Pausen einzuhalten.