So unterschiedlich die einzelnen Tätigkeitsbereiche in einer Personalabteilung sind, so unterschiedlich gestalten sich auch die Beratungsinhalte eines HR-Consultings. Die Weiterbildungsberatung für Unternehmen ist eine spezielle Form der HR-Beratung und erfordert daher besondere Qualifikationen und Kompetenzen. Weiterbildungsberater oder Spezialisten für Weiterbildung, Personalentwicklung und Beratung unterstützen Unternehmen in der Förderung ihrer Mitarbeiter, mit dem Ziel, sie für aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu wappnen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und einem möglichen Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Gerade wenn die eigene Personalabteilung überlastet ist, kann das Outsourcen einzelner Teilbereiche an eine externe HR-Consulting-Firma zur besten Alternative werden. In diesem Artikel sehen wir uns deshalb die Rolle von Aus- und Weiterbildungsberatern genauer an und zeigen, wie Unternehmen von der Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Weiterbildungsexperten profitieren können.
Ein Weiterbildungsberater erstellt Weiterbildungskonzepte und optimiert Weiterbildungsmaßnahmen für Unternehmen. Dabei prüfen sie bereits vorhandene Weiterbildungsmaßnahmen auf ihre Effektivität hin und ermitteln den unternehmensinternen Bildungsbedarf; sie stimmen das Personalentwicklungskonzept mit den Unternehmenszielen ab und machen Lernangebote für das Unternehmen leicht zugänglich. Je nach externen Personaldienstleister erstellen die Berater auch eigene Lehrmaterialien oder bieten die Kurse selbst an.
In der Regel handelt es sich um externe HR-Berater und Weiterbildungsexperten, die Unternehmen helfen, ihr Weiterbildungs- und Lehrausbildungskonzept effektiv und zukunftsgerichtet zu gestalten.
In Deutschland kann sich im Prinzip jeder „Berater“ nennen und auch der Zugang zur Weiterbildungsberatung ist nicht rechtlich geregelt. Da Beratertätigkeiten immer gefragter sind, gibt es auch viele Quereinsteiger in diesem Bereich. Nicht selten aber haben Weiterbildungsberater einen (sozial-)pädagogischen Hintergrund oder sich Fach- und Methodenkenntnisse in Fort- und Weiterbildungen mit praktischem Bezug angeeignet, zum Beispiel in einer Business-Trainer- oder Beraterausbildung.
Unabhängig vom Bildungs- und Berufsweg sollten Weiterbildungsberater diese Fähigkeiten besitzen:
Am wichtigsten jedoch sind fundiertes Fachwissen und – Beratern jagt oftmals der Ruf nachjagt, sie seien praxisfern– langjährige Praxiserfahrung. Auf dieser Basis können Weiterbildungsberater Unternehmen kompetent beraten und eine ideale Lösung für deren Lern- und Weiterbildungsbedarf finden. In der Regel blicken HR-Consultings auf einschlägige Praxiserfahrungen zurück, die sich auch in ihrem Portfolio widerspiegeln sollte.
Zu den Aufgaben eines Aus- und Weiterbildungsberaters gehören die Erstellung, Auswertung und Umsetzung von Weiterbildungs- und Entwicklungsmaßnahmen für das Personal eines Unternehmens. Konkret heißt das:
Laut Stepstone verdienen Bildungsberater in Deutschland durchschnittlich 44.500 Euro im Jahr. Natürlich wird das Gehalt auch von Faktoren wie Fachspezialisierung und Berufserfahrung oder einem guten Ruf in der Branche bestimmt. Da jahrelange, einschlägige Praxiserfahrungen für eine kompetente Weiterbildungsberatung sprechen, ist das Gehalt von Berufseinsteigern meist wesentlich geringer als das von anerkannten Weiterbildungsberatern.
Wie oben bereits erwähnt gibt es in Deutschland „keine verbindlichen Regelungen zu Zugangs- und Qualifizierungswegen, Anforderungsprofilen oder (hoch-)schuligen Curricula“. Die allgemeine Bildungsberatung wird unter anderem in Studiengängen wie Erziehungs- oder Bildungswissenschaften abgedeckt, insbesondere in Studiengänge mit dem Schwerpunkt Erwachsenenpädagogik. Einige Weiterbildungsberater haben auch ein Studium in Bereichen wie Psychologie, Soziologie oder BWL absolviert oder sich erst im Laufe ihres Berufslebens für diesen Bereich qualifiziert, beispielsweise über Fort- und Weiterbildungen und praktisch orientierte Lehrgänge.
Weiterbildungsberater müssen sich für eine erfolgreiche Ausübung ihrer Beratertätigkeit bestimmte Kompetenzen aneignen (Kreativität, analytisches Denken und Trainerkompetenzen). Und – auch das gilt für alle HR-Consultants unabhängig von ihrer Beraternische – umfangreiche Praxiserfahrung sammeln. Viele Berufseinsteiger arbeiten für ein Unternehmen, nehmen an Fort- und Weiterbildungen teil und spezialisieren sich in einem bestimmten Bereich, bevor sie sich selbstständig machen. Nur so können sie die Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, die für eine erfolgreiche Karriere als Berater notwendig sind.
Weiterbildungsberatung ist eine spezielle Form der Beratung und es ist keine leichte Aufgabe für Unternehmen, den geeigneten Experten zu finden. Bevor man sich also für ein konkretes Beratungsangebot entscheidet, sollte man sich gut über den jeweiligen Personaldienstleister informieren. Eine ausgiebige Vorab-Recherche, die Fragen wie die folgenden beantwortet, kann hier Wunder wirken:
Weitere Aspekte, die Du unbedingt bei Deiner Suche nach einer passenden Weiterbildungsberatung für Dein Unternehmen berücksichtigen solltest:
Schlussendlich solltest Du dich für einen Weiterbildungsberater entscheiden, der Deine Unternehmenswerte teilt und versteht, wohin sich Dein Unternehmen entwickeln soll. Wenn Du Dich kompetent beraten und gut aufgehoben fühlst, ist das ein Garant für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und gute Ergebnisse.