Mit der Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) sollte die Krankmeldung für Arbeitgeber einfacher werden. Kein Papier mehr, kein „gelber Schein“, keine verlorenen Dokumente. In der Realität erleben viele Unternehmen jedoch das Gegenteil: mehr Abstimmungsaufwand, mehr Unsicherheit und mehr manuelle Arbeit.
Der Grund dafür liegt nicht in der eAU selbst, sondern im Prozess dahinter. Zwar übermitteln Ärztinnen und Ärzte die Arbeitsunfähigkeit digital an die Krankenkasse, doch Arbeitgeber erhalten diese Information nicht automatisch. Die eAU muss aktiv abgerufen werden – und genau hier entstehen neue Reibungspunkte.
In diesem Artikel erfährst Du,
Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ersetzt schrittweise die papierbasierte Krankmeldung. Statt dem bekannten Ausdruck vom Arzt wird die Arbeitsunfähigkeit digital an die Krankenkasse des Mitarbeitenden übermittelt. Für Arbeitnehmer bedeutet das zunächst weniger Papier – für Arbeitgeber jedoch neue Pflichten.
Wichtig ist die klare Abgrenzung:
Als Arbeitgeber bist Du seit Einführung der eAU verpflichtet, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung selbst bei der Krankenkasse abzurufen. Die Verantwortung liegt also nicht mehr beim Mitarbeitenden, sondern bei Dir.
Ein häufiges Missverständnis:
Wenn der Arzt die eAU digital übermittelt, kommt sie automatisch beim Arbeitgeber an. Das ist nicht der Fall. Ohne aktive Abfrage oder angebundene Systeme erhältst Du keine eAU – auch dann nicht, wenn alles korrekt übermittelt wurde.
Mitarbeitende müssen ihre Arbeitsunfähigkeit weiterhin unverzüglich melden. Der Nachweis selbst erfolgt jedoch über die Krankenkasse.
Auf dem Papier klingt die eAU nach einem klaren digitalen Prozess. In der Praxis ist die eAU Abfrage jedoch häufig nicht automatisiert, sondern lediglich digitalisiert.
Typische Herausforderungen im Alltag:
Das Ergebnis: Die eAU Abfrage kostet Zeit, erfordert Nachhalten und ist fehleranfällig. Besonders in kleinen und mittleren Unternehmen ohne eigene HR-Abteilung wird die Krankmeldung schnell zu einer administrativen Daueraufgabe.
Digital bedeutet hier noch lange nicht automatisiert.
Damit eine eAU bei der Krankenkasse abgerufen werden kann, müssen bestimmte Informationen vorliegen. Dazu gehören unter anderem:
Diese Daten sind die Grundlage jeder Krankenkassen-Anbindung. In der Praxis liegen sie jedoch oft verteilt vor – teilweise im Lohnprogramm, teilweise in Excel-Listen oder in E-Mails. Genau hier beginnt das Problem, wenn Prozesse nicht sauber aufgesetzt sind.
Viele Arbeitgeber suchen gezielt nach Möglichkeiten, die eAU Abfrage zu automatisieren. Wichtig ist dabei eine realistische Erwartungshaltung.
Automatisierung im eAU-Kontext kann unterschiedliche Bedeutungen haben:
Nicht jede Lösung deckt beides ab – und nicht jedes Unternehmen benötigt sofort eine vollständige technische Anbindung.
Die klassische Variante ist der manuelle Abruf über Krankenkassenportale. Diese Methode ist möglich, aber:
Für wachsende Unternehmen ist das keine nachhaltige Lösung.
Über bestimmte Lohnabrechnungsprogramme kann eine technische Krankenkassen-Anbindung erfolgen, die den eAU-Abruf automatisiert. Das funktioniert häufig über externe Partner oder Steuerberater.
Der Nachteil:
Der eAU-Abruf ist dann von den HR-Prozessen entkoppelt. Krankmeldungen, Statusübersicht und Kommunikation laufen weiterhin getrennt.
Genau hier setzen moderne Personalverwaltungssysteme an. Sie ersetzen nicht zwingend jede externe Schnittstelle, sorgen aber dafür, dass digitale Krankmeldung, eAU-Status und Krankenkassen-Anbindung strukturiert zusammenlaufen.
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Ansatz zur eAU Abfrage |
Grad der Automatisierung |
Krankenkassen-Anbindung |
Typischer Aufwand |
Rolle von Kenjo |
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Manuelle eAU Abfrage über Krankenkassenportale |
Sehr gering |
Manuell je Krankenkasse |
Hoch |
Keine – außerhalb von Kenjo |
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Teilautomatisierte eAU Abfrage über Lohnabrechnung |
Mittel |
Technisch angebunden (z. B. DATEV) |
Mittel |
Kenjo strukturiert Krankmeldungen und Übergabe |
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eAU Abfrage automatisieren durch Prozesssteuerung |
Hoch (prozessual) |
Vorbereitet & koordiniert |
Niedrig |
Kenjo als zentrale Steuerung für digitale Krankmeldung und eAU-Status |
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Vollständige eAU Abfrage mit Payroll-Integration |
Hoch (technisch) |
Automatisch über Abrechnungssystem |
Niedrig |
Kenjo hält Stammdaten & Prozess sauber |
Mit Kenjo steuerst Du den eAU-Prozess nicht isoliert, sondern als Teil Deiner gesamten Personalverwaltung.
Kenjo ermöglicht Dir:
Wichtig dabei:
Kenjo ruft eAUs nicht eigenständig bei jeder Krankenkasse ab. Stattdessen sorgt Kenjo dafür, dass der gesamte Prozess übersichtlich, nachvollziehbar und kontrollierbar abläuft – vom Krankmelden bis zur Übergabe an die Lohnabrechnung.
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Prozessschritt |
Beteiligte Stelle |
Beschreibung |
Unterstützung durch Kenjo |
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Digitale Krankmeldung |
Mitarbeitender |
Meldet Arbeitsunfähigkeit im Unternehmen |
Digitale Krankmeldung zentral in Kenjo |
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Übermittlung an Krankenkasse |
Arztpraxis |
Sendet eAU elektronisch an Krankenkasse |
Außerhalb von Kenjo |
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Krankenkassen-Anbindung |
Krankenkasse / Payroll |
Stellt eAU für Arbeitgeberabruf bereit |
Vorbereitung & Datenbasis über Kenjo |
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eAU Abfrage |
Arbeitgeber / Abrechnung |
Ruft eAU aktiv ab |
Kenjo zeigt Status & offene Fälle |
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Dokumentation |
Arbeitgeber |
Archivierung & Nachweis |
Zentrale Ablage & Übersicht in Kenjo |
Auch ohne vollautomatischen Abruf lässt sich die eAU Abfrage deutlich vereinfachen.
Mit Kenjo:
Damit wird die eAU Abfrage zwar nicht magisch automatisiert – aber beherrschbar.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen zählen zu besonders sensiblen Daten. Entsprechend wichtig ist ein sauberer Umgang.
Zu beachten sind unter anderem:
Ein strukturierter digitaler Prozess hilft dabei, Datenschutz nicht als Risiko, sondern als festen Bestandteil der Personalverwaltung umzusetzen.
Auch wenn die eAU Abfrage nicht vollständig automatisiert erfolgt, bringt ein digital gesteuerter Prozess klare Vorteile:
Gerade in Schicht-, Service- und Produktionsbetrieben macht sich diese Struktur schnell bezahlt.
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Herausforderung im Alltag |
Ohne Struktur |
Mit Kenjo |
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eAU Abfrage automatisieren |
Kaum möglich, manuell |
Prozessual automatisiert & übersichtlich |
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Digitale Krankmeldung |
Unklar, verteilt |
Zentral erfasst in Kenjo |
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Krankenkassen-Anbindung |
Unübersichtlich |
Sauber vorbereitet & nachvollziehbar |
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Offene eAUs erkennen |
Nur durch Nachfragen |
Status direkt sichtbar |
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Lohnabrechnung vorbereiten |
Fehleranfällig |
Strukturierte Übergabe |
Ein funktionierender eAU-Prozess entsteht nicht über Nacht, lässt sich aber schnell etablieren:
In vielen Unternehmen ist ein stabiler Prozess innerhalb weniger Wochen realistisch.
Die eAU hat den Krankmeldeprozess nicht automatisch vereinfacht. Sie hat ihn verlagert. Wer heute die eAU Abfrage automatisieren möchte, braucht vor allem eines: klare Prozesse, Transparenz und digitale Unterstützung.
Digitale Krankmeldung und Krankenkassen-Anbindung funktionieren nur dann reibungslos, wenn alle Schritte sauber zusammenspielen.
Wenn Du Krankmeldungen nicht mehr manuell nachhalten, eAU-Status nicht mehr suchen und Deinen Prozess endlich im Griff haben willst, unterstützt Dich Kenjo dabei, Deine Personalverwaltung digital und übersichtlich zu organisieren.
So wird aus einem Pflichtprozess ein kontrollierbarer Bestandteil Deines Arbeitsalltags.