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Revisionssicherheit für mobile Teams: Warum Excel bei der Zeiterfassung zum Haftungsrisiko wird

Geschrieben von Ian Roderick | 10 Februar 2026

Ob auf der Baustelle, im Außendienst oder bei Service-Einsätzen vor Ort: Mobile Teams sind das Rückgrat vieler KMU in der Dienstleistungs- und Fertigungsbranche. Doch während die Arbeit vor Ort flexibel erledigt wird, bleibt die Dokumentation oft auf der Strecke. Viele Unternehmen verlassen sich nach wie vor auf manuelle Listen. Eine häufige Antwort lautet: „Die Kollegen tragen ihre Stunden am Ende der Woche gesammelt in Excel ein.“


Genau hier schnappt die Compliance-Falle zu. Was in der Theorie pragmatisch klingt, ist in der Praxis ein massives Haftungsrisiko. In diesem Artikel erfährst Du, warum eine Excel Zeiterfassung nicht revisionssicher ist und welche Gefahren Dir als Arbeitgeber bei mobilen Arbeitskräften drohen.




Einleitung: Dokumentationspflicht endet nicht an der Bürotür

 

Früher reichten oft Stundenzettel oder das Vertrauen in die Eigenangaben der Mitarbeiter aus. Doch die gesetzlichen Rahmenbedingungen haben sich grundlegend geändert. Durch das wegweisende EuGH-Urteil und die Bestätigung durch das Bundesarbeitsgericht (BAG) ist die systematische Arbeitszeiterfassung für alle Unternehmen in Deutschland verpflichtend geworden.


Besonders bei mobilen Teams und im Außendienst ist die Nachweispflicht eine Herausforderung. Wer die Stunden nachträglich schätzen oder in Tabellen eintragen lässt, riskiert bei einer Prüfung durch den Zoll oder im Falle eines Rechtsstreits den Kürzeren zu ziehen, da diese Daten keine Beweiskraft besitzen.




Was bedeutet „revisionssicher“ für operative Teams?

 

Damit ein System zur Zeiterfassung den gesetzlichen Anforderungen entspricht, muss es laut BAG und EuGH drei wesentliche Kriterien erfüllen:


  • Objektiv: Die Erfassung muss die tatsächliche Arbeitszeit widerspiegeln, nicht bloße Schätzwerte.
  • Verlässlich: Es muss technisch sichergestellt sein, dass Daten nicht im Nachhinein unbemerkt manipuliert werden können.
  • Zugänglich: Die Daten müssen für den Mitarbeiter und die Aufsichtsbehörden jederzeit verfügbar sein.

 

Excel scheitert an fast all diesen Punkten. Da Einträge jederzeit ohne Spur geändert werden können, fehlt der notwendige „Audit-Trail“. Für mobile Mitarbeiter kommt hinzu, dass sie oft erst zeitversetzt Zugriff auf die Tabelle haben, was die Genauigkeit weiter verschlechtert.


Funktion Manuelle Excel-Liste Digitale Lösung (z. B. Kenjo App)
Mobile Nutzung Umständlich (VPN, Dateiversionen) Nativ per App (überall verfügbar)
Änderungshistorie Nicht vorhanden (leicht manipulierbar) Vollständig (jeder Klick protokolliert)
Echtzeit-Daten Nein (meist wöchentlich nachgetragen) Ja (direkte Erfassung vor Ort)
Prüfungssicherheit Mangelhaft (Haftungsrisiko) Vollständig DSGVO- & Gesetzeskonform



 

Die Gefahren im Außendienst: Wo Excel zum Risiko wird

 

Gerade bei operativen Teams im Außendienst entstehen spezifische Risiken, die durch eine ungenaue Erfassung via Excel verschärft werden:


  1. Falsche Einordnung von Wegezeiten: Die Abgrenzung zwischen Anfahrt zum Kunden und eigentlicher Arbeitszeit ist rechtlich komplex. Ohne präzise Erfassung entstehen hier schnell Fehler in der Lohnabrechnung oder Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz (ArbZG).
  2. Verletzung von Ruhezeiten: Werden die gesetzlichen 11 Stunden Ruhezeit zwischen zwei Einsätzen eingehalten? Mit Excel-Listen lässt sich dies kaum lückenlos und manipulationssicher belegen. Geschäftsführer haften hier bei Verstößen persönlich.
  3. Beweisnot bei Überstunden: Mobile Mitarbeiter fordern im Streitfall oft Überstunden ein. Ohne ein objektives System liegt die Beweislast meist beim Arbeitgeber – und eine Excel-Liste wird von Arbeitsgerichten selten als valider Gegenbeweis akzeptiert.

Tabelle 2: Potenzielle Haftungsrisiken bei mangelhafter Dokumentation
Risikobereich Folge bei fehlender Revisionssicherheit
Zollprüfung (FKS) Hohe Bußgelder wegen Verdachts auf Mindestlohnverstoß
Arbeitsrecht Hohe Nachzahlungen bei unbewiesenen Überstundenforderungen
Arbeitsschutz Ordnungswidrigkeiten bei Nichteinhaltung von Pausenzeiten



Die Lösung: „Bye Bye Zettelwirtschaft“ dank mobiler App

 

Die Umstellung auf eine professionelle Personalverwaltungssoftware wie Kenjo beendet das Chaos. Anstatt mühsam Daten aus verschiedenen Listen zusammenzusuchen, bietet ein digitales System volle Planungssicherheit:


  • Erfassung per Klick: Außendienstmitarbeiter starten und stoppen ihre Zeit einfach direkt auf dem Smartphone.
  • Synchronisation in Echtzeit: Die Zentrale sieht sofort, wer wo im Einsatz ist, was auch die Personaleinsatzplanung massiv vereinfacht.
  • Vorbereitende Lohnbuchhaltung: Die erfassten Stunden fließen automatisch in die Lohnabrechnung – fehlerfrei und ohne manuelles Abtippen von Excel-Listen.


Fazit: Revisionssicherheit ist kein Luxus, sondern Pflicht

 

Wer heute noch auf Excel setzt, spielt mit dem Feuer. Die Arbeitszeiterfassung im Gesetz verlangt Transparenz und Manipulationssicherheit, die eine Tabellenkalkulation schlicht nicht leisten kann. Für moderne KMU mit mobilen Teams ist der Wechsel zu einer App-basierten Lösung der einzige Weg, um rechtlich auf der sicheren Seite zu stehen und gleichzeitig administrative Prozesse zu verschlanken.




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