Recruiting kostet Zeit und Geld für ein Unternehmen. Doch mit welchen Kosten für die Personalbeschaffung und -auswahl ein Unternehmen genau rechnen muss – und zwar von dem Moment an, in dem die Personalabteilung grünes Licht bekommt, jemand Neues einzustellen, oder eine Stellenanzeige geschaltet wird bis hin zur eigentlichen Besetzung der offenen Stelle – ist oftmals unklar.
Da immer mehr Arbeitgeber verstehen, wie wichtig Investitionen in die Personalbeschaffung sind, erläutern wir in diesem Artikel, welche Kosten bei der Personalbeschaffung anfallen und wie HR-Teams ihr Recruiting-Budget berechnen und optimieren können.
Dass die Auswahl von geeigneten Mitarbeitern für ein Unternehmen mit gewissen Kosten verbunden ist, brauchen wir nicht im Detail zu erwähnen. Dass aber auch Fehlbesetzungen erhebliche Kosten verursachen können, ist nicht jedem klar. Tatsächlich kann die Auswahl eines falschen Kandidaten ein Unternehmen richtig teuer zu stehen kommen.
Wie eine personelle Fehlentscheidung sich auf ein Unternehmen auswirken kann, zeigen verschiedene Studien und Statistiken:
Je nachdem, wie ein Unternehmen das Recruiting und die Personalbeschaffung durchführt, fallen unterschiedliche Kosten für eine Neueinstellung an. Um das genaue Budget für die Personalbeschaffung in einem Unternehmen zu ermitteln, müssen Personaler also alle damit verbundenen Kosten (sowohl direkte als auch indirekte) berechnen. Für eine zuverlässige Berechnung der Recruiting-Kosten müssen wir deshalb akribisch vorgehen und alle Schritte und Positionen im Recruiting-Prozess berücksichtigen und einkalkulieren.
Es mag selbsterklärend sein, aber die monatlichen Gehälter für Personaler und das HR-Team – also die Personen, die den Einstellungsprozess leiten und durchführen – gehören unbedingt in die Berechnung Deiner Recruiting-Kosten. Im Allgemeinen beträgt das Verhältnis: ein Mitarbeiter pro 50 geplante Einstellungen im Jahr.
Beispielsweise kannst Du die Personalkosten für das Recruiting berechnen, indem Du den Stundensatz oder das Gehalt der Mitarbeiter aus Deinem HR-Team sowie die Zeit, die für jede Einstellung, also die Personalbeschaffung und -auswahl, aufgewendet wird, in Deine Kalkulation einbeziehst.
Fixkosten können von Unternehmen zu Unternehmen erheblich variieren. Zu den gängigsten Fixkosten in der Personalbeschaffung gehören aber:
Bezahlst Du für eine HR-Software oder spezielle Tools zur Personalbeschaffung, sind das auch Recruiting-Kosten. Dazu gehören beispielsweise Assessment-Center, Bewerbungsmanagementsysteme oder Programme für Bewerbungsgespräche per Videokonferenz. Jede Technologie, die in der Personalbeschaffung eingesetzt wird und mit Kosten verbunden ist, sollte in den Recruiting-Kosten berücksichtigt werden.
Wenn Du einen äußerst zeitintensiven und aufwendigen Auswahlprozess durchführst, um potenzielle Kandidaten umfassend kennenzulernen und ihre Eignung für eine Stelle zu testen, können weitere Kosten anfallen. Assessment Center, psychometrische Tests oder Gruppeninterviews sind besonders geeignete Tools dafür, aber mit zusätzlichen Kosten verbunden.
In der Personalbeschaffung können aber noch weitere Kosten entstehen. Möglicherweise fallen Druckkosten für Flyer an, die Dein Team auf einer Jobmesse verteilen möchte. Oder ihr wollt einen besonders geeigneten Kandidaten zum Vorstellungsgespräch einladen und dafür die Reisekosten übernehmen.
Der Cost-per-Hire ist eine der wichtigsten Kennzahlen aus dem Recruiting. Mit dieser Kennzahl berechnen Personaler die Kosten pro Einstellung. Oder anders ausgedrückt: Sie zeigt, wie viel ein Unternehmen durchschnittlich investieren muss, um eine offene Stelle mit einem geeigneten Mitarbeiter zu besetzen. Unternehmen, die diese Kennzahl erfassen, haben ihr Recruiting-Budget besser im Griff und können dieses besser planen und anpassen.
Die Formel zur Berechnung des Cost-per-Hire umfasst die internen und externen Kosten der Personalbeschaffung:
Interne Recruiting-Kosten decken alle Recruiting-Aktivitäten, die Unternehmen selbst ausführen (beispielsweise die Gehälter für das HR-Team), ab. Zu den externen Kosten gehören alle Ausgaben für Drittanbieter, also zum Beispiel die Kosten für Stellenanzeigen auf Online-Jobportalen, für spezielle Tools und geeignete Personalsoftware, für gebuchte Agenturen und so weiter.
Dass für die Personalbeschaffung grundsätzlich Kosten anfallen, ist klar. Allerdings können Personaler mit einigen Tipps und Tricks ihr Recruiting-Budget schonen und optimal nutzen: