Du suchst nach einer Timo24 Alternative. Das ist eine vernünftige Ausgangslage. Aber die meisten Unternehmen, die diesen Vergleich lesen, stellen sich dabei eine Frage, die sie garantiert zum falschen Tool führt.
Die Frage lautet: Welches Tool erfasst Zeiten am besten?
Das klingt richtig. Ist es aber nicht. Denn "Zeiterfassung" ist kein einheitliches Problem. Es gibt zwei grundlegend verschiedene Arten, Zeit zu erfassen — und sie lösen grundlegend verschiedene Probleme.
Wer hat wie viele Stunden an welchem Auftrag gearbeitet? Das Ziel ist Kundenfakturierung und Projektkontrolle. Die Zeit wird auf Projekte, Kunden und Leistungsarten gebucht. Am Ende des Monats steht eine Rechnung, kein Stundenzettel für den Steuerberater.
Wer ist wann erschienen, welche Schicht hat dieser Mitarbeiter gearbeitet, wie hoch ist der Nachtschichtzuschlag — und wie kommen diese Daten korrekt in die Lohnabrechnung? Das Ziel ist gesetzliche Compliance und eine saubere Übergabe an DATEV oder den Steuerberater.
Timo24 ist ein Projekt-ERP, das seinen Ursprung in der ersten Kategorie hat. Der Schichtplaner ist ein Modul von vielen. Wenn Du ein Unternehmen mit Schichtbetrieb führst — Gastronomie, Handel, Logistik, Pflege — und Du über Timo24 stolperst, weil jemand "Zeiterfassung Software" gegoogelt hat, dann bist Du gerade dabei, in die Zeiterfassungs-Falle zu tappen.
Dieser Vergleich hilft Dir, die richtige Frage zu stellen. Und dann das richtige Tool zu finden.
| Tool | Kernfokus | Schichtplanung | DATEV | HR-Funktionen | Für Schichtbetriebe gebaut? | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kenjo | Workforce Management + HR | Ja — Kernfunktion | Nativ | Vollständig (Personalakte, Onboarding, Abwesenheiten) | Ja | ab 5,40 €/MA |
| Timo24 | Projekt-ERP + Zeiterfassung | Modul (Grundfunktionen) | Nicht gefunden | Nein | Nein | ab 4,99 €/Nutzer (Schichtplaner-Modul) |
| Staffomatic | Schichtplanung + Zeiterfassung | Ja — Kernfunktion | Export (nur Premium) | Digital-Personalakte (Basic) | Ja | ab 2,00 €/Person |
| Crewmeister | Zeiterfassung + Schichtplanung | Add-on | Offizieller DATEV-Partner (Add-on) | Nein | Teilweise | ab 1,50 €/Nutzer |
| Clockodo | Projektzeiterfassung | Nein | Via Lexware (kein natives DATEV) | Nein | Nein | ab 4,00 €/Nutzer |
| Personio | HR-Plattform + Zeiterfassung | Grundfunktionen | Ja | Vollständig | Teilweise | Auf Anfrage |
Kenjo ist für deutsche KMUs entwickelt worden, deren operative Realität im Schichtbetrieb liegt: Logistik, Gastronomie, Handel, Pflege, produzierendes Gewerbe. Der Kerngedanke ist, dass Schichtplanung, Zeiterfassung, Abwesenheitsmanagement und Lohnvorbereitung in einer einzigen Datenbasis stattfinden — nicht in drei Systemen, die am Monatsende manuell zusammengeführt werden.
Wer Mitarbeiter in Schichten organisiert und jeden Monat den Weg von den Planstunden über die Iststunden bis zur DATEV-Übergabe ohne manuelle Zwischenschritte gehen will, findet in Kenjo die einzige Plattform in diesem Vergleich, bei der dieser Kreislauf vollständig geschlossen ist — ab dem kleinsten Tarif.
Integrierte Schichtplanung: Schichtpläne werden direkt im System erstellt, Abwesenheiten und Qualifikationen fließen automatisch ein. Keine Export-Import-Schleifen zwischen Planer und Zeiterfassung.
Lückenlose Zeiterfassung: Mitarbeiter stempeln per App, Browser oder Terminal. Planstunden und Iststunden werden gegenübergestellt. Abweichungen sind sofort sichtbar — und müssen nicht am Monatsende manuell korrigiert werden.
Natives DATEV-Export: Die vorbereitende Lohnabrechnung übergibt geprüfte Stundendaten direkt an DATEV. Der Steuerberater bekommt strukturierte Daten, keine Excel-Tabelle.
Vollständiges HR-Modul: Digitale Personalakte, Onboarding, Dokumentenmanagement und Abwesenheitsverwaltung sind keine Zusatzmodule, sondern Teil der Kernplattform. Alles in einer Datenbank.
Timo24 baut den Schichtplaner als Modul auf einem Projekt-ERP auf. Die Architektur ist auf Projektabrechnung ausgerichtet — die Verbindung zur Lohnabrechnung fehlt. Kenjo dreht das um: Schichtarbeit ist das Fundament, Lohnvorbereitung ist das Ziel. Jeder Datenpunkt — Schicht, Buchung, Zuschlag — ist von Anfang an auf diesen Weg ausgerichtet.
Fazit: Kenjo ist die richtige Wahl, wenn Schichtarbeit das operative Rückgrat Deines Unternehmens ist und Du den manuellen Aufwand am Monatsabschluss dauerhaft eliminieren willst.
Timo24 ist seit über 25 Jahren am Markt und positioniert sich als "modulare Projekt-ERP Business Suite" für Zeitmanagement und Projektsteuerung. Die Kernklientel sind projektorientierte Unternehmen: IT-Dienstleister, Agenturen, Ingenieurbüros, Beratungsfirmen. Das System kann Projektzeiten auf Kunden buchen, Rechnungen direkt aus erfassten Stunden erstellen und komplexe Projektlandschaften im Gantt-Diagramm abbilden.
Wer ein Dienstleistungsunternehmen führt, in dem Mitarbeiter ihre Arbeitszeit auf Kundenprojekte buchen, Rechnungen auf Stundenbasis erstellt werden müssen und Projektcontrolling wichtiger ist als Schichtverwaltung — für diesen Anwendungsfall bietet Timo24 ein ausgereiftes, in Deutschland gehostetes System mit persönlichem Support.
Projektzeiterfassung: Zeiten werden direkt auf Projekte, Kunden und Leistungsarten gebucht. Perfekt für billingbasierte Geschäftsmodelle.
Projektabrechnung: Rechnungen entstehen automatisch aus den erfassten Projektzeiten. Kein manueller Übertrag, keine doppelte Dateneingabe.
Modulare Flexibilität: Das System lässt sich schrittweise ausbauen. Schichtplaner, Reisekostenerfassung, CRM und Projektcontrolling sind als Module zubuchbar.
Persönlicher Support: Timo24 setzt auf direkten Telefon-Support ohne Warteschleife — ein Differenzierungsmerkmal gegenüber neueren SaaS-Tools.
Timo24 erfasst Projektstunden für die Abrechnung. Kenjo erfasst Schichtstunden für die Lohnabrechnung. Beide nennen sich "Zeiterfassung" — aber sie lösen verschiedene Probleme. Wer in Timo24 eine DATEV-Schnittstelle für die Lohnvorbereitung sucht oder Zuschlagsarten automatisch berechnen möchte, wird feststellen, dass diese Funktionen nicht Teil der Kernarchitektur sind.
Fazit: Timo24 ist die richtige Wahl für Projektdienstleister, die Kundenstunden abrechnen. Für Schichtbetriebe ist es die falsche Grundlage.
Staffomatic ist konsequent auf Branchen mit Schichtarbeit ausgerichtet: Gastronomie, Pflege, Handel, Lieferdienste, Fitnessstudios, Apotheken, Events. Mehr als 1.500 Teams nutzen die Plattform, die Schichtplanung und Zeiterfassung in einer einfachen Benutzeroberfläche verbindet. Der Ansatz ist bewusst schmal gehalten — Staffomatic löst das Schicht- und Zeitproblem, mehr nicht.
Wer ein Team mit klaren Schichtmustern in einer Branche mit hoher Fluktuation und variablem Personalstamm führt und vor allem Einfachheit und schnelle Einführung priorisiert, bekommt mit Staffomatic ein schlankes, funktionssicheres Tool zu niedrigen Kosten.
Einstiegspreis: Das Basic-Paket mit Schichtplanung, Urlaubsplanung und digitaler Personalakte liegt bei 2,00 Euro pro Person und Monat — einer der niedrigsten Einstiegspreise im Markt.
Branchenbreite: Staffomatic deckt mit vorgefertigten Lösungen für Gastronomie, Pflege, Rettungsdienst, Apotheke und viele weitere Branchen ein breites Spektrum ab.
Qualifikationsplanung (Professional): Ab dem mittleren Tarif können Schichten nach Qualifikationen besetzt werden — ein wichtiges Feature für Pflege und Sicherheitsdienste.
DATEV-Export (Premium): Das höchste Paket (6,00 Euro/Person) beinhaltet DATEV-Export, Zuschläge und Arbeitszeitkonto.
Staffomatic löst das Schichtproblem auf der Planungsebene gut. Was fehlt: ein vollständiges HR-Modul, natives DATEV und die Tiefe bei Zuschlagsarten und komplexen Arbeitszeitmodellen. DATEV-Export ist auf den Premium-Tarif beschränkt und gibt Rohdaten aus — keine Lohnvorbereitung mit geprüften Iststunden. Kenjo ist für Unternehmen mit komplexeren Anforderungen an Lohnvorbereitung und Personalverwaltung die weiter reichende Lösung.
Fazit: Staffomatic ist eine sehr gute Wahl für einfache Schichtbetriebe mit begrenzten Payroll-Anforderungen und geringem Budget.
Crewmeister richtet sich an kleine und mittlere Betriebe, die eine günstige, rechtssichere Arbeitszeiterfassung suchen. Die Branchen sind ähnlich wie bei Staffomatic — Handwerk, Gastronomie, Arztpraxis, Gebäudereinigung. Der Einstiegspreis (ab 1,50 Euro/Nutzer/Monat bei größeren Teams) ist der niedrigste in diesem Vergleich. Crewmeister ist auf Einfachheit optimiert und in wenigen Minuten eingeführt.
Wer ein kleines Team hat, primär eine rechtssichere Zeiterfassung mit einfachem Urlaubsplaner benötigt und weder Schichtplanung noch Lohnvorbereitung in der Software braucht — für diesen Anwendungsfall ist Crewmeister die günstigste seriöse Lösung am Markt.
Niedrigster Einstiegspreis: Ab 1,50 Euro/Nutzer/Monat für die reine Zeiterfassung — für Kleinbetriebe mit begrenztem Softwarebudget kaum zu unterbieten.
Offizieller DATEV-Partner: Crewmeister ist zertifizierter DATEV-Partner und bietet eine Schnittstelle für die Lohnübergabe — allerdings als Zusatzmodul mit eigenem Preis (ab 5 Euro pro Lohnart).
Schnelle Einführung: Selbstbeschrieben als "in drei Schritten startklar" — kein aufwendiges Onboarding, keine Einrichtungsgebühr.
Mobil und terminal-fähig: Zeiterfassung per App, Browser und Terminal ist in allen Tarifen enthalten.
Crewmeister ist auf Zeiterfassung fokussiert. Schichtplanung ist ein Zusatzmodul, HR-Funktionen gibt es nicht. Wer über Zeiterfassung hinaus Schichtpläne erstellen, Qualifikationen verwalten und die vorbereitende Lohnabrechnung automatisieren möchte, verlässt schnell den Funktionsbereich von Crewmeister. Für wachsende Schichtbetriebe ist Crewmeister deshalb eher eine Übergangslösung.
Fazit: Crewmeister ist ideal für Kleinbetriebe, die rechtssicher Zeiten erfassen wollen — mit Wachstumsbremse bei komplexeren Anforderungen.
Clockodo ist die Projektzeiterfassungs-Lösung für Agenturen, Kanzleien, Ingenieurbüros, IT-Dienstleister und Beratungsfirmen. Über 15.000 Unternehmen nutzen das Tool, um Arbeitszeiten auf Kunden, Projekte und Leistungen zu buchen. Clockodo hat keine Schichtplanungsfunktion. Die Zielgruppe sind Mitarbeiter am Schreibtisch, nicht Mitarbeiter im Schichtbetrieb.
Wer ein projektbasiertes Dienstleistungsunternehmen führt, Kundenstunden minutengenau auswerten möchte und Integrationen zu Rechnungstools wie Lexware Office oder sevDesk braucht — für diesen Anwendungsfall ist Clockodo das ausgereifte Werkzeug mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Projektzeiterfassung als Kernprodukt: Stunden werden direkt auf Kunden, Projekte und Leistungsarten gebucht. Auswertungen zeigen Budgetverbrauch, Profitabilität und Teamauslastung auf Projektebene.
Rechnungs-Integrationen: Native Anbindungen an Lexware Office, sevDesk und Personio. Für Unternehmen, die auf diese Tools setzen, entfällt der manuelle Datenexport komplett.
Klare Preisstruktur: Keine versteckten Kosten. Basic ab 4,00 Euro/Nutzer, Pro ab 10,00 Euro/Nutzer mit Projektzeiterfassung und Controlling.
Made in Germany: Clockodo wird in Deutschland gehostet und ist DSGVO-konform.
Clockodo hat keine Schichtplanungsfunktion und keine DATEV-Direktschnittstelle für die Lohnabrechnung. Für schichtbasierte Betriebe ist es schlicht das falsche Tool. Für die Kernzielgruppe von Clockodo — projektorientierte Wissensbetriebe — wäre Kenjo umgekehrt überdimensioniert.
Fazit: Clockodo ist die beste Wahl für projektorientierte Unternehmen, die ihre Kundenstunden auswerten und abrechnen wollen — kein Schichtbetrieb, keine Lohnvorbereitung.
Personio ist die bekannteste HR-Plattform im deutschsprachigen Mittelstandssegment. Das Produkt deckt den gesamten HR-Lifecycle ab: Recruiting, Onboarding, Personalverwaltung, Gehaltsabrechnung und Zeiterfassung. Personio ist auf Bürobetriebe und gemischte Belegschaften ausgerichtet — Unternehmen mit einer klaren HR-Abteilung, nicht auf Schichtbetriebe.
Unternehmen ab ca. 50 Mitarbeitern, die einen zentralen Ort für HR-Prozesse suchen und eine professionelle Recruiting-Pipeline, standardisierte Onboarding-Workflows und Gehaltsabrechnungen in einer Plattform brauchen — für diesen Anwendungsfall ist Personio die etablierteste Option.
Vollständiger HR-Lifecycle: Von der Stellenanzeige bis zur Gehaltsabrechnung — Personio bildet mehr Prozesse ab als jede andere Lösung in diesem Vergleich.
DATEV-Integration: Personio übergibt Gehaltsdaten nativ an DATEV. Für Unternehmen mit etablierter Steuerberater-Beziehung ist das ein wichtiges Feature.
Breites Integrations-Ökosystem: Über 250 Partner-Integrationen, von Clockodo bis Slack.
Marktführerposition: Als bekannteste HR-Plattform in DACH hat Personio eine große Community, viele Implementierungspartner und breite Ressourcen.
Personio ist auf Bürobetriebe ausgerichtet. Schichtplanung ist grundlegend vorhanden, aber nicht für Betriebe mit komplexen Schichtmodellen, Zuschlagsarten und deskless Mitarbeitern gebaut. Wer 30 Mitarbeiter in der Logistik mit variablen Nachtschichtzuschlägen verwaltet, stößt bei Personio schnell an Grenzen — und zahlt für Features, die er nicht braucht. Kenjo ist für diese Zielgruppe schlanker, preiswerter und tiefer auf den Anwendungsfall ausgerichtet.
Fazit: Personio ist die richtige Wahl für wachsende Bürobetriebe mit professionellen HR-Anforderungen — nicht die erste Wahl für deskless-heavy Schichtbetriebe.
Timo24 hat 25 Jahre Entwicklungsgeschichte. Das merkt man. Das System ist stabil, persönlicher Support ist kostenlos inklusive, und die modulare Architektur erlaubt es, genau die Funktionen zuzubuchen, die ein Unternehmen wirklich braucht. Für IT-Agenturen oder Ingenieurbüros, die Projektstunden auf Kundennamen buchen und daraus direkt Rechnungen erstellen wollen, ist Timo24 ein ausgereiftes Werkzeug. Die Made-in-Germany-Positionierung und das DSGVO-konforme Hosting in deutschen Rechenzentren sind echte Argumente, keine Marketing-Floskeln.
Das Kernproblem ist kein Fehler — es ist eine Designentscheidung. Timo24 ist von Grund auf als Projekt-ERP gebaut. Zeiterfassung bedeutet in diesem Kontext: Wer hat wie lange an welchem Projekt gearbeitet? Der Schichtplaner ist ein Zusatzmodul, das Drag-and-Drop-Schichtplanung ermöglicht — aber ohne tiefen Anschluss an eine Lohnvorbereitung.
Was das in der Praxis bedeutet: Wenn ein Mitarbeiter eine Nachtschicht arbeitet und dafür einen Zuschlag bekommt, muss dieser Zuschlag außerhalb von Timo24 berechnet und übergeben werden. Wenn Planstunden und Iststunden auseinanderfallen, werden die Differenzen nicht automatisch für den Steuerberater aufbereitet. Wenn zehn Mitarbeiter an drei Standorten in verschiedenen Schichtmodellen arbeiten, ist der Weg von der Planung zur Lohnübergabe ein manueller Prozess.
Kenjo ist umgekehrt aufgebaut. Die Grundlage ist nicht die Projektstunde, sondern die Schicht. Jede Planung, jede Buchung, jeder Zuschlag fließt in einer Datenbank zusammen, die auf den Monatsabschluss ausgerichtet ist. Die vorbereitende Lohnabrechnung übergibt strukturierte, geprüfte Daten direkt an DATEV — nicht als CSV-Export, der manuell aufbereitet werden muss.
Das bedeutet konkret: Planstunden vs. Iststunden sind im System permanent sichtbar. Abweichungen werden markiert, nicht am Monatsende entdeckt. Zuschlagsarten — Nacht, Wochenende, Feiertag — werden automatisch berechnet. Die Personalakte liegt in derselben Plattform, in der die Schichten geplant werden.
| Kategorie | Kenjo | Timo24 |
|---|---|---|
| Kernfokus | Schichtbetriebe, Workforce Management | Projektdienstleister, Projektzeiterfassung |
| Schichtplanung | Kernfunktion | Zusatzmodul |
| DATEV-Übergabe | Nativ, Lohnvorbereitung | Nicht gefunden |
| Zuschlagsberechnung | Automatisch | Nicht vorhanden |
| Personalakte | Inklusive | Nicht vorhanden |
| Onboarding & HR | Vollständig | Nicht vorhanden |
| Planstunden vs. Iststunden | Integriert | Nicht integriert |
| Zielgröße | 10–500 MA, Schichtbetrieb | Beliebig, Projektbetrieb |
Diese Frage klingt technisch. Sie ist es nicht. Sie ist die wichtigste Frage, bevor Du eine Software kaufst.
Ein Mitarbeiter öffnet morgens das System, wählt "Kunde XY — Projekt Relaunch — Leistung: Konzeption" und startet den Timer. Nach zwei Stunden wechselt er auf "Kunde XY — Projekt Relaunch — Leistung: Umsetzung". Am Monatsende hat das System eine detaillierte Aufschlüsselung, welche Stunden auf welchen Auftrag gebucht wurden. Daraus entsteht eine Rechnung. Der Steuerberater bekommt den Gehalt, nicht die Projektstunden.
Ein Mitarbeiter kommt um 22:00 Uhr an der Fleischverarbeitungsanlage an und stempelt sich ein. Er arbeitet bis 06:00 Uhr — acht Stunden, davon sechs als Nachtarbeit. Das System weiß, dass er laut Schichtplan bis 05:30 Uhr geplant war, aber 30 Minuten länger gearbeitet hat. Es weiß, dass die ersten vier Nachtstunden mit 25% und die letzten zwei mit 40% Zuschlag abgegolten werden müssen. Am Monatsende übergibt das System diese Daten strukturiert an DATEV. Der Steuerberater bekommt geprüfte Stundendaten inklusive Zuschlagsarten — keine Excel-Tabelle.
Diese zwei Prozesse haben nichts miteinander zu tun. Sie teilen sich das Wort "Zeiterfassung" — und das ist die eigentliche Falle.
Phase 1 — Planung: Wer stellt wann welche Schicht auf welcher Position? Timo24 hat hier eine Grundlösung. Kenjo, Staffomatic und Crewmeister sind darauf aufgebaut.
Phase 2 — Erfassung: Wer ist tatsächlich erschienen, wann genau, mit welchen Pausen? Alle Tools in diesem Vergleich erfassen Arbeitszeiten. Der Unterschied liegt in der Tiefe: Werden Planstunden vs. Iststunden automatisch abgeglichen? Werden Zuschlagsarten automatisch berechnet?
Phase 3 — Übergabe: Wie kommen diese Daten in die Lohnabrechnung? Das ist der entscheidende Schritt. Hier trennt sich, was gut klingt, von dem, was gut funktioniert. Eine native DATEV-Integration ist nicht dasselbe wie ein CSV-Export, der manuell aufbereitet werden muss.
Wenn Dein Unternehmen in Phase 3 noch manuell arbeitet — Stunden aus einem Tool exportieren, in eine Excel-Tabelle eintragen, dem Steuerberater schicken — dann löst Du nicht das Problem. Du automatisierst Phase 2 und behältst den teuren Fehler in Phase 3.
1. Ist Dein Hauptproblem die Projektkontrolle oder die Schichtsteuerung?
Wenn Du wissen willst, wie viele Stunden welcher Mitarbeiter auf welches Kundenprojekt gebucht hat, brauchst Du eine Projektzeiterfassung. Wenn Du wissen willst, wer heute Nacht auf Station 3 ist und ob der Dienstplan arbeitszeitrechtlich eingehalten wird, brauchst Du eine Workforce-Management-Lösung. Diese Frage entscheidet alles.
2. Wie komplex ist Deine Zuschlagsstruktur?
Wenn Du keine Zuschläge hast — keine Nacht-, Wochenend- oder Feiertagszuschläge — ist fast jedes Tool in diesem Vergleich ausreichend. Wenn Du Zuschläge hast, aber händisch berechnest, verlierst Du jeden Monat Stunden. Frag die Anbieter explizit: Wie berechnet Ihr Tool Nachtschichtzuschläge? Automatisch oder per Formel im Export?
3. Wie viele Mitarbeiter haben keinen festen Schreibtisch?
Ein Betrieb mit 80% Büro und 20% Außendienst hat andere Anforderungen als ein Betrieb mit 80% Schichtmitarbeitern ohne Computer. Für letzteren ist eine App mit GPS-Stempeluhr und Offline-Funktion kein Nice-to-have, sondern Grundvoraussetzung.
4. Wer macht bei Euch die Lohnabrechnung — und wie?
Wenn Euer Steuerberater DATEV nutzt, ist eine native DATEV-Schnittstelle eine erhebliche Zeitersparnis. Wenn Ihr intern abrechnet, braucht Ihr andere Exportformate. Diese Frage beantwortet, ob eine DATEV-Schnittstelle Pflicht oder optional ist.
5. Wie viele HR-Prozesse sollen in einem System laufen?
Wenn Du Zeiterfassung kaufst und Personalakte, Onboarding und Abwesenheitsverwaltung separat verwaltest, baut Du drei Insellösungen. Wenn Du alles in einem System willst, reduziert sich Deine Auswahl erheblich.
Timo24 passt, wenn:
Clockodo passt, wenn:
Crewmeister passt, wenn:
Staffomatic passt, wenn:
Kenjo passt, wenn:
Timo24 ist eine bewährte Lösung für projektorientierte Unternehmen. Als Projekt-ERP mit Zeiterfassung und Schichtplaner-Modul macht es genau das, wofür es gebaut wurde. Clockodo ist die elegantere, günstigere Alternative für Unternehmen, bei denen Projektzeiterfassung der einzige Use Case ist.
Crewmeister und Staffomatic lösen das Schicht- und Zeitproblem für kleine Betriebe gut — solange Lohnvorbereitung und HR kein Thema sind.
Personio setzt einen anderen Hebel an: vollständige HR-Plattform für den Mittelstand, stärker auf Bürobetriebe ausgerichtet.
Kenjo ist die Antwort auf die richtige Frage: Wie plant man Schichten, erfasst Iststunden, berechnet Zuschläge und übergibt alles geprüft an DATEV — in einem System, ohne manuelle Zwischenschritte?
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