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Clockodo Alternativen: 5 Tools im Vergleich – und warum Dienstplanung der entscheidende Unterschied ist

Geschrieben von Ian Roderick | 29 Juni 2026

Wer nach einer Clockodo Alternative sucht, fragt oft nach demselben: Welches Tool erfasst Arbeitszeiten am genauesten? Welches ist günstiger? Welches hat die bessere App?

Das sind vernünftige Fragen. Aber sie greifen zu kurz.

 

Denn Zeiterfassung ist nicht der Anfang des Prozesses. Sie ist die Mitte. Bevor Dein Team einstempelt, hat jemand entschieden, wer wann arbeitet. Und nach dem Ausstempeln folgt die Lohnabrechnung. Eine Software, die nur den mittleren Schritt abdeckt, zwingt Dich, die anderen beiden anderswo zu lösen: den Dienstplan in Excel, die Lohnvorbereitung per E-Mail an den Steuerberater.

 

Das kostet Zeit. Es erzeugt Fehler. Und es skaliert nicht.

 

Clockodo ist ein starkes Werkzeug für das, wofür es gebaut wurde: Arbeitszeiten und Projektzeiten erfassen, vor allem für Agenturen, Kanzleien und Beratungsunternehmen. Aber es plant keine Schichten. Es kennt keine Planstunden. Und es hat keine direkte Verbindung zur Lohnabrechnung.

 

Für Unternehmen mit Bürobelegschaft und projektbasierter Abrechnung ist das kein Problem. Für alle anderen, die Schichtbetrieb, Wochenpläne oder variable Einsatzzeiten managen müssen, ist es eine strukturelle Lücke.

Dieser Vergleich betrachtet fünf Tools, die im gleichen Markt spielen wie Clockodo: Clockify, Toggl Track, TimeTac, ZEP und Kenjo. Er stellt eine konkrete Frage: Welches davon deckt den vollständigen Zyklus ab – von der Schichtplanung über die Zeiterfassung bis zur Lohnvorbereitung – ohne dass Planstunden und Iststunden in zwei getrennten Systemen leben?

 

Schnellvergleich: Clockodo vs. die Alternativen


Anbieter Dienstplanung  Zeiterfassung  DATEV-Export HR-Funktionen Preis/MA/Monat
Kenjo ✓ (nativ) ab 5,40 €
Clockodo Teilweise (Export) ab 4 €
Clockify ab 0 €
Toggl Track ab 0 €
TimeTac ✓ (Marktplatz) ab 20,90 €
ZEP Teilweise auf Anfrage

Die sechs Anbieter im Detail


1. Kenjo — HR-Plattform mit integrierter Dienstplanung


Zielgruppe / Fokus


Kenjo richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland, die Mitarbeiter mit variablen Arbeitszeiten, Schichtbetrieb oder wechselnden Einsatzorten führen. Branchen wie Logistik, Pflege, Gastronomie, Reinigung und Einzelhandel stehen im Mittelpunkt, aber auch wachsende Bürobetriebe, die HR-Prozesse konsolidieren wollen.

 

Warum diesen Anbieter wählen?


Kenjo ist die einzige Lösung im Vergleich, die Dienstplanung, Zeiterfassung und Lohnvorbereitung in einer einzigen Datenbank verbindet. Wer einen Schichtplan erstellt, legt damit automatisch die Basis für die Zeiterfassung. Was tatsächlich gearbeitet wurde, fließt direkt in die Vorbereitende Lohnabrechnung. Der Steuerberater bekommt einen sauberen Export. Kein manueller Abgleich, kein Medienbruch.

 

Vier Kernstärken


  • Integrierte Dienstplanung: Kenjo plant Schichten und Wochenpläne direkt im System. Planstunden sind keine abstrakte Zahl in einer Excel-Tabelle, sondern die Grundlage für alles, was danach passiert. Mitarbeiter sehen ihre Schichten in der App, können Tausche beantragen, und das System zeigt sofort, wer verfügbar ist.

  • Lückenlose Zeiterfassung: Die Zeiterfassung kennt die Planstunden. Abweichungen zwischen Soll und Ist sind auf Knopfdruck sichtbar. Überstunden werden automatisch berechnet. Stempeluhr, App, Browser oder Terminal: Mitarbeiter erfassen dort, wo sie arbeiten.

  • Vorbereitende Lohnabrechnung: Kenjo übergibt aufbereitete Lohndaten direkt an DATEV-kompatible Systeme. Was Dein Steuerberater braucht, kommt aus dem System, nicht aus einer manuell gepflegten Tabelle. Das spart Abstimmungsschleifen und reduziert Fehler am Monatsende.

  • HR-Stammdaten als Rückgrat: Mitarbeiterakten, Verträge, Abwesenheiten, Urlaubskontingente, Onboarding: Kenjo hält alle personalbezogenen Daten an einem Ort. Zeiterfassung und Dienstplanung greifen auf dieselbe Datenbasis zu, auf der die Lohnabrechnung aufbaut.

 

Abgrenzung zu Clockodo und den anderen Alternativen


Clockodo und die übrigen Tools in diesem Vergleich starten den Prozess bei der Zeiterfassung. Kenjo startet einen Schritt früher: beim Dienstplan. Wer Schichtbetrieb führt und dabei nur ein Zeiterfassungstool nutzt, verwaltet seinen Dienstplan anderswo und gleicht beide Systeme manuell ab. Das ist genau die Reibung, die Kenjo eliminiert.

 

Fazit: Kenjo ist die richtige Wahl für Unternehmen, die mehr brauchen als ein Zeiterfassungstool – nämlich einen vollständigen Personalzyklus aus einem System.

 

2. Clockodo — Zeiterfassung und Projektbilling für Wissensarbeiter


Zielgruppe / Fokus


Clockodo ist für Agenturen, Kanzleien, Beratungsunternehmen und Freelancer gebaut. Das Kernversprechen: Erfasse Arbeitszeiten und Projektzeiten, werte sie aus, und übergib sie an Dein Abrechnungstool. Mehr als 15.000 Unternehmen in Deutschland setzen es ein, viele davon mit 5 bis 30 Mitarbeitern.

 

Warum diesen Anbieter wählen?


Clockodo macht Projektzeiterfassung außergewöhnlich gut. Die Verbindung aus Stoppuhr, Projekthierarchie, Berichten und Rechnungsintegrationen (Lexware, SevDesk, FastBill und andere) ist in dieser Form bei keinem anderen Tool im Vergleich so ausgereift. Wer Kunden stundengenau abrechnet, findet kaum eine einfachere Lösung.

 

Vier Kernstärken


  • Projektzeiterfassung: Clockodo unterscheidet zwischen Kunden, Projekten und Leistungsarten. Mitarbeiter buchen Zeit direkt auf Projekte, Budgets werden in Echtzeit überwacht, Berichte sind mit wenigen Klicks exportiert.

  • Rechnungsintegrationen: Mit über einem Dutzend Anbindungen an Buchhaltungs- und Rechnungstools ist Clockodo stark in der Verbindung Zeiterfassung zu Rechnungsstellung. Kein anderes Tool im Vergleich bietet diese Tiefe.

  • Einfache Bedienung: Das Interface ist klar und schnell zu verstehen. Neue Mitarbeiter brauchen keine Einschulung. Clockodo ist in zehn Minuten startklar.

  • Made in Germany, kompetenter Support: Clockodo betreibt seine Server in Deutschland, der Support antwortet auf Deutsch und ist kostenlos. Für datenschutzbewusste KMU im DACH-Raum ist das ein echtes Argument.

 

Abgrenzung zu Kenjo


Clockodo erfasst Zeit. Es plant keine. Wer Schichtbetrieb führt oder auch nur einfache Wochenpläne erstellt, braucht dafür ein separates Tool. Clockodos DATEV-Anbindung läuft über Drittanbieter oder CSV-Export, nicht nativ. HR-Stammdaten, Urlaubsgenehmigungen und Lohnvorbereitung liegen außerhalb des Systems. Für projektbasierte Wissensarbeiter ohne Schichtbetrieb ist das kein Problem. Für alle anderen entsteht ein Patchwork aus Systemen.

 

Fazit: Clockodo ist die beste Wahl für projektbasierte Teams, die Zeiten für die Kundenabrechnung erfassen. Sobald Schichtbetrieb oder vollständige HR-Prozesse ins Spiel kommen, zeigt das Tool seine Grenzen.

 

3. Clockify — Kostenlos, einfach, ohne Tiefe


Zielgruppe / Fokus


Clockify richtet sich an Freelancer, kleine Teams und Startups, die eine kostenlose Zeiterfassungslösung suchen. Der Free-Plan ist unbegrenzt nutzbar und enthält die wesentlichen Funktionen: Timer, Projekterfassung, Berichte. Bezahlpläne erweitern das um Genehmigungsworkflows und Projektbudgets.

 

Warum diesen Anbieter wählen?


Kein anderes Tool im Vergleich ist so günstig. Für kleine Teams, die nur eine einfache Zeiterfassung ohne Schnickschnack brauchen, ist Clockify schwer zu schlagen. Die App ist verfügbar für alle Plattformen, die Oberfläche ist klar.

 

Vier Kernstärken


  • Kostenlos im Einstieg: Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos, unbegrenzt in Nutzerzahl und Projekten. Das ist für Gründer und Solo-Selbstständige attraktiv.

  • Breite Plattformunterstützung: Browser-Extension, Desktop-App, Mobile, Widgets: Clockify ist überall verfügbar und synchronisiert automatisch.

  • Einfache Projektverwaltung: Kunden, Projekte, Aufgaben und Stundensätze lassen sich übersichtlich verwalten. Berichte exportieren in CSV oder PDF.

  • Teammanagement: Clockify erlaubt rollenbasierte Zugriffsrechte und gibt Leads einen Überblick über ihr Team.

 

Abgrenzung zu Kenjo und Clockodo


Clockify ist das einfachste Tool im Vergleich – und das schlägt sich in den fehlenden Funktionen nieder. Es gibt keine Dienstplanung, keine DATEV-Anbindung, kein Abwesenheitsmanagement im vollen Umfang und kein HR-Modul. Die Server stehen nicht in Deutschland, was für datenschutzbewusste Unternehmen ein Problem sein kann. Clockify ist ein Einstiegstool. Wer wächst, braucht mehr.

 

Fazit: Clockify eignet sich für kleine Teams, die schnell starten wollen. Für Unternehmen mit Schichtbetrieb oder HR-Anforderungen ist es kein gangbarer Weg.

 

4. Toggl Track — Radikal simpel, radikal begrenzt


Zielgruppe / Fokus


Toggl Track ist der Minimalismus unter den Zeiterfassungstools. Ein Timer, ein Projekt, eine Schaltfläche. Das Tool richtet sich an Freelancer und kleine Teams, für die Zeiterfassung genau das bedeutet: Zeit festhalten, Berichte ansehen, fertig.

 

Warum diesen Anbieter wählen?


Wenn Dein einziges Ziel ist, zu wissen, wie viele Stunden Du und Dein Team in welches Projekt gesteckt habt, ist Toggl Track unübertroffen einfach. Der Free-Plan ist großzügig, die Oberfläche intuitiv, der Einstieg dauert Minuten.

 

Vier Kernstärken


  • Reibungsloser Einstieg: Kein Onboarding, kein Setup, keine Lernkurve. Timer starten, Projekt zuordnen, fertig.

  • Detaillierte Berichte: Toggl Track bietet solide Auswertungen nach Mitarbeiter, Projekt und Zeitraum. Exportierbar in verschiedene Formate.

  • Integrationen mit Projekttools: Asana, Jira, GitHub, Notion: Toggl verbindet sich mit den wichtigsten Projektmanagement-Tools und erfasst Zeit direkt aus dem Workflow.

  • Free-Plan ohne Nutzerlimit: Bis zu 5 Nutzer kostenlos, danach ab 9 Euro pro Nutzer und Monat.

 

Abgrenzung zu Kenjo


Toggl Track ist noch reduzierter als Clockodo. Es gibt keine Abwesenheitsverwaltung, keine Lohnanbindung, keine Dienstplanung und keine HR-Funktionen. Wer mehr als einen schlichten Timer braucht, hat Toggl schnell outgrown.

 

Fazit: Toggl Track ist das richtige Tool für Freelancer und einfachste Teams. Für Unternehmen mit Personalverantwortung ist es zu dünn.

 

5. TimeTac — DACH-Spezialist mit DATEV, aber ohne Schichtplanung


Zielgruppe / Fokus


TimeTac ist ein österreichisches Unternehmen mit starkem DACH-Fokus. Es richtet sich an Unternehmen, die rechtssichere Zeiterfassung nach deutschem und österreichischem Arbeitsrecht brauchen: von KMUs bis zu Großunternehmen. Branchen wie Pflege, Produktion, Gebäudereinigung und öffentlicher Dienst sind explizit adressiert.

 

Warum diesen Anbieter wählen?


TimeTac ist das stärkste reine Zeiterfassungstool im Vergleich, wenn es um Compliance geht. Es ist ISO 27001 zertifiziert, hat eine native DATEV-Schnittstelle über den DATEV Marktplatz und unterstützt Zeiterfassungsterminals mit RFID, NFC und Fingerabdruck. Wer viele Mitarbeiter hat, die nicht am Computer arbeiten, bekommt hier eine ausgereifte Terminal-Infrastruktur.

 

Vier Kernstärken


  • DATEV Marktplatz-Partner: TimeTac überträgt Zeitdaten direkt an DATEV, ohne manuellen Export. Das beschleunigt die Lohnvorbereitung erheblich.

  • Rechtssichere Zeiterfassung: Alle deutschen und österreichischen Arbeitszeitvorschriften sind im System abgebildet. EuGH- und BAG-Urteil-konform.

  • Zeiterfassungsterminals: Für Mitarbeiter ohne eigenes Gerät bietet TimeTac RFID- und NFC-Terminals. Ideal für Produktion, Reinigung und Pflege.

  • Modularer Aufbau: Arbeitszeiterfassung, Projektzeiterfassung und Urlaubsverwaltung lassen sich separat oder kombiniert nutzen.

 

Abgrenzung zu Kenjo


TimeTac deckt die Zeiterfassung sehr gut ab, auch für Mitarbeiter ohne Büroarbeitsplatz. Aber es plant keine Schichten. Wer Dienstpläne erstellen muss, tut das woanders. Es gibt keine HR-Stammdaten, kein Recruiting, kein Onboarding, keine Mitarbeiterakte. TimeTac ist ein ausgezeichnetes Zeiterfassungssystem, aber kein HR-System. Der Preis liegt deutlich über dem der übrigen Tools im Vergleich.

 

Fazit: TimeTac ist die richtige Wahl für compliance-getriebene Unternehmen, die eine spezialisierte Zeiterfassung mit DATEV-Anbindung und Terminal-Support brauchen. Für Betriebe, die auch Schichtplanung und HR-Prozesse konsolidieren wollen, ist Kenjo die vollständigere Lösung.

 

6. ZEP — Projektzeit-Profi für Dienstleister


Zielgruppe / Fokus


ZEP steht für "Zeit-Erfassung für Projekte" und ist genau das: ein Spezialist für Projektzeiterfassung und -abrechnung. Zielgruppe sind IT-Dienstleister, Ingenieurbüros, Unternehmensberatungen und andere projektbasierte Dienstleister im DACH-Raum.

 

Warum diesen Anbieter wählen?


ZEP bietet die tiefste Projektzeiterfassung im Vergleich. Wer komplexe Projektstrukturen, detaillierte Rechnungsstellungen, Ressourcenplanung pro Projekt und umfangreiche Auswertungen braucht, ist hier gut aufgehoben. Die Software ist seit vielen Jahren im DACH-Markt etabliert und auf die Bedürfnisse von Dienstleistern zugeschnitten.

 

Vier Kernstärken


  • Tiefe Projektstruktur: ZEP erlaubt mehrstufige Projekthierarchien mit Phasen, Arbeitspaketen und Budgets. Für komplexe Dienstleistungsprojekte ist das der Goldstandard.

  • Ressourcenplanung: ZEP plant Kapazitäten und Verfügbarkeiten der Mitarbeiter pro Projekt. Das geht über reine Zeiterfassung hinaus.

  • Rechnungsstellung: Direkt aus der erfassten Projektzeit lassen sich Rechnungen erstellen, inklusive Stundensatzverwaltung und Belegen.

  • Langjährige DACH-Expertise: ZEP ist seit Jahrzehnten im deutschen Markt, kennt die Anforderungen und entwickelt aktiv weiter.

 

Abgrenzung zu Kenjo


ZEP ist tief, aber eng. Es gibt keine Dienstplanung, keine HR-Stammdaten, keine DATEV-Anbindung im Sinne einer Lohnvorbereitung und kein Abwesenheitsmanagement außerhalb der Projektkontexte. ZEP löst die Projektzeiterfassung besser als fast jedes andere Tool. Aber für Unternehmen, die gleichzeitig Schichten planen, Urlaub verwalten und Löhne vorbereiten müssen, ist ZEP nur ein Baustein unter mehreren.

 

Fazit: ZEP ist ideal für projektbasierte Dienstleister mit komplexen Abrechnungsanforderungen. Für operative Betriebe mit Schichtbetrieb ist Kenjo die besser geeignete Plattform.

 

Kenjo vs. Clockodo: Der direkte Vergleich


Was Clockodo stark macht


Clockodo hat sich in 15 Jahren am Markt zu einem der beliebtesten Zeiterfassungstools im DACH-Raum entwickelt. Der Grund ist einfach: Es tut das, wofür es gebaut wurde, sehr gut.

 

Projektzeiterfassung mit Kunden- und Projektstruktur. Berichte, die zeigen, wohin die Stunden geflossen sind. Integration mit über einem Dutzend Abrechnungstools, von Lexware bis SevDesk. Ein Interface, das kein Training braucht. Deutsche Server, DSGVO-konform, persönlicher Support.

 

Für Agenturen, die Projektstunden an Kunden weiterfakturieren, ist Clockodo kaum zu schlagen. Das Preisniveau ist fair. Die Lernkurve ist flach.

 

Wo die Architektur das Problem schafft


Clockodo denkt von der Zeiterfassung aus. Es fragt: "Was wurde wann gemacht?" Das ist die richtige Frage für Projektdienstleister.

 

Für Unternehmen mit Schichtbetrieb ist es die falsche Reihenfolge.

 

Wer Dienstpläne erstellt, muss vorher wissen: Wer ist verfügbar? Welche Schichten braucht der Betrieb nächste Woche? Welcher Mitarbeiter hat noch Urlaubsanspruch? Wer hat diese Woche schon Überstunden? Diese Fragen beantwortet Clockodo nicht. Sie werden woanders beantwortet, häufig in Excel oder in einem separaten Dienstplanungstool.

 

Am Monatsende treffen dann zwei Welten aufeinander: die Planstunden aus dem Dienstplan und die Iststunden aus Clockodo. Jemand muss beide Welten manuell zusammenführen, bevor der Steuerberater die Lohnabrechnung erstellen kann. Das ist keine Schwäche, die sich mit einem Update beheben lässt. Es ist eine strukturelle Entscheidung: Clockodo ist kein HR-System.

 

Die Kenjo-Architektur


Kenjo beginnt den Prozess einen Schritt früher: beim Dienstplan.

 

Wenn ein Teamleiter nächste Woche die Schichten plant, arbeitet er in demselben System, das auch die Zeiterfassung und die Mitarbeiterakte enthält. Er sieht sofort, wer Urlaub hat, wer Überstunden abgebaut hat und wer verfügbar ist. Er erstellt den Plan. Mitarbeiter bestätigen ihre Schichten in der App.

 

Während der Woche erfassen Mitarbeiter ihre Zeiten per App, Browser oder Terminal. Das System kennt die geplanten Stunden und zeigt Abweichungen automatisch an. Am Monatsende übergibt Kenjo aufbereitete Lohndaten direkt an DATEV-kompatible Systeme. Der manuelle Abgleich zwischen Planstunden und Iststunden entfällt.

 

Zusammenfassung der Unterschiede


Kategorie Kenjo Clockodo
Dienstplanung
Zeiterfassung
Projektzeit-Tracking ✓ (tiefer)
Abwesenheitsmanagement
DATEV-Export ✓ (nativ) Teilweise (Export)
HR-Stammdaten
Lohnvorbereitung
Rechnungsintegrationen Wenige Viele
Preis/MA/Monat ab 5,40 € ab 4 €

 

Der Zyklus, den kein reines Zeiterfassungstool schließt


Zeiterfassung ist ein Punkt in einem Kreislauf. Wer den Kreislauf vollständig verstehen will, muss drei Phasen betrachten.

 

Phase 1: Planung (Dienstplan)

 

Bevor ein Mitarbeiter seinen ersten Arbeitstag der Woche beginnt, hat jemand entschieden, wann er arbeitet. In Betrieben mit variablen Schichten, Wochenenddiensten oder saisonalen Schwankungen ist das oft die aufwändigste Aufgabe der Woche.

 

Eine gute Dienstplanung berücksichtigt: Vertragliche Sollstunden, Verfügbarkeit und Abwesenheiten, Qualifikationen und Rollen, gesetzliche Ruhezeiten und Höchstarbeitszeiten. In Kenjo sind all diese Informationen im System. Wer einen neuen Dienstplan erstellt, zieht automatisch auf Mitarbeiterstammdaten, Urlaubskonten und bestehende Schichten zu.

 

Phase 2: Erfassung (Zeiterfassung)

 

Mitarbeiter stempeln ein und aus. App, Browser, Terminal: Der Kanal richtet sich nach der Arbeitsrealität. In der Produktion ein Terminal per RFID, im Büro ein Klick im Browser, im Außendienst die Mobile App mit GPS.

Das System kennt den Dienstplan. Es weiß, wann jemand eigentlich hätte erscheinen sollen. Abweichungen werden sofort sichtbar: Wer hat früher aufgehört? Wer hat eine Pause nicht erfasst? Welcher Mitarbeiter ist schon im Überstundenbereich?

 

Phase 3: Übergabe (Lohnvorbereitung)

 

Am Ende des Abrechnungszeitraums übergibt Kenjo aufbereitete Daten an die Lohnabrechnung. Planstunden, Iststunden, Überstunden, Abwesenheiten, Zuschläge: alles aus einem System, in einem Format, das der Steuerberater direkt weiterverarbeiten kann.

 

Wer diesen Kreislauf in drei verschiedenen Systemen abbildet – Dienstplanungstool, Zeiterfassung, Lohnsoftware – verbringt am Monatsende Stunden damit, Daten manuell abzugleichen und Fehler zu korrigieren. Wer ihn in einem System abbildet, drückt auf einen Knopf.

 

Fünf Fragen vor der Entscheidung


Bevor Du eine Software auswählst, beantworte diese fünf Fragen.

 

Planst Du Schichten oder koordinierst Du nur Anwesenheiten?


Wer Schichten planen muss – wöchentlich, saisonal oder tagesaktuell – braucht ein Tool, das Dienstplanung versteht. Reine Zeiterfassungstools wie Clockodo, Clockify oder Toggl starten zu spät im Prozess.

 

Wie viele Systeme bist Du bereit parallel zu pflegen?


Ein Zeiterfassungstool, ein separates Abwesenheitsmanagement, ein Dienstplanungstool, eine HR-Datenbank: Jedes System für sich ist einfach zu bedienen. Zusammen erzeugen sie manuelle Synchronisationsarbeit, die unsichtbar wächst, bis sie ein Problem ist.

 

Wie läuft Deine Lohnvorbereitung heute?


Wenn Du Stundenzettel per E-Mail an Deinen Steuerberater sendest oder Daten aus einer Zeiterfassung manuell in eine andere Datei überträgst, hast Du eine strukturelle Ineffizienz, kein Komfortproblem. Eine DATEV-fähige Plattform mit Lohnvorbereitung löst das grundlegend.

 

Wie viele Mitarbeiter haben keinen festen Büroarbeitsplatz?


Für Mitarbeiter in Logistik, Pflege, Reinigung oder Produktion ist eine Browser-basierte Zeiterfassung oft keine realistische Option. Terminals, Mobile Apps und Offline-Funktionen entscheiden dann über die Akzeptanz im Team.

 

Willst Du heute Zeiterfassung kaufen oder langfristig HR digitalisieren?


Wer nur ein einfaches Tool für die nächsten zwölf Monate sucht, findet mit Clockodo oder Clockify gute Einstiegslösungen. Wer HR-Prozesse konsolidieren will, spart sich später den Wechsel, wenn er von Anfang an eine Plattform wählt.

 

Wann Clockodo die passende Wahl ist


  • Du führst eine Agentur, Kanzlei oder Beratung mit Projektabrechnung nach Stunden
  • Deine Mitarbeiter arbeiten reguläre Bürozeiten, keine Schichten
  • Du brauchst tiefe Integration mit Rechnungstools wie Lexware, SevDesk oder FastBill
  • Zeiterfassung ist bei Dir reine Projektdokumentation, kein HR-Prozess

Wann Clockify oder Toggl Track passen


  • Du bist Freelancer oder führst ein sehr kleines Team (unter 10 Personen)
  • Du willst so schnell wie möglich starten, ohne Einrichtungsaufwand
  • Budget ist das primäre Entscheidungskriterium
  • HR-Funktionen sind für Dich irrelevant

Wann TimeTac die richtige Wahl ist


  • Du brauchst zertifizierte Compliance nach DSGVO und ISO 27001
  • DATEV-Anbindung ist ein Must-have, ohne IT-Aufwand einzurichten
  • Du hast viele Mitarbeiter, die nicht am Computer arbeiten, und brauchst Terminal-Support
  • Dienstplanung ist kein Thema für Dich

Wann ZEP passt


  • Du bist IT-Dienstleister oder Ingenieurbüro mit komplexen Projekthierarchien
  • Dein Hauptziel ist präzise Projektabrechnung, nicht HR-Management
  • Du rechnest nach Aufwand ab und brauchst mehrstufige Projektstrukturen

Wann Kenjo die richtige Entscheidung ist


  • Du führst Mitarbeiter mit Schichten, variablen Zeiten oder wechselnden Einsatzorten
  • Du willst Dienstplanung, Zeiterfassung und Lohnvorbereitung in einem System
  • Du brauchst eine DATEV-fähige Lohnvorbereitung ohne manuelle Exporte
  • Du willst HR-Stammdaten, Abwesenheitsmanagement und Zeiterfassung auf einer Datenbasis

Fazit


Clockodo ist kein schlechtes Tool. Für seinen Kernzweck, die Projektzeiterfassung für Wissensarbeiter, ist es eine der besten Lösungen im deutschen Markt.

 

Aber es beantwortet eine andere Frage als die, die viele wachsende Unternehmen eigentlich stellen.

Clockify und Toggl Track sind günstiger und einfacher, aber auch dünner. Sie sind Einstiegswerkzeuge ohne HR-Anschluss. TimeTac schließt die Compliance-Lücke und verbindet sich nativ mit DATEV, bleibt aber ein Zeiterfassungssystem. ZEP ist die tiefste Lösung für Projektdienstleister, aber kein HR-System.

Keines dieser Tools plant Schichten.

 

Wer das braucht, wer Planstunden erstellt, Iststunden erfasst und beides automatisch an die Lohnabrechnung übergibt, findet in Kenjo die einzige Lösung in diesem Vergleich, die den vollständigen Zyklus schließt. Buche jetzt eine kostenlose Demo.